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14.04.2018 | Der Horror: Viele Hundert Kinder sind im Jahr 2017 beim Planschen verunglückt; 14 unter Zehnjährige sogar bei Badeunfällen gestorben. Der beste Schutz davor für Dein Kind: Schwimmen lernen. Damit das Spaß macht, gibt es Schwimmlernhilfen, die auch von den Experten des DLRG als geeigneter angesehen werden als Schwimmflügel. Wir haben solche Poolnudeln, Schwimmgürtel, Pull-Buoys und Schwimmbretter in die Labore geschickt. Das Ergebnis: Entweder verheerend oder sehr gut. Dazwischen gibt es nichts.

So haben wir getestet

Der Einkauf

Die meisten Experten sind sich einig: Schwimmflügel sind nicht geeignet, um korrekte Bewegungen für freies Schwimmen zu lernen. Sie sind zu passiv und sorgen nicht für eine schwimmtypische Körperlage im Wasser. Darum haben wir uns auf Hilfsmittel beschränkt, die als anerkannte Trainingsgeräte für junge Schwimmer gelten, aktive Eigenarbeit in der Benutzung voraussetzen oder den Körper so im Wasser stabilisieren, dass Kraul- und Brustschwimmbewegungen möglich sind. Also wanderten für Kinder geeignete Schwimmgürtel, Poolnudeln, Schwimmbretter und so genannte Pullbuoys in den Einkaufswagen. Die günstigste Schwimmlernhilfe kostet 2,49 Euro, das teuerste Trainingsgerät 24,99 Euro.

Die Inhaltsstoffe

Wo Kunststoffe geschäumt werden, kann Formamid entstehen. Im Plastik von Gebrauchsgütern entdecken wir außerdem regelmäßig Weichmacher. Auch PAK, halogenorganische Verbindungen und optische Aufheller sind Parameter, die ÖKO-TEST seit vielen Jahren in Gebrauchsgegenständen kritisiert und auf die wir im Labor regelmäßig testen lassen. Schließlich bleiben auch die Textilien und Kunststoffschnallen der Schwimmgürtel nicht außen vor. Auch sie haben Labore unter die Lupe genommen.

Die Weiteren Mängel

Optische Aufheller im Produkt sorgen bei uns für Kopfschütteln. Gänzlich unbegreiflich ist uns deren Verwendung in Etiketten, die ohnehin mit der Verpackung weggeworfen werden. Chlorierte Verbindungen sind in Verpackungen ebenfalls unnötig.

Die Bewertung

Beaufsichtigst Du Dein Kind im Wasser und zeigst die richtigen Schwimmbewegungene, sind alle von uns getesteten Produkte als Schwimmlernhilfen sicher. Wir aber wollen mehr als nur äußere Sicherheit. Darum sind für unser Testergebnis die Inhaltsstoffe ausschlaggebend. Naphthalin etwa ist einer von 16 als krebserregend oder krebsverdächtig eingestuften polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen. Formamid gilt als fruchtschädigend. So genannte optische Aufheller, die Teile des Schaumgummis oder die Etiketten strahlend weiß leuchten lassen, können in Kombination mit Sonnenlicht allergische Reaktionen hervorrufen. Kinderhaut sollte mit all diesen Stoffen möglichst gar nicht in Berührung kommen. Daher werten wir sie streng ab - mitunter deutlich strenger als der Gesetzgeber.

Die Testergebnisse Schwimmlernhilfen gibt's in unserer App