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17 Pflegeversicherungen für Kinder im Test

Günstige Existenzsicherung

ÖKO-TEST Juni 2013 | Kategorie: Geld und Recht | 31.05.2013

17 Pflegeversicherungen für  Kinder im Test

Für ganz wenig Geld können Kinder gegen die finanziellen Folgen von lebenslanger Pflegebedürftigkeit durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit abgesichert werden. Doch einige Tarife bieten nur scheinbar Sicherheit.

Bei der neuen, staatlich geförderten privaten Pflegezusatzversicherung sind Kinder außen vor. Das neue Recht sieht vor, dass für Kinder und Jugendliche, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, keine förderfähige Pflegezusatzversicherung abgeschlossen werden kann. Familien müssen daher weiter herkömmlich privat vorsorgen. Eine private Pflegeversicherung für Kinder ist der optimalste Weg, sich gegen den schlimmsten Fall abzusichern. "Existenzieller Invaliditätsschutz über eine Pflegeversicherung ist keine schlechte Idee", bestätigt Georg Pitzl, Versicherungsberater aus Mering bei Augsburg. Denn die Produkte sind extrem günstig, weil das Risiko, dass das Kind tatsächlich nach Unfall oder Krankheit lebenslang zum Invaliden wird, zum Glück gering ist. Trotzdem gibt es nach einer Schätzung der Siemens-Betriebskrankenkasse SBK in Deutschland rund vier Prozent Pflegebedürftige die jünger als 20 Jahre sind. Umgerechnet sind das über 93.000 betroffene Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Laut dem Barmer GEK Pflegereport 2012 müssen Betroffene schon bei ambulanter Versorgung für die gesamte Zeit der Pflegebedürftigkeit bis zu 55.000 Euro aus eigener Tasche tragen - im Schnitt. Für Familien mit pflegebedürftigen Kindern dürfte die Summe wohl viel höher ausfallen, denn die Kinder sind oft viel länger Pflegefälle. Da ist eine zusätzliche finanzielle Absicherung mehr als Gold wert. Wer sein Kind zu Hause pflegt, hat zwar Anspruch auf Pflegegeld. Doch die gesetzliche Pflegeversicherung ist lediglich eine "Teilkasko-Absicherung". Derzeit zahlt sie je nach Pflegestufe monatlich zwischen 120 und 700 Euro pro Monat. Professionelle Pflegedienste erhalten 225 bis 1.550 Euro. Nach Schätzungen von ÖKO-TEST liegt schon bei Erwachsenen die nicht abgesicherte finanzielle Lücke bei häuslicher Pflege durch Profis im Durchschnitt zwischen 530 bis 1.300 Euro. Zusätzliche private Absicherung ist somit unerlässlich - vor allem, wenn Eltern im Ernstfall ihrem Kind den höchsten Komfort bieten möchten.

ÖKO-TEST hat daher gemeinsam mit dem Softwarehaus www.KVpro.de aus Freiburg 17 Pflegetagegeldtarife unter die Lupe genommen, die kindgerecht in vollem Umfang bei Laienpflege zahlen. Sie müssen in der Pflegestufe I mindestens 900 Euro pro Monat leisten, in der Pflegestufe II mindestens 1.800 Euro und in der höchsten Stufe III mindestens 3.000 Euro. Erhoben wurden die Monatsbeiträge für Kinder, für die mit einem und zwölf Jahren eine Pflegetagegeldversicherung abgeschlossen wird.

Das Testergebnis

Viele empfehlenswerte Tarife. Gleich acht erreichen den 1. Rang, weil sie auch während der Pflegezeit regelmäßig die Leistungen erhöhen und gleichzeitig keine Beitragszahlung mehr fordern. Vor allem die Dynamik ist unerlässlich. Andernfalls werden die Leistungen durch die Inflation nach und nach aufgezehrt. Eine einmalige Anpassung im Pflegefall, wie es die Axa vorsieht, ist nicht ausreichend. Solche Tarife konnten nur noch Rang 4 erreic...


Pflegeversicherungen, Pflegetagegeld Kinder: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

  • SDK

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  • Provinzial Hannover

  • Pax-Familienfürsorge

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  • Hallesche

  • Universa

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  • Münchener Verein

  • Axa

  • Bayerische Beamtenkrankenkasse / UKV

  • Münchener Verein

17 Pflegeversicherungen für Kinder im Test
ÖKO-TEST Juni 2013 Seite 94
ÖKO-TEST Juni 2013 Seite 95
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ÖKO-TEST Juni 2013 Seite 97

4 Seiten
Seite 94 - 97 im ÖKO-TEST Juni 2013
vom 31.05.2013

Testverfahren

Ausgewählt wurden Pflegetagegeldversicherungen, die in vollem Umfang auch für Laienpflege leisten. Für die Pflegestufe I mussten 900 Euro pro Monat oder 30 Prozent des Tagegeldes geleistet werden; für die Pflegestufe II mindestens 1.800 Euro oder 60 Prozent; für die Pflegestufe III mindestens 3.000 Euro oder 100 Prozent. Tarife mit Leistungsfalldynamisierung, ohne Wartezeit und Beitragsbefreiung im Leistungsfall ab Pflegestufe I erhalten den 1. Rang; der 2. Rang wird vergeben, wenn zwar eine Dynamisierung im Leistungsfall vorhanden ist, aber die Beitragsbefreiung erst mit Pflegestufe III, nur bei Unfall oder gar nicht erfolgt. Tarife ohne bzw. mit stark eingeschränkter Leistungsdynamisierung können nur Rang 4 oder 5 erhalten. Rang 4 wird vergeben, wenn eine Beitragsbefreiung im Leistungsfall schon in Pflegestufe I greift, Rang 5, wenn die Beitragsbefreiung nicht oder erst ab Pflegestufe III erfolgt. Tarife mit Wartezeiten werden um zwei Ränge abgewertet. Leistungen bei Demenz, Einmalzahlungen bei erstmaliger Pflegebedürftigkeit, Mehrleistungen in den Pflegestufen I und II im stationären Bereich sowie bei Unfall wurden nicht in die Bewertung einbezogen. Sämtliche Tarifdaten wurden vom Freiburger Analysehaus www.KVpro.de erhoben und den Anbietern zur Verifizierung zurückgespielt. Die abschließende Auswahl der Kriterien und das abschließende Ranking der Tarife wurden von ÖKO-TEST vorgenommen.

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