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11 Akku-Handstaubsauger im Test

Krümelmonster

ÖKO-TEST Dezember 2016 | Kategorie: Bauen und Wohnen | 24.11.2016

11 Akku-Handstaubsauger im Test

Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit. Akkubetriebene Handstaubsauger können praktisch sein, um die lästigen Knabberreste schnell und gezielt zu beseitigen. Von elf Geräten im Test verrichten vier ihren Dienst "gut" und eins "sehr gut". Zwei fallen aber auch mit "mangelhaft" durch.

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Einige erinnern an Laubbläser oder Bohrmaschinen, andere sehen aus wie Mini-Raumschiffe: Moderne Akku-Handstaubsauger unterscheiden sich mitunter deutlich von den unscheinbaren Geräten, die nach der Markteinführung in den 1980er-Jahren in vielen Haushalten ihren Platz fanden. Interessenten sind gut beraten, wenn sie trotz aller optischen Anreize das Wesentliche im Blick behalten: die Technik und den gewünschten Verwendungszweck.

Nicht alle Modelle eignen sich etwa, um auch Feuchtes und Flüssigkeiten zu beseitigen. Möglich ist das mit speziellen Nass- und Trockensaugern, in denen Auffangbehälter und Elektronik hinreichend voneinander abgeschirmt sind. Stellt indes die Katze auf dem Sofa den Grund der Anschaffung dar, kann ein Bürstenaufsatz ratsam sein, mit dem sich Tierhaare gut aus dem Textil lösen lassen. Und nerven die Krümel in der Besteckschublade oder Sofaritze, hilft vielleicht eine Fugendüse.

Noch entscheidender ist aber die Frage, wie oft der Handstaubsauger zum Einsatz kommen soll. Die meisten Geräte laufen zwischen 10 und 15 Minuten und wenige rund 20 Minuten. Einige sind bereits nach ein paar Stunden an der Ladestation wieder einsatzbereit, während andere mehr als einen halben Tag dafür brauchen. Im Prinzip gilt: Je größer die Kapazität des Akkus (mAh) und je geringer der Ladestrom (mA), desto länger muss das Gerät am Kabel bleiben.

Ein gutes Verhältnis zwischen Lauf- und Ladezeit ist besonders dann interessant, wenn der Sauger am Netzteil geladen wird und dann wieder im Schrank verschwindet. Steht das Gerät in einer Wandhalterung ohnehin häufig unter Strom, lohnt sich vor allem ein genauerer Blick auf den Akku-Typ. Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion) sind relativ langlebig: Sie stecken in der Regel viele Ladezyklen weg und entladen sich so gut wie gar nicht selbst, wenn sie länger nicht genutzt werden. Auch verlieren sie keine Kapazität, wenn ein neuer Ladevorgang gestartet wird, bevor der Akku leer ist. Allerdings sind sie sehr temperaturanfällig.

Besonders an warmen Aufbewahrungsorten seien Nickel-Metallhydrid-Akkus (Ni-MH) die sicherere Alternative, sagt Wolfgang Herter vom technischen Prüflabor PZT in Wilhelmshaven. Sie haben aber eine geringere Energiedichte als Li-Ion-Akkus, was sie bei gleichem Gewicht weniger effizient macht. Tiefenentladungen können die Kapazität einschränken und häufige Teilentladungen auf Dauer zu einem Ladungsabfall und damit zu einer Leistungsabnahme führen. Allerdings ist zweitgenannter Effekt relativ gering und lässt sich durch mehrere vollständige Ladungen und Entladungen rückgängig machen.

