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Saugroboter-Test: Vorwerk, iRobot und Co. im Vergleich

Wer reinigt am besten?

Ratgeber Bauen | Autor: Jörg Döbereiner, Kai Thomas | Kategorie: Bauen und Wohnen | 05.12.2018

Saugroboter-Test: Die besten Roboter im Vergleich
Saugroboter-Test: Die besten Roboter im Vergleich

Wir haben acht Saugroboter umfangreich in der Praxis getestet. Ergebnis: Ausstattung, Handhabung und Umwelteigenschaften sind oft gut. Die Reinigungsleistung vieler Geräte ist aber noch verbesserungswürdig. Nur einen Roboter im Vergleich können wir empfehlen.

03.05.2018 | Saugroboter sollen sie die eigenen vier Wände säubern, während man selbst sich Wichtigerem oder Angenehmerem widmen kann. Die Wunschvorstellung: Man kommt nach Hause, und der Boden ist sauber. Doch funktioniert das wirklich? Und wo liegen wichtige Unterschiede zwischen den Modellen?

Saugroboter-Test: Geräte von Vorwerk, iRobot, Samsung und Co. im Vergleich

Das Angebot erstreckt sich von günstigen Geräten für weniger als 100 Euro bis hin zu Markensaugern für mehr als 1.000 Euro. Es gibt Modelle mit bloßen Basisfunktionen, andere weisen mehrere Reinigungsmodi auf, die sich bequem via Fernbedienung oder App ansteuern lassen. Manche Saugroboter beackern den Raum systematisch, scannen ihn auf Hindernisse und weichen diesen aus. Andere navigieren unsystematisch und rumpeln dabei auch noch gegen Stuhl- und Tischbeine. 

Auch von hochwertigen Geräten können Verbraucher nicht erwarten, dass sie vollends von händischer Saugarbeit befreien. Zudem wollen Saugroboter gewartet werden. Der Staubbehälter leert sich nicht von selbst, und an Rollen und Bürsten gilt es, regelmäßig Haare, Staubflusen und Schmutz zu beseitigen. 

 Wie ordentlich hinterlassen Saugroboter harten Boden? Reicht die Saugleistung auch für Teppich? Und sind die teuren Produkte wirklich ihren Preis wert? Wir haben acht Saugroboter unterschiedlicher Preisklassen einem umfangreichen Praxistest unterzogen.

Der beste Saugroboter: Testsieger erhält die Note "gut"

Das Ergebnis: Die meisten Saugroboter überzeugen auf hartem Boden, aber auf Kurzflorteppich schwächeln alle. Wie viel Arbeit die Geräte Ihnen ersparen, hängt auch von der Einrichtung Ihrer Wohnung ab. Nur einen Roboter im Test können wir mit "gut" empfehlen. Am schlechtesten im Test schneidet der Dirt Devil Spider 2.0 mit "mangelhaft" ab. 

Sechs der Saugroboter im Test saugten im Labor auf Laminatboden mindestens 98 Prozent des mehligen Prüfstaubs auf - das ist beachtlich. Auch Brösel, Hundehaare, Pflanzengranulat und als Testverunreinigung eingesetzte kleine Hundepellets schaffen die meisten Geräte. Schluss ist oft bei Pellets, die etwa 2,4 mal 2,0 mal 0,8 Zentimeter messen. Weiteres Manko: Einige Geräte gelangen nicht an Verunreinigungen in Ecken. Das Reinigen entlang von Kanten klappt dagegen gut.

Reinigungsleistung: Auf hartem Boden überzeugend - auf Teppich oftmals nicht

Auf Teppich machen die Saugroboter keine gute Figur. Zwei Geräte im Test haben bereits Probleme damit, auf eine Teppichkante von 1,5 Zentimetern hinaufzufahren. Auf einem Schurwollteppich waren die Sauger, vor allem drei Modelle, grundsätzlich fähig, Krümel und Haare zu beseitigen. Allerdings nahm auf einem handelsüblichen Kurzflorteppich während einer Saugzeit von 15 Minuten keiner der Roboter auch nur ein Viertel des Prüfstaubs auf. Zum Vergleich: Die Laborexperten saugten auch mit einem konventionellen beutellosen 650-Watt-Staubsauger für etwa 80 Euro; dieser nahm gut zwei Drittel des Staubs aus dem Teppich auf.

