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13 Fahrradhelme im Test

ÖKO-TEST Jahrbuch für 2014
vom 11.10.2013

13 Fahrradhelme im Test

Sturz und gut

Karosserie, Anschnallgurte und Airbags schützen einen Autofahrer beim Unfall. Fahrradfahrer haben für den Fall des Fallens nur den Fahrradhelm. In unserem Test zeigen zwölf Helme und ein leichter Kopfschutz, wie belastbar sie sind.

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11.10.2013 | Oben ohne - so mögen es die Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer auf deutschen Straßen. Für das Jahr 2011 bestätigt die jährliche Erhebung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) einmal mehr: Der Fahrradhelm, ob als Klassiker mit großen Belüftungsschlitzen oder als cooler Schalenhelm im Skateboarderlook, begeistert nur die wenigsten. Gerade einmal elf Prozent über alle Altersgruppen hinweg tragen laut BASt Helm. 2010 waren es sogar nur neun Prozent. Dabei verhält sich das Helmtragen umgekehrt proportional zum Alter. So setzten sich im Jahr 2011 rund 56 Prozent der sechs- bis zehnjährigen Kinder einen Helm auf. Doch je älter Mädchen und Jungen werden, desto weniger folgen sie dem Sicherheitsbedürfnis der Eltern.

Für das sächsische Unternehmen Trikant GmbH sind die 89 Prozent Nichthelmträger, die die Bundesanstalt für Straßenwesen 2011 gezählt hat, potenzielle Kundschaft. Wie der Schweizer Anbieter Ribcap stellen die Sachsen eine sogenannte Persönliche Schutzausrüstung der Kategorie I her. Dieser Kopfschutz soll vor oberflächlichen, reversiblen Verletzungen und schwachen Stößen schützen. Leichter Kopfschutz der Kategorie I unterliegt nicht den Anforderungen der Fahrradhelmnorm EN 1078. Das ermöglicht Trikant einen Kopfschutz zu produzieren, der vielleicht auch "Helmmuffel" überzeugt: Ein Helt-Pro-Kopfschutz besteht aus einer Mütze, einer Kappe, einem Cowboy- oder Damenhut mit innen liegender Hartschale. Weiche Innenteile aus flexiblem PU-Schaum und gepolstertem Inlay sorgen für Stoßdämpfung. Dagegen näht Mitbewerber Ribcap sogenannte viskoelastische Protektoren, die mit einer zusätzlichen schockabsorbierenden Schicht laminiert sind, in seine Mützen ein.

Was der leichte Kopfschutz von Helt-Pro taugt und wie er sich im Vergleich zu den zwölf Fahrradhelmen im Test schlägt, verrät Ihnen die umfangreiche Praxisprüfung und die Schadstoffanalyse, die ÖKO-TEST durchführen ließ.

Das Testergebnis

Jetzt gibt's keine Ausrede mehr: Bis auf eine Ausnahme haben alle Testhelme im Gesamturteil ein "sehr gut" oder "gut" erhalten. Vor allem bei der aufwendigen Schutzfunktionsprüfung überzeugten fast alle Fahrradhelme.

Wie gut dämpft ein Helm den Aufschlag auf einem Bordstein? Was hält der Kinnriemen, das Gurtverschlusssystem aus? Und, ebenfalls entscheidend für die Schutzfunktion: Lässt sich der befestigte Helm zu leicht vom Kopf abstreifen? Diese drei Prüfungen zur Schutzfunktion des Helmes meisterten elf Fahrradhelme und auch der leichtere Kopfschutz Butch Desert von Helt-Pro ohne Makel. Und das, obwohl wir härtere Anforderungen stellten als die Fahrradhelmnorm EN 1078. Lediglich das Modell Reverb City von Giro bestand die Prüfung "Belastbarkeit Riemen und Schloss", die sich an die Normprüfung "Festigkeit der Trageeinrichtung" anlehnt, nicht. Nachdem die Tester ein mit dem Gurtverschlusssystem verbundenes vier Kilogramm schweres Gewicht aus 66 Zentimeter Höhe (die Norm schreibt nur 60 Zentimeter vor) fallen ließ, löste sich die Gurthalterung am Hel


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Uvex City 5 Helm, Cubes Brown Matt
Uvex

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Yakkay Helm Smart Two, Überzug Tokyo Blue Stripes
Yakkay

