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28 Magenmittel im Test

Jahrbuch für 2018
vom 19.10.2017

Magenmittel

Dauerbrenner

Fettes Essen, Kaffee oder auch Alkohol können Sodbrennen und saures Aufstoßen verursachen. ÖKO-TEST hat 28 lindernde rezeptfreie Mittel in der Apotheke eingekauft und begutachten lassen. Alle Präparate wirken sehr gut.

1967 | 6

19.10.2017 | Wussten Sie, dass in Ihrem Körper ätzende Salzsäure schwappt? In einer Konzentration von etwa 0,5 Prozent sorgt sie im Magensaft dafür, Teile der Nahrung zu zersetzen. Die Magenwand selbst schützt sich mit einem zähen Sekret gegen die Säure. Doch ab und an lässt sie uns spüren, dass sie da ist. Etwa dann, wenn wir nach einer zu fettreichen Mahlzeit sauer aufstoßen müssen.

Kommt das nur gelegentlich vor, muss man sich keine Sorgen machen. Schmerzhaft und bedenklich kann es werden, wenn der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre häufiger schlappmacht und so der saure Magensaft zurück in die Speiseröhre fließt. Die Folge ist Sodbrennen. Gelangt Magensaft über Jahre hinweg in die Speiseröhre, steigt das Risiko für Speiseröhrenkrebs.

Die Auslöser für den Rückfluss sind vielfältig: zu fettreiches Essen, Alkohol oder auch Kaffee. Magenmittel sollen die Beschwerden lindern.

ÖKO-TEST hat jetzt 28 rezeptfreie Arzneimittel eingekauft. Unser wissenschaftlicher Berater, Professor Manfred Schubert-Zsilavecz von der Uni Frankfurt, hat sie für uns begutachtet.

Das Testergebnis

An 19 der 28 Mittel haben wir nichts auszusetzen. Bei den anderen neun bemängeln wir umstrittene Farbstoffe.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Rezeptfreie Mittel zur Linderung von Sodbrennen und saurem Aufstoßen enthalten die Wirkstoffe Omeprazol, Pantoprazol und Esomeprazol, die zu den sogenannten Protonenpumpenhemmern zählen. Wir haben 28 Präparate dieser Gruppe in der Apotheke eingekauft. Die Preise für je sieben Hartkapseln lagen zwischen 2,42 Euro und 7,85 Euro. Eingekauft haben wir die zum Testzeitpunkt kleinste erhältliche Produktgröße.

Inhaltsstoffe und Deklaration
Wie gut ist die Wirksamkeit der Mittel belegt? Sind die Patienteninformationen vollständig, oder fehlen auf den Beipackzetteln wichtige Angaben, etwa zur Anwendungsdauer oder zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten? Diese und weitere Überprüfungen hat unser wissenschaftlicher Berater, Professor Manfred Schubert-Zsilavecz vom Institut für Pharmazeutische Chemie der Goethe-Universität Frankfurt, übernommen. Außerdem wollten wir wissen, ob problematische Hilfsstoffe in den rezeptfreien Präparaten stecken.

Die Bewertung
Die Wirkung vder Präparate ist in Studien gut belegt, die Beipackzettel enthalten alle wichtigen Informationen. Daher gibt es unter dem Testergebnis Wirksamkeitsbelege und Beipackzettel keine Abzüge. Einigen Mittel sind allerdings Farbstoffe zugesetzt, die bestenfalls überflüssig und umstritten sind. Dafür gibt es eine Note Abzug unter den Hilfsstoffen. Analysierte das beauftragte Labor PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in den Blistern, gab es eine Note Abzug unter dem Testergebnis Weitere Mängel.

So haben wir getestet

Schadstoffe im Blister. Regelmäßig lassen wir im Labor auch die Verpackungen genauestens unter die Lupe nehmen.

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