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10 Laufräder im Test

ÖKO-TEST Mai 2018
vom 26.04.2018

10 Laufräder im Test

Lauf und Davon

Auf Laufrädern können Kinder ihre motorischen Fähigkeiten trainieren. Der Umstieg aufs Fahrrad fällt dann leichter. Die meisten Exemplare sind sicher. Es stecken aber zu viele Schadstoffe drin.

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26.04.2018 | Was für ein Gefühl: Plötzlich die Balance halten, ohne Stützräder frei dahinrollen. Mancher Erwachsene wird sich noch an sein erstes Mal erinnern. Papa oder Mama hatte die Stützräder vom Fahrrad montiert und das Kind ermutigt mit Worten wie: "Na los, du schaffst das!" Und tatsächlich. Irgendwann, nach langem Üben, endlich dieser tolle Augenblick: "Ich kann Fahrradfahren."

Künftige Elterngenerationen mögen diesen Moment wohl als nicht mehr ganz so magisch erleben. Der Schritt zum freien Fahren ist heute nicht mehr so groß. Denn seit Ende der 1990er-Jahre, seitdem die ersten Laufräder auf den Markt kamen, lernen Kinder das Fahrradfahren völlig anders. Stützräder sind out. Nach dem Bobbycar folgt heutzutage gleich das Laufrad. Kinder lernen heute schon früh, die Balance auf zwei Rädern zu halten. Der Umstieg aufs Fahrrad fällt anschließend nicht mehr so schwer, einzig die Sache mit den Pedalen will noch gelernt sein.

Experten sind sich weitgehend einig: Das Laufrad schult wichtige motorische Fähigkeiten. "Es ist geeignet für Kinder ab etwa zwei Jahren, die damit Motorik und Gleichgewicht üben", heißt es etwa von der Deutschen Verkehrswacht. Die Kinder seien "auf einem Laufrad weitgehend sicher, da sie bei jeder Bewegung die Füße auf dem Boden" behielten.

Auch Frauke Mecher, Kinderphysiotherapeutin und Beiratssprecherin des Berufsverbandes Physio Deutschland, bestätigt, dass Laufradfahren die Balance schult. Sie hat aber einen Einwand gegen zu frühes und ständiges Laufradeln: "Ich habe beobachtet, dass kleine Kinder mittlerweile viele Wege fast nur noch mit dem Laufrad zurücklegen wollen, da es schneller geht, sie werden regelrecht lauffaul", sagt Mecher. Der Bewegungsablauf beim Sitzen auf dem Laufrad gleiche aber eher einem Paddeln mit den Füßen. Das Gleichgewicht werde zwar prima geschult, für eine gute und gesunde Entwicklung des Fußgewölbes sei es jedoch unerlässlich, dass die Füße belastet und die Fußmuskeln aktiviert würden. "Dies geschieht beim Stehen und Gehen, am besten noch auf unebenen Böden", sagt die Kinderphysiotherapeutin.

Sie rät Eltern, darauf zu achten, dass ihre Kinder größere Strecken auch einfach mal zu Fuß zurücklegen. Häufig stiegen die Kleinen viel zu früh auf das Laufrad. Zweieinhalb Jahre sei ein gutes Alter, um anzufangen. Im Alter zwischen zehn und 18 Monaten beginnen Kinder zu laufen. "Es sollte genügend Zeit bleiben, bis sie sich auf den Sattel setzen", sagt die Bewegungsexpertin.

Um Laufrad zu fahren, müssen Kinder mehrere Dinge gleichzeitig bewältigen. Viele Zweijährige seien, was den Kopf und den Bewegungsapparat betrifft, dafür noch nicht bereit. Das Laufrad sollte daher nur abseits vom Straßenverkehr zum Einsatz kommen.

Selbst der Bürgersteig sei für Kinder nicht immer sicher. "Sie hören plötzlich ein Auto, verreißen vor Schreck den Lenker und fallen von der abschüssigen Bordsteinkante", veranschaulicht die Kinderphysiotherapeutin.

Unabdingbare Voraussetzung für ein sicheres Fahren ist, dass das L


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10 Laufräder im Test
ÖKO-TEST Mai 2018 Seite 116
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ÖKO-TEST Mai 2018 Seite 120
ÖKO-TEST Mai 2018 Seite 121
ÖKO-TEST Mai 2018 Seite 122
ÖKO-TEST Mai 2018 Seite 123

8 Seiten
Seite 116 - 123 im ÖKO-TEST Mai 2018
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So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben zehn Laufräder eingekauft. Acht haben einen Rahmen aus Metall, zwei sind aus Holz. Sechs besitzen Reifen aus Vollgummi oder Plastik, vier haben welche zum Aufpumpen. Für das günstigste Produkt zahlten wir rund 35 Euro, für das teuerste fast 200 Euro.

Die Praxisprüfung
Laufräder müssen viel aushalten. Die Kleinen lassen sie fallen, rasen damit gegen ein Hindernis oder Große setzen sich zum Spaß drauf. Szenarien wie diese simulierte das von uns beauftragte Praxislabor. Die Experten schauten sich die Verarbeitung und Ausstattung genauestens an: Wie stabil sind sie? Wie gut ist der Lack? Gibt es gefährliche Quetschstellen? Ist der Abstand der Sattelstütze oder des Seitenständers zum Boden hoch genug, damit Kinder nicht an der Bordsteinkante hängen bleiben? Haben die Griffenden an den Lenkern einen ausreichend großen Prallschutz, damit die Kleinen sich nicht verletzen, falls sie auf den hochgestellten Lenker fallen?

Die Inhaltsstoffe
Vor allem in Griffen und Sätteln stecken oft Schadstoffe. Wir ließen sie auf gesundheitsschädliche polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) untersuchen, die als Bestandteile von Weichmacherölen auf Mineralölbasis häufig in der Produktion von Gummi und Weichkunststoffen Anwendung finden. Zudem untersuchten die Labore Griffe und Sättel auf Phthalate und andere Weichmacher sowie auf phosphororganische Verbindungen.

Die Weiteren Mängel
Wie umständlich ist die Montage, wie verständlich die Anleitung? Stecken umweltschädliche chlorierte Verbindungen in Produktteilen?

Die Bewertung
Ein gutes Laufrad muss in erster Linie ein sicheres Fahren gewährleisten. Für das Gesamturteil ist daher das Testergebnis Praxisprüfung maßgeblich. Stecken allerdings zu viele Problemstoffe in dem Spielzeug, kann unter dem Strich kein "sehr gut" stehen.

So haben wir getestet

Im Praxislabor kamen die Räder auf den Prüfstand. Experten haben in Belastungstests geprüft, wie stabil die Laufräder sind.

Video zum Thema

Video

ÖKO-TEST-Magazin 5/2018:

Laufräder

Lauf und Davon.

Wenn Kinder ihr erstes Fahrrad bekommen, dann ist das meist ein Laufrad. Diese haben einen niedrigen Sattel und keine Pedale. Doch wie robust sind sie? Halten sie es aus, wenn die kleinen Racker damit auch mal gegen ein Hindernis rasen? Erfüllen sie Sicherheitsanforderungen? Stecken Gifte in den Griffen? Diesen Fragen ist ÖKO-TEST nachgegangen und hat Laufräder in der Preisspanne zwischen 35 bis knapp 200 Euro genau unter die Lupe genommen.