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12 Häcksler im Test

ÖKO-TEST Oktober 2017
vom 28.09.2017

12 Häcksler im Test

Häcksenwerk

Keine Zauberei, sondern solide Technik: Die meisten Häcksler im Test leisten brauchbare Arbeit, sofern das Schnittgut nicht zu weich ist. Deutliche Unterschiede offenbaren sich allerdings in puncto Materialeinzug, Standfestigkeit und Lärm.

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28.09.2017 | Wenn endlich Bäume beschnitten, Stauden gestutzt und Hecken getrimmt sind, stellt sich fleißigen Gärtnern die Frage: Wohin mit den botanischen Überresten? Eine Option: Ab damit in den Häcksler. Schließlich sind Reisighaufen zwar aus ökologischer Sicht wünschenswert, aber nicht in allen Gärten möglich. Und für die Grüngut-Annahmestelle ist die nährstoffreiche Bio-Masse eigentlich zu schade. Für den Häcksler spricht: Er schafft Platz und zerkleinert Schnittgut so, dass man es wahlweise als Kompost, Mulch oder Belag für Wege verwenden kann. Allerdings sind Häcksler nicht ganz billig und Hobbygärtner nutzen sie selten häufiger als ein bis zwei Mal im Jahr.

Die Auswahl ist groß, sie reicht von Einsteigermodellen ab etwa 100 Euro bis hin zu Profigeräten für mehrere Tausend Euro. Die günstigste Preisklasse bilden Elektrohäcksler mit 230-Volt-Anschluss, für deren Betrieb ein Verlängerungskabel genügt. Hier unterscheidet man grundsätzlich zwischen Messer- und Walzenhäckslern.

Hat ein Garten keinen Stromanschluss, helfen Modelle mit Verbrennungsmotoren. Verfügt er gar über Starkstrom, hält der Markt auch sehr leistungsfähige Alternativen bereit.

ÖKO-TEST wollte wissen, welche Qualität Einsteigermodelle für den Hobbygebrauch bieten. Wir haben dazu zwölf Elektrohäcksler mit 230-Volt-Anschluss in einem Praxislabor verschiedenes Schnittgut verarbeiten lassen. Und natürlich haben die Experten auch auf Ausstattung, Handhabung und Sicherheit geachtet.

Das Testergebnis

Breites Mittelfeld: Neun von zwölf Geräten schneiden mit "befriedigend" ab. Allerdings verpassen sechs die "gute" Note nur knapp. Zwei Ausreißer nach unten schaffen nur ein "ausreichend". Nur einen Häcksler können wir mit "gut" empfehlen.

Bester Zerkleinerer: Nur der Bosch AXT 25 TC erhält von uns die Note "gut". Das Gerät mit dem besonderen Walzensystem überzeugte die Prüfer beim Zerkleinern von Baum- und Strauchschnitt als einziges auf ganzer Linie. Als es an den Hecken- und Staudenschnitt ging, offenbarte auch der AXT 25 TC Schwächen - wie alle Geräte im Test.

Mit Baum- und Strauchschnitt kommen die Walzenhäcksler am besten klar. Während man bei Messerhäckslern nachschieben muss, damit das Material zu den Messern gelangt, ziehen Walzenhäcksler Äste selbst ein. Das ist praktisch, Hobbygärtner können derweil schon nach dem nächsten Ast greifen. Holziges Material blockiert eher bei Messer- als bei Walzenhäckslern. Wenn das passiert, können Walzenhäcksler per Knopfdruck die Drehrichtung der Walze umkehren, häufig ist der Ast dann schon wieder frei. Bei Messerhäckslern ist es oft umständlicher, eine Blockierung zu lösen.

Laub offenbart Schwächen. Insbesondere Walzenhäcksler haben Probleme mit frischem laubreichem Material wie Hecken- und Staudenschnitt. Sie ziehen es schlecht ein und verstopfen leicht. Die Messerhäcksler schneiden in der Laubprüfung tendenziell besser ab, über ein "befriedigend" kommt aber keiner hinaus. Wer laubhaltiges, eher weiches Material verarbeitet, sollte de


Wir haben 12 Produkte für Sie getestet
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ÖKO-TEST Oktober 2017 Seite 145

10 Seiten
Seite 136 - 145 im ÖKO-TEST Oktober 2017
vom 28.09.2017
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So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben in Baumärkten, im Fachhandel und online zwölf Elektrohäcksler mit 230-Volt-Anschluss eingekauft: sechs Walzenhäcksler, fünf Messerhäcksler und ein Modell mit besonderem Walzensystem. Das teuerste Gerät kostet laut Hersteller-Homepage 549,99 Euro, wir haben dafür 383,90 Euro bezahlt. Das günstigste kostet knapp 100 Euro. Im Test sind drei Geräte von Bosch, weil alle drei in ihrer Klasse zu den beliebtesten zählen.

Die Praxisprüfung
In einem unabhängigen Prüfinstitut mussten die Häcksler sowohl relativ harten Strauch- und Baumschnitt als auch weicheren Hecken- und Staudenschnitt bewältigen. Die Experten prüften, ob es Probleme beim Einzug und Durchzug gab oder ob die Geräte häufig verstopften. Sie bewerteten unter anderem die Ausstattung der Häcksler, checkten verschiedene Sicherheitsaspekte und maßen die Lautstärke.

Die Weiteren Mängel
Ein Schadstofflabor prüfte Kunststoffteile, ob sich darin chlorierte Verbindungen befinden. Sie belasten die Umwelt bei ihrer Herstellung und Entsorgung.

Die Bewertung
Die Geräte müssen vor allem gut arbeiten, deshalb ist für das Gesamturteil die Praxisprüfung ausschlaggebend. Diese besteht zu 60 Prozent aus dem Teilergebnis Häckseln, 40 Prozent entfallen auf Ausstattung, Handhabung und Sicherheit. Das Häckseln von eher holzigem Baum- und Strauchschnitt gewichten wir deutlich stärker als das von Hecken- und Staudenschnitt mit hohem Laubanteil. Denn schlechte Ergebnisse mit laubreichem Material können Nutzer relativ einfach selbst verbessern, indem sie im Wechsel holziges Häckselgut verarbeiten.

So haben wir getestet

Für die Lautstärkemessung häckselte ein Prüfer Kiefernholz. Ein Mikrofon misst den Schalldruckpegel an seinem Ohr.

Video zum Thema

Video

ÖKO-TEST-Magazin 10/2017:

Häcksler

Häcksenwerk.

Wenn im Herbst endlich Bäume beschnitten, Stauden gestutzt und Hecken getrimmt sind, stellt sich fleißigen Gärtnern die Frage: Wohin mit den botanischen Überresten. Eine Option ist, das Schnittgut im Häcksler zu zerkleinern und wahlweise als Kompost, Mulch oder Belag für Wege zu verwenden. ÖKO-TEST hat zwölf Häcksler in der Einsteigerklasse genau unter die Lupe nehmen lassen. In einem zertifizierten Praxislabor mussten die Häcksler nicht nur zeigen, wie sie verschiedenes Schnittgut verarbeiten. Die Experten haben zudem auch auf die Ausstattung, Handhabung und Sicherheit geachtet.