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29.04.2011 | ÖKO-TEST-Magazin 12/2010: "Wehe, wenn Bankkunden ihr Girokonto in ein P-Konto umwandeln", warnte ÖKO-TEST nach seiner Untersuchung von pfändungsgeschützten Konten. Wie wir feststellen, ist es dann nicht nur mit der kostengünstigen Kontoführung schnell vorbei. In fast der Hälfte aller untersuchten 159 Fälle wurde das Konto deutlich teurer, und zwar um bis zu 20 Euro pro Monat. Außerdem stellten wir fest, dass die Kunden von P-Konten oft drastische Leistungseinschränkungen hinnehmen müssen, wie Verzicht auf Onlinebanking oder Daueraufträge. Bisweilen kommen sie nicht einmal mehr an Bargeld. Der Verbraucherzentrale Bundesverband vzbv nahm dies zum Anlass, mittlerweile 33 Banken und Sparkassen wegen zusätzlicher Gebühren und Leistungseinschränkungen zum P-Konto abzumahnen. 14 der abgemahnten Geldinstitute haben inzwischen Unterlassungserklärungen abgegeben. Darunter auch die von ÖKO-TEST heftig kritisierten Institute ING-Diba, Kölner Bank, Netbank, PSD Bank München und die Sparkasse Fürth. In welchen anderen Fällen der vzbv Klage erhebt, wird noch geprüft. Das Problem: Auch wenn die Verbraucherschützer damit erfolgreich sein sollten, besteht für andere Institute keine Pflicht, ihre Gebührenpraxis zu ändern. Die vzbv-Forderung nach einer gesetzlichen Klarstellung wird daher auch von ÖKO-TEST nachdrücklich unterstützt.
ÖKO-TEST Mai 2011

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