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25 Mittel gegen Fußpilz im Test

Handbuch Gesundheit
vom 15.06.2012

Pilzmittel, Fußpilz

Gut zu Fuß

Jeden Dritten erwischt es irgendwann einmal - das Brennen und Jucken an den Füßen. Unser Test zeigt aber: Es gibt Hilfe gegen Fußpilz.

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15.06.2012 | Fußpilz ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten in unseren Breiten. Oft zwischen dem vierten und fünften Zeh beginnend, ist die Haut anfänglich gerötet und juckt; später kann sie nässen, sieht weiß und aufgequollen aus. Tiefe, schmerzhafte Risse kommen hinzu. Was in einem Zehenzwischenraum beginnt, kann sich über den ganzen Fuß ausbreiten, auch auf die Zehennägel.

Beim klassischen Fußpilz befallen Fadenpilze die Zehenzwischenräume und die Hornhaut an den Füßen. Neben diesen Dermatophyten können sich - aber eher selten - auch Hefe- oder Schimmelpilze zwischen den Zehen ansiedeln und eine Pilzerkrankung verursachen.

Teile der Pilze überleben auf abgestoßenen Hautschuppen oft lange Zeit. In besonders großer Zahl finden sich diese ansteckenden Hautpartikel überall dort, wo viel barfuß gelaufen wird, also in Schwimmbädern, Saunen oder auf den Teppichböden in Hotels. Wenn dann noch jemand nach dem Schwimmen oder Duschen mit aufgeweichter Haut auf diese Partikel tritt, hat der Pilz ein leichtes Spiel. Experten gehen aber inzwischen davon aus, dass die größte Infektionsquelle die eigene Familie ist. Wenn Handtücher und Waschlappen gemeinsam benutzt werden, besteht hohe Ansteckungsgefahr.

Während Fußpilz bei barfuß laufenden Naturvölkern praktisch nicht vorkommt, gibt es für den hiesigen Schuh- und Sockenträger einige weitere Risikofaktoren. So begünstigen auch Fußfehlstellungen, Diabetes und Durchblutungsstörungen die Empfänglichkeit für eine Infektion. Männer sind häufiger als Frauen betroffen.

Im ÖKO-TEST: 25 rezeptfreie Präparate, überwiegend Cremes, mit unterschiedlichen Wirkstoffen gegen Pilze an den Füßen. Denn: Von allein heilt Fußpilz nicht ab.

Das Testergebnis

... verheißt Linderung: 22 Produkte schneiden mit "sehr gut" oder "gut" ab, nur eines beurteilen wir mit "ungenügend".

Wirkstoffe aus der Gruppe der Azole (Bifonazol, Clotrimazol, Miconazol, Sertaconazol) sind Breitspektrum-Antimykotika, das heißt, sie wirken gleichermaßen gut gegen Dermatophyten, Hefen und Schimmelpilze. In den Cremes gegen Fußpilz werden sie zielgerichtet und therapeutisch sinnvoll eingesetzt, Nebenwirkungen sind sehr selten. ÖKO-TEST wertet deshalb hier auch nicht die halogenorganischen Verbindungen unter den Azolen ab.

Wirkstoffe aus der Gruppe der Allylamine (Terbinafin, Naftifin) wirken ebenfalls gegen alle Erreger. Eine aktuelle Analyse der Cochrane Collaboration deutet an, dass Terbinafin den Azolen in der Behandlung von Fußpilz sogar überlegen sein könnte. Die Cochrane Collaboration ist ein internationales Netzwerk von Wissenschaftlern und Ärzten, das die verfügbaren Daten durchforstet und daraus systematische Übersichtsarbeiten zur Bewertung von Therapien erstellt.

Auch beim Wirkstoff Ciclopirox-Olamin in der Ciclopoli Creme gegen Fußpilz von Taurus-Pharma handelt es sich um ein Breitspektrum-Antimykotikum. Seine klinisch-pharmakologischen Eigenschaften sind gut dokumentiert, das Nutzen-Risiko-Verhältnis wird als besonders günstig ei

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Weitere Informationen

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wer in der Apotheke nach einer Creme gegen Fußpilz fragt, kann unter recht vielen Produkten auswählen. Wir haben die Anbieter vorab gebeten uns mitzuteilen, welches Präparat aus ihrem Haus das meistgekaufte ist. Die demnach gängigsten Mittel haben wir dann eingekauft.

Die pharmakologische Begutachtung
Unser wissenschaftlicher Berater, Professor Manfred Schubert-Zsilavecz, Präsident der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft, hat sich - wie bei unseren Arzneimitteltests üblich - die Studienlage zu den Wirkstoffen angesehen. In diesem Test waren acht verschiedene Wirkstoffe aus vier unterschiedlichen Wirkstoffgruppen (Azole, Allylamine, Thiocarbamat und Polyenantibiotikum) miteinander zu vergleichen.

Die Hilfsstoffe
Die Hilfsstoffe haben wir nicht nur per Deklaration unter die Lupe genommen, sondern die Präparate zusätzlich im Labor auf Paraffine, Silikone und Erdölverbindungen, Formaldehyd-/abspalter und - so keine deklariert waren - halogenorganische Verbindungen untersuchen lassen. Da kein Produkt parfümiert war, konnte die Analyse auf problematische Duftstoffe entfallen.

Die Bewertung
Neue, innovative Wirkstoffe haben in den vergangenen Jahren nicht den Markt bereichert, auch sind derzeit keine Neuentwicklungen in Sicht. Daher stehen die breit wirksamen Azole und Allylamine weiterhin den Wirkstoffen Tolnaftat und Nystatin mit ihrem vergleichsweise schmalen Wirkspektrum gegenüber. Bei den Hilfsstoffen fällt immer noch die häufige Verwendung von umstrittenen Paraffinen auf. Die Testergebnisse Pharmakologische Begutachtung und Hilfsstoffe ermitteln wir zunächst getrennt voneinander. Da unsere Tests immer wieder zeigen, dass es bei gleichem Wirkstoff auch ohne problematische Hilfsstoffe geht, kann ein "mangelhaft" bei den Hilsstoffen ein "sehr gut" in der Pharmakologischen Begutachtung zunichte machen. Andersherum können einwandfreie Hilfsstoffe natürlich ein unwirksames Arzneimittel nicht aufwerten. Das Gesamturteil kann also nicht besser sein als das schlechteste Einzelergebnis.