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Kinderrucksack-Test: Die besten Rucksäcke für Kinder im Vergleich

ÖKO-TEST Jahrbuch für 2020 | Autor: Jörg Döbereiner | Kategorie: Kinder und Familie | 17.10.2019

Kinderrucksack-Test: Die besten Rucksäcke für Kinder im Vergleich
(Foto: ÖKO-TEST)

Wir haben 15 Rucksäcke für Kinder im Kindergartenalter getestet. Die billigen mit Zeichentrick-Motiven schneiden richtig schlecht ab. Mängel zeigen sich vor allem im Tagekomfort. Wir empfehlen, zu etwas teureren Marken zu greifen.

Aktualisiert am 17.10.2019; Einkauf Testprodukte Feb 2019 | Kindergartenrucksäcke richten sich an Kinder im Kita- und Vorschulalter. Wir haben 15 solcher Rucksäcke getestet. Im Fokus: Tragekomfort, Handhabung, Materialeigenschaften und mögliche Schadstoffbelastungen.

Kinderrucksack-Test mit Deuter, Scout & Co.

Wir wollten wissen, ob die Kinderrucksäcke beim Tragen scheuern, wie gut sich die Verschlüsse bedienen lassen und für welches Alter sie sich gut eignen. Auch die Belastbarkeit der Schnallen und die Regendichte standen auf dem Prüfzettel. Zudem haben wir die Rucksäcke auf Schadstoffe prüfen lassen.

Das Ergebnis wird manche Zeichentrick-Fans enttäuschen: So viele Kinder lieben Paw Patrol und Drachen zähmen leicht gemacht, die Abenteuer der hilfsbereiten Hundehelden und des Drachen Ohnezahn. Doch just die zwei Rucksäcke mit diesen Motiven gehören in unserem Test zu den schlechtesten. Auch der Pokémon Pikachu Kinderrucksack ist kein Superheld. Die Kinderrucksäcke mit den Merchandising-Motiven kosten unter 20 Euro – und sind echt billig gemacht.

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Billige Kinderrucksäcke im Test schlechter als teure

Zwischen ihnen und den zwei „sehr guten“ Produkten liegen Welten: Diese kosten zwar deutlich mehr. Sie überzeugen aber dafür in unserem großen Praxistest. Sieben weitere Rucksäcke können wir mit der Note „gut“ empfehlen. Was macht sie so viel besser als die Schlusslichter?

Ein guter Kinderrucksack schützt Ihr Kind mit Polstern vor Druckstellen und lässt sich dem Körper Ihres Kindes anpassen. Doch die drei Billigmodelle mit den netten Motiven haben kein Rückenpolster. Außerdem verteilt sich der Druck nicht gut auf dem Rücken des Kindes. Ein weiterer Kritikpunkt: Die Tragegurte dieser drei Modelle verlaufen im Hals- und Nackenbereich zu eng. Andere Anbieter lösen das viel besser.

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Abstriche bei Komfort, Handhabung und Material

Der Brustgurt ist wichtig. Er verbindet die Tragegurte und verhindert, dass sie von den Schultern rutschen. Wir ziehen jeweils einen Punkt ab, wenn Brustgurte nicht in Höhe oder Länge verstellbar sind oder wenn sie leicht verrutschen. Sechs Produkte kassieren sogar jeweils drei Minuspunkte, weil sie gar keinen Brustgurt haben.

Sieben Kinderrucksäcke halten im simulierten Regen ganz gut dicht, bei den anderen acht werden Proviant, Wechselkleidung und was die Kleinen noch so in ihrem Rucksack tragen womöglich nass. Besonders leicht dringt das Wasser in den Pokémon Pikachu Kinderrucksack ein und in den Skip Hop Zoo Pack Fledermaus Bailey.

Beim Belastungstest im Labor brachen einige Brustgurtschnallen, eine Naht riss. Auch das gibt Punktabzug. Dass sich die Materialien mancher Kinderrucksäcke im Scheuertest vergleichsweise schnell abnutzen oder Farbe verlieren, haben wir nicht so streng bewertet. Schließlich sind die Rucksäcke weiterhin gut benutzbar.

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Kindergartenrucksäcke im Test meist sauber

Unsere Schadstoffprüfungen bestehen viele Rucksäcke mit „guten“ oder sogar „sehr guten“ Ergebnissen. Auffallend schlecht sind wieder die Fellfreunde: Im Paw Patrol Kinderrucksack steckt ein Stoff, der im Verdacht steht, die Fruchtbarkeit zu beeinträchtigen und Ungeborene zu schädigen. Der Weichmacher DEHP ist als „besonders besorgniserregende Substanz“ eingestuft. In Kinderspielzeug und in Babyprodukten ist dieses Phthalat deshalb verboten. So ein Stoff hat auch in Kinderrucksäcken nichts verloren.

Die Testsieger, die Testtabelle sowie das gesamte Ergebnis im Detail lesen Sie im ePaper.

Diesen Test haben wir zuletzt im Ratgeber Kinder und Familie 2019 veröffentlicht. Aktualisierung der Testergebnisse/Angaben für das Jahrbuch 2020, sofern die Anbieter Produktänderungen mitgeteilt haben oder sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder wir neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt haben.

Weiterlesen auf oekotest.de: 


Testverfahren

Wir haben 15 Rucksäcke zwischen 11,99 und 80 Euro eingekauft, die sich an Kinder im Kita- und Vorschulalter wenden. Ein Praxislabor hat unter anderem geprüft, ob die Rucksäcke beim Tragen scheuern, wie gut sich die Verschlüsse bedienen lassen und für welches Alter sie sich gut eignen. Die Schnallen mussten außerdem einer Belastungsprüfung standhalten und das Labor simulierte einen Regenschauer, um zu prüfen, ob die Innenfächer nass werden. Vier weitere Labore checkten die Rucksäcke auf problematische Schadstoffe. Auf dem Prüfplan unter anderem: hormonell wirksame Weichmacher, krebserregende Farbbestandteile und umweltschädliche chlorierte Verbindungen.