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13 Fahrradhelme im Test
ÖKO-TEST Jahrbuch für 2014 Seite 227
ÖKO-TEST Jahrbuch für 2014 Seite 228
ÖKO-TEST Jahrbuch für 2014 Seite 229
ÖKO-TEST Jahrbuch für 2014 Seite 230
ÖKO-TEST Jahrbuch für 2014 Seite 231

5 Seiten
Seite 227 - 231 im ÖKO-TEST Jahrbuch für 2014
vom 11.10.2013
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So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben zwölf City-Fahrradhelme eingekauft. Dabei sind Modelle in klassischer Form mit großen Belüftungsöffnungen, aber auch Schalenhelme, die im Design BMX- oder Skateboardhelmen ähneln. Mit im Test ist auch ein leichter Kopfschutz, der die Anforderungen an Persönliche Schutzausrüstung der Kategorie I erfüllt. Die Schutzschale dieses Kopfschutzes mit trendigem textilem Aufsatz ist flexibler als die harte Styropor-/Kunststoffstruktur von Fahrradhelmen und deshalb vielleicht eine Alternative für Radfahrer, die ansonsten überhaupt keinen Kopfschutz tragen würden, da ihnen gängige Helme vielleicht wegen ihrer Härte zu unkomfortabel und wegen ihres klobigen Aussehens zu uncool sind.

Der Praxistest
Schutzfunktion: Die internationale Norm EN 1078 definiert für diese Prüfungen den Mindeststandard, den Fahrradhelme erfüllen müssen. Wir haben es den Helmen schwerer gemacht: So ließ das beauftragte Fachlabor die Testhelme aus größerer Höhe (1,56 Meter, nicht 1,1 Meter), gefüllt mit schwererem Prüfkopf auf den Untergrund fallen, der einer Bordsteinkante nachempfunden ist. Auch die Tests Belastbarkeit von Riemen und Schloss und den Abstreiftest führte das Labor unter verschärften Bedingungen durch: Die Gewichte, die während der Prüfungen an Haltesystem und Helm zerrten, ließen wir eine gegenüber der Norm um zehn Prozent verlängerte Strecke fallen, bevor der Zug auf Helm bzw. Haltesystem einsetzte.

Handhabung und Komfort: Die Tester nahmen sich die Gebrauchsanweisung vor, kontrollierten, ob die von der Norm geforderten Informationen an Helm oder Verpackung angebracht sind und ob sich das Schloss unter Belastung noch mit einer Hand öffnen lässt.

Ausstattung: Fahrradhelme sollten mit Reflektoren und - zumindest an den vorderen Belüftungsöffnungen - mit Insektenschutz ausgestattet sein. Beides trägt zur Sicherheit bei.

Der Test Inhaltsstoffe
Wir schickten die Helmelemente, mit denen es zu andauerndem Hautkontakt kommt, zur Schadstoffanalyse ins Labor. Kunststoffteile ließen wir unter anderem auf schädliche Phthalate, die Polster auf verbotene Azo-Farbstoffe untersuchen.

Die Weiteren Mängel
Ein Labor untersuchte, ob die Platinen der Rücklichter, mit denen einige Helme ausgestattet sind, mit bromierten Flammschutzmitteln behandelt worden sind. Die werden spätestens bei der Entsorgung eines alten Helms zum Umweltproblem.

Die Bewertung
Fahrradhelme sollen schwere Verletzungen mildern und leichte verhindern. Deshalb fließt das Teilergebnis Schutzfunktion zu 60 Prozent in das Testergebnis Praxisprüfung ein. Da für eine Kaufentscheidung auch Kriterien wie Wärmedurchlässigkeit, Verarbeitung und eine vollständige Gebrauchsanweisung zur Praxisprüfung gehören, bestimmt das Ergebnis der Praxisprüfung das Gesamturteil zu 70 Prozent. Mit 30 Prozent trägt das Testergebnis Inhaltsstoffe zur Note bei.

So haben wir getestet

Während der Prüfung des Stoßdämpfungsvermögens stürzt der Helm an einem Schlitten auf eine Kante.

So haben wir getestet

Um die Belastbarkeit von Riemen und Schloss zu prüfen, zerrt ein Gewicht nach freiem Fall am kompletten Haltesystem.

So haben wir getestet

Entscheidend für den Komfort: Wie stark heizt sich der Kopf unterm Helm auf? Dort, wo die Farbe Rot erscheint, wird's warm.

So haben wir getestet

Bleibt der Helm auf dem Kopf oder lässt er sich zu einfach runterziehen? Die Antwort liefert der Abstreiftest.

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