Akku-Typ, Laufzeit und Spannung (Volt) sagen allerdings noch nichts Verlässliches über die Saugleistung aus. Entscheidend dafür sei die Effizienz des Motors und Gebläses, sagt Herter. ÖKO-TEST hat sich gefragt, ob moderne Akku-Handstaubsauger nicht nur optisch protzen, sondern auch wirklich gut reinigen können. Im Praxistest haben wir elf Modelle auf Herz und Nieren geprüft. {"@context": "http://schema.org","@type": "NewsArticle","@id": "Test-108893","name": "11 Akku-Handstaubsauger im Test","headline": "11 Akku-Handstaubsauger im Test","url": "https://www.oekotest.de/bauen-wohnen/11-Akku-Handstaubsauger-im-Test_108893_1.html","mainEntityOfPage": "https://www.oekotest.de/bauen-wohnen/11-Akku-Handstaubsauger-im-Test_108893_1.html","image": {"@type": "ImageObject","url": "https://www.oekotest.de/static_files/test/2915/image_lead.jpg","width": 624,"height": 380},"dateCreated": "2016-11-24","datePublished": "2016-11-24","dateModified": "2016-11-24","articleSection": "Bauen, Wohnen","creator": ["ÖKO-TEST Test-Redaktion"],"publisher": [{"@type": "Organization","name": ["ÖKO-TEST"],"logo": {"@type": "ImageObject","url": "https://www.oekotest.de/img/oekotest/oekotest.jpg"}}],"author": {"@type": "Organization","name": ["ÖKO-TEST"]},"keywords": ["Test", "Thema: Akku-Handstaubsauger", "Krümelmonster", "Rubrik: Bauen, Wohnen"],"articleBody": ["Einige erinnern an Laubbläser oder Bohrmaschinen, andere sehen aus wie Mini-Raumschiffe: Moderne Akku-Handstaubsauger unterscheiden sich mitunter deutlich von den unscheinbaren Geräten, die nach der Markteinführung in den 1980er-Jahren in vielen Haushalten ihren Platz fanden. Interessenten sind gut beraten, wenn sie trotz aller optischen Anreize das Wesentliche im Blick behalten: die Technik und den gewünschten Verwendungszweck. Nicht alle Modelle eignen sich etwa, um auch Feuchtes und Flüssigkeiten zu beseitigen. Möglich ist das mit speziellen Nass- und Trockensaugern, in denen Auffangbehälter und Elektronik hinreichend voneinander abgeschirmt sind. Stellt indes die Katze auf dem Sofa den Grund der Anschaffung dar, kann ein Bürstenaufsatz ratsam sein, mit dem sich Tierhaare gut aus dem Textil lösen lassen. Und nerven die Krümel in der Besteckschublade oder Sofaritze, hilft vielleicht eine Fugendüse. Noch entscheidender ist aber die Frage, wie oft der Handstaubsauger zum Einsatz kommen soll. Die meisten Geräte laufen zwischen 10 und 15 Minuten und wenige rund 20 Minuten. Einige sind bereits nach ein paar Stunden an der Ladestation wieder einsatzbereit, während andere mehr als einen halben Tag dafür brauchen. Im Prinzip gilt: Je größer die Kapazität des Akkus (mAh) und je geringer der Ladestrom (mA), desto länger muss das Gerät am Kabel bleiben. Ein gutes Verhältnis zwischen Lauf- und Ladezeit ist besonders dann interessant, wenn der Sauger am Netzteil geladen wird und dann wieder im Schrank verschwindet. Steht das Gerät in einer Wandhalterung ohnehin häufig unter Strom, lohnt sich vor allem ein genauerer Blick auf den Akku-Typ. Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion) sind relativ langlebig: Sie stecken in der Regel viele Ladezyklen weg und entladen sich so gut wie gar nicht selbst, wenn sie länger nicht genutzt werden. Auch verlieren sie keine Kapazität, wenn ein neuer Ladevorgang gestartet wird, bevor der Akku leer ist. Allerdings sind sie sehr temperaturanfällig. Besonders an warmen Aufbewahrungsorten seien Nickel-Metallhydrid-Akkus (Ni-MH) die sicherere Alternative, sagt Wolfgang Herter vom technischen Prüflabor PZT in Wilhelmshaven. Sie haben aber eine geringere Energiedichte als Li-Ion-Akkus, was sie bei gleichem Gewicht weniger effizient macht. Tiefenentladungen können die Kapazität einschränken und häufige Teilentladungen auf Dauer zu einem Ladungsabfall und damit zu einer Leistungsabnahme führen. Allerdings ist zweitgenannter Effekt relativ gering und lässt sich durch mehrere vollständige Ladungen und Entladungen rückgängig machen. Akku-Typ, Laufzeit und Spannung (Volt) sagen allerdings noch nichts Verlässliches über die Saugleistung aus. Entscheidend dafür sei die Effizienz des Motors und Gebläses, sagt Herter. ÖKO-TEST hat sich gefragt, ob moderne Akku-Handstaubsauger nicht nur optisch protzen, sondern auch wirklich gut reinigen können. Im Praxistest haben wir elf Modelle auf Herz und Nieren geprüft. Das Testergebnis Spreu und Weizen. Vor allem in der Saugleistung offenbaren die elf getesteten Akku-Handstaubsauger deutliche Unterschiede. Das schlägt sich entsprechend stark im Gesamturteil nieder: Ein Gerät können wir mit "sehr gut" empfehlen und vier mit "gut". Zweimal vergeben wir auch die Note "mangelhaft"."]}


Akku-Handstaubsauger: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Philips FC 6148 Minivac Eco 10,8V
  • Philips

