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11 Trekkingstöcke im Test

ÖKO-TEST April 2018
vom 29.03.2018

11 Trekkingstöcke im Test

An die Stöcke, Fertig, los

Trekkingstöcke sollen Kniegelenke und Muskulatur entlasten. Doch manches Modell erhöht auf Wanderschaft eher die Sturzgefahr. Unser Test zeigt, mit welchen Exemplaren Sie sicher Gipfel stürmen.

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29.03.2018 | Hightech statt Haselnussholz: Knorrige Äste voller Blechplaketten waren einmal. Heute preschen Wanderer mit Stützen aus Aluminium oder Karbon durchs Gelände. Moderne Varianten des guten alten Wanderstocks kamen erstmals in den 1970er-Jahren auf. Damals noch als Sommerskistöcke belächelt, sind sie heute oft am Berg zu sehen. Wer kleine und große Gipfel erklimmen will, greift neben Rucksack und Regenjacke eben meist auch zu Trekkingstöcken.

Die Stäbe unterstützen das Gehen am Hang und geben Halt auf steinigem, vereistem und verschneitem Terrain. Aber auch auf mäßig steilen Wanderwegen können sie hilfreich sein. "Unabdingbar wie rutschfestes Schuhwerk und eine Rettungsdecke sind Trekkingstöcke zwar nicht. Sie machen aber auch für trainierte Berggänger auf Mehrtagestouren mit Rucksack von Hütte zu Hütte oder langen Routen durch unwegsames Gelände durchaus Sinn", erklärt Stefan Winter, Bergführer und Ressortleiter Sportentwicklung vom Deutschen Alpenverein. Denn richtig eingesetzt, verlagern die Stöcke einen Teil des Körpergewichts von den Beinen auf die Arme: "Vor allem auf längeren Abstiegen entlasten sie so die Gelenke und beugen Muskelkater vor", sagt Winter.

Zudem unterstützen sie die Balance. Für Menschen mit Gelenkproblemen, schwacher Muskulatur oder einer Anfälligkeit fürs Umknicken sind Trekkingstöcke besonders empfehlenswert.

Die meisten Modelle wiegen nur wenige Hundert Gramm und bestehen, anders als fixe Nordic-Walking- oder Skistöcke, aus mehreren Segmenten. Sie lassen sich so teleskopartig auf die passende Länge ausziehen und für den Transport am oder gar im Rucksack zusammenschieben. Noch leichter sind teure Faltvarianten, deren Segmente wie bei Zeltstangen mit einem Seil miteinander verbunden und zerlegbar sind.

Wer mit Trekkingstöcken einen Bach überquert oder einen steilen Abhang mit schwerem Gepäck hinabsteigt, muss sich auf die Technik verlassen können. Versagt das Material im falschen Moment, kann ein Sturz nicht nur feucht, sondern auch tragisch enden. Der Sicherheit zuliebe hat sich die Outdoorindustrie im Jahr 2017 auf spezielle Mindeststandards für Trekkingstöcke geeinigt.

Wir haben elf Modelle eingekauft und die Festigkeit von Schaft, Schlaufe und Spitze gemäß der neuen DIN-Norm prüfen lassen. Auch umfangreiche Schadstofftests standen an.

Das Testergebnis

Meist hohe Qualität: Drei Trekkingstöcke können wir als "sehr gut" empfehlen, fünf Modelle sind "gut". Exemplare für rund 30 Euro hielten in den Tests mit den teuersten Produkten mit. Drei Gehhilfen überzeugten uns in puncto Sicherheit allerdings nicht. Sie fallen mit "mangelhaft" und "ungenügend" durch.

Abgesackt: Trekkingstöcke müssen beim Wandern einiges aushalten. Schaft und Schlaufe sind im Gelände mitunter starken Druck- und Zugkräften ausgesetzt. Vor allem der Verschlussmechanismus muss halten, wenn sich ein Wanderer mit einem Teil seines Körpers von oben auf dem Stock abstützt. Denn schieben sich die Teleskopsegmente dabei unerwartet zusammen, besteht i


Wir haben 11 Produkte für Sie getestet
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ÖKO-TEST April 2018 Seite 49

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vom 29.03.2018
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So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben 11 Trekkingstockpaare zum Wandern und für den Bergsport eingekauft und uns dabei auf ausziehbare Modelle aus Aluminium und Karbon mit Dreh- oder Klemmverschlüssen beschränkt. Das preiswerteste Paar kostet 15,95 Euro. Für die teuersten Stützen müssen Wanderer 139,95 Euro berappen.

Die Inhaltsstoffe
Ein Labor testete die Griffe auf problematische Weichmacher und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Spezialisten prüften Materialien mit Hautkontakt auf giftige zinnorganische Verbindungen, problematische Azo-Farbstoffe, allergisierende Dispersionsfarben und optische Aufheller. Ein weiteres Labor analysierte die Stöcke auf problematische Schwermetalle.

Der Praxistest
Ein auf technische Prüfungen spezialisiertes Labor testete die Sicherheit der Produkte. Maßgeblich waren dabei die Mindestanforderungen der DIN 79016 an Schaft, Schlaufe und Spitze. Die Experten untersuchten, ob und wann die Verschlusssysteme unter Druck nachgaben. Die Schlaufen mussten zeigen, welchen Kräften sie widerstehen. Auch auf dem Prüfzettel: Die Rutschfestigkeit der Stöcke auf Eis.

Die Weiteren Mängel
Hierzu zählen chlorierte Verbindungen, die die Umwelt belasten.

Die Bewertung
Sicherheit geht vor: Krachte ein Stock mit "mangelhaft" oder "ungenügend" durch den Praxistest, konnte das Gesamturteil nicht besser sein. Weiteren Notenabzug gab's etwa auch für PAK und giftiges Blei.

So haben wir getestet

Halte mich: Trekkingstockspitzen dürfen auch im Winkel von 40 Grad nicht vom Eis rutschen.