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11 Holzspalter im Test

Bis es kracht

Jahrbuch für 2018 | Kategorie: Freizeit und Technik | 19.10.2017

11 Holzspalter im Test

Wer Holz selbst spaltet, kann Geld sparen - und mit Holzspaltern auch Zeit und Mühe. Mit manchen Einsteigermodellen arbeitet es sich aber auf lange Sicht unnötig beschwerlich. Und Handschutz braucht man nicht nur gegen Holzsplitter, sondern auch gegen Schadstoffe.

Immer mehr Haushalte heizen hierzulande mit Holz. Die meisten verfeuern Scheitholz aus Wald oder Garten, das sie vor allem über Waldbesitzer, Forstämter, Landwirte oder Bekannte beziehen. Brennstoffhandel, Baumarkt und sonstiger Einzelhandel spielen eine untergeordnete Rolle. Die Scheite kann man sich natürlich auch bequem ofenfertig liefern lassen. Allerdings kostet ein Raummeter gespaltenes, getrocknetes, 33 Zentimeter langes Hartholz durchschnittlich 92 Euro, so das Ergebnis einer deutschlandweiten Umfrage des Technologie- und Förderzentrums im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ) in Bayern. Wer Eigeninitiative zeigt und das Holz selbst spaltet, zahlt deutlich weniger. Wie viel man sparen kann und ob sich ein eigener Holzspalter rechnet, hängt unter anderem vom Holzverbrauch ab und ob man zum Beispiel das Holz nur selbst zerkleinert oder es auch selbst aus dem Wald holt und zurechtsägt. Einsteigermodelle gibt es bereits ab 250 Euro.

Zu unterscheiden ist zwischen waagerecht und senkrecht ausgerichteten Spaltern. Bei den waagerechten schiebt eine Druckplatte das Holz gegen den feststehenden Keil. Es gibt sie mit und ohne Gestell. Bei den senkrechten steht das Holz auf einer Metallplatte und wird über zwei Bedienarme mittels Krallen fixiert. Drückt man die Arme nach unten, fährt der Keil von oben in den festgehaltenen Stamm. Im niedrigen Preissegment wiegen Senkrechtspalter etwa 100 Kilogramm - rund doppelt so viel wie Waagerechtspalter. Sie sind zumindest theoretisch in der Lage, auch Meterstämme zu bearbeiten. Günstige Waagerechtspalter schaffen Stücke bis zu 50 Zentimetern. Profis wie Forstleute arbeiten dagegen mit deutlich teureren und schwereren Geräten, die gegenüber den kleineren Modellen ein Vielfaches an Spaltdruck ausüben.

Wie gut arbeiten relativ günstige Spalter? Gibt es Unterschiede in der Handhabung? Und sind sie mit Schadstoffen belastet? ÖKO-TEST hat sieben Waagerecht- und vier Senkrechtspalter mit 230-Volt-Anschluss in verschiedene Labore geschickt.

Das Testergebnis

Siebenmal "befriedigend", viermal "ausreichend": Die vier Senkrechtspalter zeigen gute Leistungen beim Spalten, verhageln sich das Gesamturteil aber durch viel zu viele Schadstoffe in den Griffen. Zwei Waagerechtspalter spalten zwar ebenfalls gut, unterm Strich lässt sich mit dieser Variante aber bestenfalls "befriedigend" arbeiten. Immerhin ist in puncto Sicherheit fast alles in Ordnung.

Senkrechtspalter im Vorteil: Die im Vergleich teureren Vertikalen spalten Holz von 25 und 33 Zentimetern durchweg gut. Sie sind außerdem über längere Zeit hinweg angenehmer zu bedienen als ihre horizontalen Kollegen, weil man an ihnen aufrecht stehen kann und sich nicht so oft nach dem Holz bücken muss, da es beim Spalten fixiert ist. Obwohl sie recht schwer sind, lassen sie sich ähnlich wie Sackkarren noch relativ gut transportieren. Von den Waagerechtspaltern erreichen nur der Scheppach Ox t500 und der Texas Power Split


Holzspalter: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Scheppach HL710
  • Scheppach

Texas Power Split 550H
  • Texas

Stahlmann 7TYHS520-A
  • Albatros

Güde W 520 / 5,5 T UG
  • Güde

Al-Ko LHS 5500
  • Al-Ko

Scheppach Ox t500
  • Scheppach

Zipper ZI-HS7H
  • Zipper

Al-Ko KHS 5204-1
  • Al-Ko

Einhell BT-LS 65 U
  • ISC

Woodster Iv 60
  • Woodster

Atika ASP 5 N-UG
  • Atika

11 Holzspalter im Test
Jahrbuch für 2018 Seite 336
Jahrbuch für 2018 Seite 337
Jahrbuch für 2018 Seite 338
Jahrbuch für 2018 Seite 339
Jahrbuch für 2018 Seite 340
Jahrbuch für 2018 Seite 341

6 Seiten
Seite 336 - 341 im Jahrbuch für 2018
vom 19.10.2017
Abrufpreis: 2,50 €

Testverfahren

So haben wir getestet

Der Einkauf

Wir haben elf elektrische Holzspalter mit 230-Volt-Anschluss eingekauft, davon sieben Waagerecht- und vier Senkrechtspalter. Alle Waagerechtspalter verfügen über ein Gestell. Die Geräte sollten für Einsteiger geeignet sein, ausgelobt sind fünf bis sieben Tonnen Spaltkraft. Für das günstigste Produkt zahlten wir 230 Euro, für das teuerste knapp 500 Euro.

Der Praxistest

Ein auf elektrische Geräte spezialisiertes Prüfinstitut spaltete mit jedem Gerät Hart- und Weichholz von je 25 und 33 Zentimetern Länge und beurteilte das Ergebnis. Die Experten erhoben technische Daten wie Spaltkraft, Spalthub, Lautstärke, Stromverbrauch oder Geschwindigkeit. Sie überprüften wichtige Sicherheitsaspekte und beantworteten unter anderem diese Fragen: Wie gut lässt sich das Gerät aufbauen, anschließen und bedienen? Wie einfach lässt es sich an einen anderen Ort schaffen? Wie gut verkraftet es eine Überlastung? Schließlich warfen sie auch einen kritischen Blick auf die Gebrauchsanleitung.

Die Inhaltsstoffe

Insbesondere weiche Griffe sind immer wieder mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) verunreinigt, einer Gruppe von Stoffen, von denen einige krebserregend sind. Verdächtiges Griffmaterial ließen wir nicht nur darauf testen, sondern auch auf hormonell wirksame Phthalate, giftige Elemente wie Blei oder Antimon sowie chlorierte Verbindungen.

Die Bewertung

Die Geräte müssen gut spalten können, deshalb geht das Teilergebnis Spalten zu 60 Prozent in die Praxisprüfung ein. Die restlichen 40 Prozent entfallen auf Ausstattung, Handhabung und Sicherheit. Die Praxisprüfung macht 80 Prozent des Gesamturteils aus. Inhaltsstoffe fließen nur zu 20 Prozent ein, weil man zum Holzspalten ohnehin Handschuhe tragen sollte und eher nicht direkt mit den Schadstoffen in Berührung kommt.

Aktuelle Ausgabe
ÖKO-TEST Dezember 2018: Schwerpunkt Lachs
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Zugehörige Ausgabe:
Jahrbuch für 2018
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Erschienen am 19.10.2017

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