In den Wohnungen der Prüfexperten erkannte die Hälfte der Sauger Hindernisse nicht oder nicht zuverlässig und stieß dagegen. Die Sauger verwickeln sich in Kabeln und bisweilen auch in Vorhängen, die einige Zentimeter auf dem Boden aufliegen. Immerhin verfügen die Geräte über einen gewissen Selbstschutz: Sie erkennen Treppen und stürzen nicht hinunter.

Staubsauger-Roboter von Dirt Devil schneidet mit "mangelhaft" ab

Fast alle Produkte weisen in puncto Umwelteigenschaften Mängel auf. Manche Sauger sind auffallend laut, andere zeigen in der Prüfbox eine erhöhte Feinstaubemission oder brauchen deutlich mehr Energie als andere. Nur an einem Produkt gibt es bezüglich der Umwelteigenschaften nichts zu beanstanden. 

Oft nicht verbraucherfreundlich ist das Leeren der Staubbox. Häufig müssen die Nutzer hierfür den Filter abnehmen, oder das Ganze gelingt nur mit Kraftaufwand. Manche Modelle erlauben es neben dem händischen Entleeren, den Staub aus der Staubbox mit einem konventionellen Sauger abzusaugen. Das ist hygienischer, aber auch aufwendiger.

Die Testsieger, die Testtabelle sowie das gesamte Ergebnis im Detail lesen Sie im ePaper.

Die Testergebnisse und weitere Angaben haben wir zuletzt für den Ratgeber Bauen und Wohnen 2018 aktualisiert, sofern sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder wir neue/zusätzliche Untersuchungen realisiert haben. Dieser Test ist ursprünglich im ÖKO-TEST-Magazin April 2018 erschienen.


Saugroboter: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Eufy Robovac 11
  • Anker Technology

iRobot Roomba 896
  • iRobot

Dirt Devil Spider 2.0
  • Royal Appliance

Vileda VR 302
  • Vileda

Kobold VR200
  • Vorwerk

Philips Smartpro Easy FC8792
  • Philips

Samsung Powerbot VR1DM7020UH, Honesty Blue
  • Samsung

Medion MD 16192
  • Medion

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8 Seiten
Seite 132 - 139 im Ratgeber Bauen
vom 03.05.2018
Abrufpreis: 2,50 €

Testverfahren

Der Einkauf: Wir haben acht aktuelle Saugrobotermodelle ohne Wischfunktion eingekauft, darunter mehrere bekannte Staubsauger-Marken. Bewusst haben wir uns für verschiedene Preisklassen entschieden: Für das teuerste Gerät haben wir rund 700 Euro bezahlt, für das günstigste nur knapp 115 Euro.

Die Praxisprüfung: Ein auf Haushaltsgeräte spezialisiertes Prüfinstitut hat die Roboter gründlich gecheckt. Auf Laminat und Kurzflorteppich mussten sie genormten Staub und andere Verunreinigungen aufsaugen - stets in maximaler Leistungseinstellung. Die Experten prüften auch Umwelteigenschaften wie Lautstärke, Feinstaubemission und Energieverbrauch. Sie beurteilten Handhabung und Ausstattung, etwa wie die Geräte navigieren, ob die Steuerung via Fernbedienung oder App möglich ist und wie leicht sich die Staubbox leeren lässt. Darüber hinaus nahmen Mitarbeiter des Instituts alle Saugroboter mit nach Hause und testeten ihre Alltagstauglichkeit. 

Die Weiteren Mängel: Von einem Schadstofflabor ließen wir alle Geräte auf chlorierte Verbindungen prüfen. Diese Stoffe belasten die Umwelt in Produktion und Entsorgung.

Die Bewertung: Saugroboter müssen vor allem eins können: gut saugen. Deshalb haben wir das Teilergebnis Saugen mit 80 Prozent gewichtet. Daneben sollen sie aber auch benutzerfreundlich ausgestattet, einfach zu handhaben und in puncto Umwelteigenschaften akzeptabel sein.

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ÖKO-TEST Dezember 2018: Schwerpunkt Lachs
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Erschienen am 03.05.2018

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