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10 Kugelgrills im Test

Her mit der Kohle

ÖKO-TEST Juli 2018 | Kategorie: Freizeit und Technik | 28.06.2018

10 Kugelgrills im Test

Für viele Grillfreunde ist Grillen mit Holzkohle immer noch das einzig Wahre: das Entfachen von Feuer, der rauchige Geschmack. Mit Kugelgrills lässt es sich relativ schadstoffarm brutzeln. Wir können sieben Geräte empfehlen.

Es qualmt und stinkt. Kaum brennen die Grillanzünder, steigen dicke Rauchschwaden auf. Schon grüßt der muffelige Nachbar vom Balkon: "Na, mal wieder Grillen?" Spätestens jetzt fragt sich der Mehrfamilienhausbewohner, ob es nicht doch endlich Zeit wird, auf ein mit Gas betriebenes Gerät umzusteigen. Doch ein Kohlefeuer im Freien hat etwas Urwüchsiges. Und erst das rauchige Aroma - einfach unschlagbar.

Laut einer Umfrage des Onlineportals Statista geben 95,8 Prozent der Deutschen an, im Sommer gerne zu grillen: Wegen des Geschmacks (74 Prozent), weil man es draußen machen kann (73 Prozent) und auch weil es sich um eine ursprüngliche Art der Zubereitung handelt (29 Prozent).

Zur Not können auch Gasgrills ein Feeling von Freiheit vermitteln. Doch das typische Grillaroma, der rauchige Geschmack, entsteht erst richtig über Holzkohle. Gesund ist das nicht unbedingt. Vor allem wenn man eine Sache nicht beachtet: "Wenn Fett aus Fleisch und Fisch oder Öl aus der Marinade in die Glut oder beim Elektrogrill auf die Heizschlange tropft, können polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen", warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung in einem Infopapier. Einige PAK, etwa Benzo(a)pyren, sind krebsauslösend. Über den Rauch gelangen die Stoffe ans Gargut.

Eine Belastung des Grillguts mit PAK und möglichen anderen Schadsubstanzen lässt sich vermeiden, wenn so wenig Fett und Öl wie möglich in die Glut tropfen. Eine Lösung: das indirekte Grillen mit einem Kugelgrill.

Hier brutzelt das Gargut bei mittlerer bis hoher Temperatur unter geschlossenem Deckel. Steaks oder Würstchen liegen versetzt über der Hitzequelle, das Fett tropft nicht in die Glut, sondern in eine Auffangschale darunter. Da das Öl nicht in die Glut tropft, entsteht auch weniger Rauch - der Nachbar dankt es.

Die Innenseite der Deckelwölbung in einem Kugelgrill reflektiert die aufsteigende Hitze, die im optimalen Fall - wie in einem Umluftherd - gleichmäßig das Gargut umströmt. Ein Wenden des Grillguts ist nicht nötig.

Allerdings: Anders als etwa bei einem Säulengrill lässt sich die Höhe des Grillrosts nicht verstellen. Wegen der Innenwölbung kann der Rost nur in der Mitte der Kugel liegen, auf der vorbestimmten Position mit dem größten Durchmesser. Für Anfänger, die zum ersten Mal einen solchen Brutzler anschmeißen, mag das alles etwas knifflig sein: Auffangschale, indirektes Grillen, Garen bei geschlossenem Deckel. Doch der Aufwand lohnt sich.

Wir haben zehn Kugelgrills eingekauft und sie in einem Labor von Experten auf ihre Praxistauglichkeit prüfen lassen.

Das Testergebnis

Runde Sache. Sieben von zehn Kugelgrills können wir empfehlen. Sie erhalten von uns das Gesamturteil "gut". Zwei sind "befriedigend", einer ist "ausreichend".

Schnell heiß. Die Experten im Praxislabor vergaben unter den Punkten Aufheizen durchgehend Noten von "sehr gut" bis "gut". Alle zehn Grills erreichen relativ schnell hohe Temperaturen. Die Experten haben für diesen Test zunächst durchg


Kugelgrill: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Weber Original Kettle Holzkohlegrill, black, 57 cm
  • Weber-Stephen

Rothmann Holzkohlegrill "57"
  • Hellweg

Mr. Gardener Kugelgrill Texas R, 54 cm
  • Hagebau

Rösle Kugelgrill No. 1 Sport F50
  • Rösle

Jamestown Kugelgrill Dexter XL
  • Obi

Kingstone Kugelgrill Bullet 57
  • Bahag

Bruzzzler Kugelgrill, Schwarz, 57 cm
  • Summary

Tenneker Kugelgrill TC Dark Moon, 57 cm
  • Hornbach

Trend Line Premium Kugelgrill
  • Globus

Toom Premium Kugelgrill für Holzkohle
  • Toom Baumarkt

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ÖKO-TEST Juli 2018 Seite 80
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ÖKO-TEST Juli 2018 Seite 86
ÖKO-TEST Juli 2018 Seite 87

8 Seiten
Seite 80 - 87 im ÖKO-TEST Juli 2018
vom 28.06.2018
Abrufpreis: 2,50 €

Testverfahren

So haben wir getestet

Der Einkauf

Es gibt viele Formen von Kohlegrills. Für unseren Test entschieden wir uns für Kugelgrills, die den Vorteil des indirekten Grillens bieten (siehe Grafik auf Seite 82). Typisches Merkmal: Bei geschlossenem Deckel hat das Oberteil die Form einer Kugel. Wir kauften online und in Baumärkten zehn Einsteigermodelle mit einem Durchmesser von etwa 50 bis 60 Zentimetern. Die Preise lagen zwischen 89 und 199,99 Euro.

Der Praxistest

Ein Labor prüfte die Geräte hinsichtlich Handhabung, Verarbeitung und Sicherheit. Alle Grills wurden mit zwei Schichten Briketts gefüllt, die zuvor mit einem Anzündkamin aufgeheizt worden waren. Die Experten testeten, wie schnell die Brutzler in den ersten 15 Minuten aufheizten, wie gleichmäßig sich die Temperaturen nach jeweils 5, 15, 30 und 60 Minuten auf dem Rost verteilten und wie gut sich die Temperatur über eine Stunde hinweg hielt. Sie prüften, ob man Briketts problemlos nachfüllen konnte und wie gut sich der Luftabzug und die Luftzufuhr regulieren ließen. Sie testeten die Standfestigkeit und wie sehr sich Bedienelemente und der Deckelgriff erhitzten. Sie kontrollierten auch, ob das Deckelthermometer die richtige Innentemperatur anzeigte. Zudem beurteilten sie, wie aufwendig die Montage war und klopften die Kennzeichnung und Warnhinweise daraufhin ab, ob sie den Anforderungen der Grill-Norm DIN EN 1860-1 entsprachen. Ein Korrosionstest zeigte, wie viel Rost die Produkte in welcher Zeit ansetzten.

Die Bewertung

Ein guter Grill muss funktionstüchtig sein. Voraussetzung dafür ist eine gute Handhabung und Verarbeitung. Sicherheitsaspekte wie die Standfestigkeit und Erwärmung von Bedienelementen fließen ebenfalls in die Bewertung ein.

Aktuelle Ausgabe
ÖKO-TEST November 2018: Schwerpunkt Mikroplastik
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Zugehörige Ausgabe:
ÖKO-TEST Juli 2018
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Erschienen am 28.06.2018

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