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Ratgeber: Rollladenkästen sanieren

Kleine Ursache, große Wirkung

Ratgeber Bauen 2015 | Kategorie: Bauen und Wohnen | 08.05.2015

Ratgeber: Rollladenkästen sanieren

Beim Thema Wärmedämmung werden sie oft vergessen: die Öffnun­gen für Rollläden und Jalousien. Dabei ist ein genauer Blick in das Loch in der Wand wichtig, da er Energie und Geld spart.

Zugegeben, besonders spannend ist das Thema Rollladen­kasten nun wirklich nicht. Aber in vielen Häusern sind die nur notdürftig verkleideten Löcher in der Wand verantwortlich für den Verlust teurer Heizenergie und für unangenehme Zugluft. "Riesig ist der Anteil am gesamten Heiz­energieverbrauch zwar nicht, aber ein paar Prozent kann man schon sparen, wenn man den Rollladenkasten dämmt", sagt der Architekt und Energieberater Leo Schwering aus Iserlohn. Dazu kommt der Komfort­gewinn, wenn es am Fenster nicht mehr zieht wie in einer Baracke. Denn ­viele alte Kästen bestehen lediglich aus dünnen Holzverkleidungen, nicht selten pfeift der Wind durch die Ritzen zwischen Verkleidung und Revisionsdeckel. Dieser dient dazu, den Rollladen im Fall eines Defekts reparieren zu ­können.

Wie das Kälteloch zu stopfen ist, hängt von der Bauart des Hauses, dem Umfang der Sanierung und dem Typ des Roll­ladenkastens ab. "Patent­rezepte gibt es keine. Man muss den Kasten schon aufmachen und nachschauen, welchen Typ man vor sich hat", stellt Schwering klar. Die Spanne reicht von der nachträg­lichen Dämmung des Kastens bis zum Komplettaustausch des Fensters samt Rollladen. Wird dann noch die Außenwand gedämmt, ergeben sich zusätzlich technische und gestal­terische Möglichkeiten - etwa den alten Kasten abzureißen und einen neuen Rollladen vor der Wand in der Dämmung unterzubringen. Dort, wo der alte Kasten war, kann man entweder Dämmstoff reinpacken oder den dann zusätzlich verfügbaren Platz für größere Fenster nutzen.

Wunder sollte man keine erwarten, dafür ist der für die Zusatzdämmung verfügbare Raum zu begrenzt. "Aber wo nichts ist, kann wenig viel sein", ­zitiert Energieexperte Schwering einen alten Energieberaterspruch. Will heißen, schon mit zwei Zentimeter Dämmstoff kann man einiges erreichen - nicht zuletzt in Sachen Schimmelschutz. Denn die warme und damit feuchte Luft, die an den kalten Stellen kondensiert, ist häufig Grundlage für das Wachstum der unerwünschten Pilze. Deshalb sollte eine nachträgliche Dämmung, wie von den Herstellern empfohlen, auch unbedingt luftdicht eingebaut werden. Dazu werden nachträgliche Dämm­elemente mit Klebeband oder Dämmschaum unter­einander und zu Wand und Roll­ladenkasten hin verklebt.

Umgekehrt muss man seine Lüftungsgewohnheiten ändern, wenn dichtere Fenster und eben auch Rollladenkästen installiert werden. Nicht zuletzt wäre es grob fahrlässig, neue Fenster einbauen zu lassen und nichts an den Rollladenkästen zu machen. Die werden dann zur "exzellenten" Wärmebrücke mit entsprechenden bauphysikalischen Problemen wie Feuchtigkeit und Schimmel.

Mit der Planung ergeben sich aber auch Sachzwänge: "Man sollte zumindest darüber nach­denken, den Sichtschutz auf Elektro­antrieb umzustellen", erläutert Fachmann Schwering. Dazu muss man zwar eine 230-Volt-Leitung in jeden Kasten legen und die Motoren samt Zubehör sowie einen Wand- oder Funkschalter anschaffen und installieren lassen. Bei einer gl

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Erschienen am 08.05.2015

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