Kobold VC 100
  • Vorwerk

Ideen Welt Nass-/Trocken-Akku-Handstaubsauger 7,4V
  • Rossmann

Clatronic AKS 832 Nass/Trocken Akku-Sauger
  • Clatronic

Bosch BKS4043 Wet & Dry 14,4 Volt
  • Bosch

Severin Wet & Dry AH 7914 12V
  • Severin

Rowenta  Air Force AC9133 12V
  • Rowenta

Dyson DC43H
  • Dyson

AEG Eco Rapido Lithium AG6108C 10,8V pink
  • Electrolux Hausgeräte

FAKIR AS 1072 NT Nass/Trocken-Akkusauger 7,2V
  • Fakir

Dirt Devil Gator 18V M137
  • Royal Appliance

11 Akku-Handstaubsauger im Test
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ÖKO-TEST Dezember 2016 Seite 161
ÖKO-TEST Dezember 2016 Seite 162
ÖKO-TEST Dezember 2016 Seite 163
ÖKO-TEST Dezember 2016 Seite 164
ÖKO-TEST Dezember 2016 Seite 165

6 Seiten
Seite 160 - 165 im ÖKO-TEST Dezember 2016
vom 24.11.2016
Abrufpreis: 2,00 €

Testverfahren

So haben wir getestet

Der Einkauf

Unsere Auswahl umfasst elf gängige Akku-Handstaubsauger von bekannten Markenherstellern. Den überwiegenden Teil haben wir in Elektronik-Fachmärkten und Internetshops eingekauft. Die Preisspanne ist beträchtlich: Der teuerste Handstaubsauger kostet knapp 200 Euro, der günstigste ist bereits für rund 20 Euro zu haben.

Der Praxistest

Die praktische Prüfung der Handstaubsauger umfasst drei Teile: das Saugen, die Handhabung und die Technik.

Saugen: Die Testgeräte mussten ihr Können in haushaltsüblichen Situationen unter Beweis stellen. Sie sollten Krümel von einem Sesselpolster saugen, Zucker von einer Stofftischdecke, Pflanzengranulat (Seramis) von einem synthetischen Kurzflorteppich und bei entsprechender Eignung auch feuchtes Kaffeepulver von Fliesen. Außerdem hat uns interessiert, ob die Sauger aufgenommenen Dreck durch undichte Stellen wieder ausstoßen.

Handhabung: Selbst Geräte mit erstklassigen Aufnahmeleistungen entfalten ihr Potenzial erst richtig, wenn sie entsprechend zu handhaben sind. Dem Anwendungskomfort abträglich sind etwa Schieberegler, die während des gesamten Saugvorgangs gedrückt bleiben müssen. Auch wenn sich die paar Krümel unter dem Sofa nur mit argen Verrenkungen entfernen lassen, weil trotz Zubehöraufsätzen kein Rankommen ist, gibt es Punktabzug.

Technik: Entsprechend ihrer Größe sollten die kleinen Akku-Handstaubsauger weder übermäßig viel Lärm machen noch übermäßig viel Strom verbrauchen, ansonsten gibt es Abzüge. Ein technisches Manko ist es auch, wenn die Geräte bei geringer Spannung nicht abschalten, was unter Umständen zu akkuschädigenden Tiefenentladungen führen kann. Negativ wirken sich darüber hinaus Ladestandsanzeigen aus, deren Lampen bei vollem Akku nicht erlöschen, weil sie dann schlichtweg überflüssig sind.

Das Material

Kunststoffteile wie Dichtungsringe oder Nassaufsätze enthalten häufig bedenkliche Weichmacher. Waren derartige Elemente vorhanden, haben wir sie mit einem umfassenden Screening-Programm testen lassen. Auch haben wir prüfen lassen, ob bestimmte Produktteile chlorierte Verbindungen enthalten.

Weitere Mängel

Chlorierte Verbindungen in Verpackungen belasten die Umwelt. Gleiches gilt für Brom auf Platinen im Inneren der Akku-Sauger und das Halbmetall Antimon in Ladekabeln und anderen Bauteilen.

Die Bewertung

Handstaubsauger sollen vor allem eines können: kleinere verdreckte Stellen reinigen. Das Teilergebnis Saugen ist deshalb innerhalb der Praxisprüfung wesentlich stärker gewichtet als die Teilergebnisse Handhabung und Technik. Aufgrund der Anwendungserwartung hat das Testergebnis Praxisprüfung einen deutlich größeren Anteil am Gesamturteil als das Testergebnis Material.

Aktuelle Ausgabe
ÖKO-TEST Dezember 2018: Schwerpunkt Lachs
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ÖKO-TEST Dezember 2016
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Erschienen am 24.11.2016

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