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19.05.2018 | Vorsicht bei Mitteln gegen Reiseübelkeit: Im vergangenen Jahr verschärfte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) seine Einschätzung zu den weit verbreiteten Wirkstoffen Diphenhydramin und Dimenhydrinat. Bei Kindern unter drei Jahren war es nach Überdosierung zu tödlichen Krampfanfällen gekommen. Warnhinweise im Beipackzettel sind nun für Kleinkinder-Präparate verpflichtend. Wir haben daher 20 Mittel gegen Übelkeit auf Reisen neu auf den Prüfstand gestellt und unsere Bewertung den veränderten Vorzeichen angepasst. Empfehlen können wir nur noch ein pflanzliches Präparat.

So haben wir getestet

Der Einkauf

Wir haben die 20 gängigsten Präparate eingekauft. Sie decken sich weitgehend mit den Produkten des Tests "Mittel gegen Reiseübelkeit" aus dem ÖKO-TEST-Magazin vom Juni 2016. Denn zum einen spiegeln sie den Markt wider, zum anderen wollten wir schauen, ob die Hersteller der damals getesteten Präparate auf die neue Risikobewertung reagiert haben. Insgesamt ließen wir 15 Arzneimittel begutachten, die als Tabletten angeboten werden, darunter ein rein pflanzliches Präparat. Ein Arzneimittel wird als Kaugummi verkauft. Zwei Sorten Zäpfchen und zwei pflanzliche Lutschtabletten wanderten ebenfalls in den Warenkorb und von da aus zum Gutachter. 18 Produkte haben wir in Apotheken gekauft, die beiden Lutschtabletten gibt es auch in Drogerien. Pro Einheit haben wir zwischen 14 Cent und 1,04 Euro gezahlt.

Die Testergebnisse Mittel gegen Reiseübelkeit gibt's in unserer App