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14 Babyfone im Test

ÖKO-TEST Juli 2017
vom 29.06.2017

14 Babyfone im Test

Strahlemann und Söhne

Babyfone produzieren zu viel Elektrosmog. Das war schon in früheren ÖKO-TESTs ein Ärgernis, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Im aktuellen Test schneiden deswegen zehn von 14 Geräten mit "mangelhaft" oder "ungenügend" ab. Nur eines ist empfehlenswert.

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29.06.2017 | Ein Babyfon? "Das haben wir schon gekauft", sagt Katharina Probst. Die 29-Jährige erwartet ihr erstes Kind, sie informiert sich auf der Messe "Babywelt" in Frankfurt am Main gemeinsam mit ihrem Mann Stefan über weitere Babyprodukte. Es ist nicht der schlechteste Ort, um sich einen Überblick über das immense Angebot an Ausstattungsprodukten zu verschaffen: Was ist überflüssig? Was ist zwar nicht notwendig, könnte den Alltag aber ungemein erleichtern? Und auf was wollen wir keinesfalls verzichten? Das Babyfon gehört für Probsts zur dritten Kategorie, wie für so viele werdende oder frischgebackene Eltern.

Die Sicherheit ihres Babys hat für Eltern natürlich oberste Priorität, auch für Katharina Probst. "Da soll nichts passieren", sagt sie. Deshalb waren ihr beim Kauf des Babyfons eine ausreichende Reichweite und eine möglichst gute Übertragungsqualität wichtig. Der elterliche Wunsch nach Sicherheit eröffnet Herstellern unzählige Möglichkeiten für Geschäfte, das zeigt auch die "Babywelt": Neben aktuellen Babyfonen und Kindersitzen fürs Auto wird dort beispielsweise auch der "erste Babyschlafsack mit intelligenter Temperaturregulierung" beworben - er soll den Risiken des plötzlichen Kindstods vorbeugen. Genau wie ein mobiler Babyatmungsmonitor, der an der Windel befestigt wird und Alarm schlagen soll, sobald das Baby aufhört zu atmen.

Wo hört die nötige Fürsorge auf, wo beginnt der Kontrollwahn? Die Antwort darauf kann den Eltern niemand abnehmen. Fest steht: Wer auf technische Überwachungsgeräte setzt, will Risiken minimieren - und sich nicht neue ins Haus holen. Leider ist Letzteres bei Babyfonen aber allzu oft der Fall. Eltern kaufen sie in guter Absicht, um Schaden von ihren Kindern fernzuhalten. Doch viele Babyfone setzen Kinder unnötig starkem Elektrosmog aus, sie senden häufig mit gepulster Funktechnologie, wie sie auch in Handys oder Schnurlostelefonen (DECT) verwendet wird. Solche Funkwellen können Studien zufolge die Hirnströme verändern. Und Handystrahlung haben Experten der WHO bereits 2011 als "möglicherweise krebserregend" eingestuft.

Ein Baby befindet sich noch in der Entwicklung und kann gegenüber elektromagnetischer Strahlung besonders empfindlich sein. Deshalb sollte es so wenig Elektrosmog wie möglich ausgesetzt sein. Dessen ist sich auch Katharina Probst bewusst, sie will Handys vom Schlafplatz ihres Babys verbannen und das Babyfon in mindestens einem Meter Abstand zum Kind aufstellen. Auch das Bundesamt für Strahlenschutz rät Eltern zu Geräten mit möglichst niedriger Feldintensität und zu einem möglichst großen Abstand zwischen Gerät und Kind. Und die Vergaberichtlinien für Babyüberwachungsgeräte des Umweltzeichens "Blauer Engel" fordern, es sollten aus Vorsorgegründen "alle technischen Möglichkeiten genutzt werden", um die Exposition von Babys und Kleinkindern gegenüber elektromagnetischen Feldern so gering wie möglich zu halten.

Die Realität sieht so aus: Hersteller nutzen ihre technischen Möglichkeiten gern für zweitrangig


Wir haben 14 Produkte für Sie getestet
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14 Babyfone im Test
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10 Seiten
Seite 46 - 55 im ÖKO-TEST Juli 2017
vom 29.06.2017
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So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben 14 Babyfone eingekauft, davon fünf mit Videofunktion. Für das günstigste Produkt haben wir etwas mehr als 30 Euro bezahlt, für das teuerste 165 Euro. Auch das einzige "sehr gute" Produkt aus dem vergangenen Test 2014 haben wir nochmals getestet. Von dem einzigen "guten" Produkt des vergangenen Tests werden inzwischen nur noch Restbestände abverkauft, wir haben es nicht erneut geprüft. Auch Babyfon-Apps haben wir nicht getestet, sie gelten als unzuverlässig.

Die Strahlungsmessung
Wie stark ist der Elektrosmog, dem Babys ausgesetzt sind? Ist die Strahlung gepulst? Funkt die Reichweitenkontrolle im Sekundentakt - oder kann man sie ausstellen, wenn sie nicht gebraucht wird? Und erzeugen die Netzteile problematische elektrische Wechselfelder? Diese Fragen haben wir von einem darauf spezialisierten Labor beantworten lassen.

Das Gerät
Akustik: In welcher Qualität das Babyfon überträgt und ob es bereits auf leises Weinen reagiert, das analysierte ein Testlabor mit einem speziellen Lautsprecher, dem sogenannten "künstlichen Mund".
Technik/Sicherheit: Im Praxistest zeigte sich, durch wie viele Wände die Babyfone übertragen und über welche Reichweite sie draußen im Freien verfügen. Das Prüfinstitut testete daneben unter anderem die Betriebszeit des Empfängers im Akku- bzw. Batteriebetrieb und ob Mobiltelefone, DECT-Telefone oder Mikrowellen den Empfang stören können.
Ausstattung: Laborexperten warfen einen kritischen Blick auf die Bedienungsanleitung und bewerteten, wie gut sich das Gerät bedienen lässt. Außerdem prüften sie unter anderem, ob der Sender mit Akkus oder Batterien betrieben werden kann, was Elektrosmog reduziert.

Die Weiteren Mängel
Prüfungen auf chlorierte Verbindungen, die in der Entsorgung schädlich sind, gehören zum ÖKO-TEST-Standard. Außerdem wollten wir wissen, ob sich auf den Platinen der Produkte Hinweise auf bromierte Flammschutzmittel finden.

Die Bewertung
Am wichtigsten ist, wie sehr die Geräte die Kinder mit Elektrosmog belasten. Deshalb macht dieser Aspekt 60 Prozent der Gesamtnote aus und das Endergebnis kann auch nicht besser sein als das Testergebnis Strahlungsmessung. Das restliche Praxisprüfprogramm fließt mit 30 Prozent in die Gesamtnote ein. Weitere Mängel wie Schadstoffbelastungen machen zehn Prozent aus.

So haben wir getestet

Ein spezialisiertes Labor analysierte die Elektrosmogbelastung durch die Geräte in realistischer Kinderzimmerumgebung.