Die Rucksäcke müssen gut zu tragen und zu handhaben sein, deshalb beruht das Gesamturteil zu 60 Prozent auf dem Testergebnis Praxisprüfung. Die Schadstoffprüfung fließt zu 40 Prozent in das Gesamturteil ein. Weitere Mängel können das Testergebnis Inhaltsstoffe verschlechtern.

Bewertungslegende 

Bewertung Testergebnis Praxisprüfung: Das Testergebnis Praxisprüfung setzt sich zu 50 Prozent aus dem Teilergebnis Tragekomfort, zu 30 Prozent aus dem Teilergebnis Materialtests und zu 20 Prozent aus dem Teilergebnis Handhabung zusammen. Es kann nicht besser sein als „ausreichend“ (4,0), wenn das Teilergebnis Tragekomfort „mangelhaft“ ist und nicht besser als „mangelhaft“ (5,0), wenn das Teilergebnis Tragekomfort „ungenügend“ ist.

Bewertung für die unter Teilergebnissen genannten Mängel: Für die unter den Teilergebnissen genannten Mängel vergeben wir Minuspunkte. Die Summe der Minuspunkte jedes Teilbereichs wandeln wir in eine Schulnote für diesen Teilbereich um: 0 Minuspunkte (MP) = „sehr gut“; 1–2 MP = „gut“; 3–4 MP = „befriedigend“; 5–6 MP = „ausreichend“; 7–8 MP = „mangelhaft“; 9 MP oder mehr = „ungenügend“. Die Abstufungen der Mängel (z.B. „stärkere“ und „leichte“ Einschränkungen im Tragekomfort) orientieren sich an den jeweiligen Expertenurteilen des Prüfinstituts. Diese erfolgten auf einer Skala von 5 Punkten = bestes Ergebnis bis 1 Punkt = schlechtestes Ergebnis.

Bewertung Teilergebnis Tragekomfort: Unter dem Teilergebnis Tragekomfort führt zur Abwertung um drei Minuspunkte: kein Brustgurt. Zur Abwertung um jeweils zwei Minuspunkte führen: a) Bodenplatte scheuert im Hüftbereich; b) Rückenfläche nicht gepolstert; c) Tragegurte nicht gepolstert (betrifft im Expertenurteil mit 1,0 Punkten bewertetes Modell); d) Tragegurte eng an Hals und Nacken (betrifft im Expertenurteil mit weniger als 2,5 Punkten bewertete Modelle); e) Gurtpolsterung bzw. -material mit stärkeren Mängeln (betrifft im Expertenurteil mit weniger als 2,5 bis 1,5 Punkten bewertete Modelle). Zur Abwertung um jeweils einen Minuspunkt führen: a) Brustgurt nicht höhenverstellbar; b) Brustgurt nicht längenverstellbar, nur Gummizug; c) Brustgurt verrutscht nach oben bzw. unten; d) Ansatzpunkt des Tragegriffs erhebt sich innerhalb des Kontaktbereichs und scheuert (in Tabelle: „Tragegriff scheuert am Rücken“); e) unterer Ansatzpunkt des Tragegurts erhebt sich innerhalb des Kontaktbereichs und scheuert (in Tabelle: „unterer Ansatz des Tragegurts scheuert am Rücken“); f) Tragegurte etwas eng an Hals und Nacken (betrifft im Expertenurteil mit weniger als 3,5 bis 2,5 Punkten bewertete Modelle); g) Gurtpolsterung bzw. -material mit leichten Mängeln (betrifft im Expertenurteil mit weniger als 3,5 bis 2,5 Punkten bewertete Modelle); h) geringe Druckverteilung (betrifft im Expertenurteil mit weniger als 3 bis 2 Punkten bewertete Modelle).

Bewertung Teilergebnis Handhabung: Unter dem Teilergebnis Handhabung führen zur Abwertung um jeweils zwei Minuspunkte: a) Brustgurt geht schwierig auf/zu (betrifft im Expertenurteil mit weniger als 2,5 Punkten bewertete Modelle); b) Längenanpassung Brustgurt schwierig (betrifft im Expertenurteil mit weniger als 2,5 Punkten bewertete Modelle); c) Längenanpassung Tragegurte schwierig (betrifft im Expertenurteil mit weniger als 2,5 Punkten bewertete Modelle). Zur Abwertung um jeweils einen Minuspunkt führen: a) Längenanpassung Brustgurt etwas schwierig (betrifft im Expertenurteil mit weniger als 3,5 bis 2,5 Punkten bewertete Modelle); b) Längenanpassung Tragegurte etwas schwierig (betrifft im Expertenurteil mit weniger als 3,5 bis 2,5 Punkten bewertete Modelle); c) Brustgurt geht etwas schwierig auf/zu (betrifft im Expertenurteil mit weniger als 3,5 bis 2,5 Punkten bewertete Modelle); d) Deckelverschluss geht etwas schwierig auf/zu (betrifft im Expertenurteil mit weniger als 3,5 bis 2,5 Punkten bewertete Modelle); e) Höhenverstellung Brustgurt etwas schwierig (betrifft im Expertenurteil mit weniger als 3,5 bis 2,5 Punkten bewertete Modelle).

Bewertung Teilergebnis Materialtests: Unter dem Teilergebnis Materialtests führen zur Abwertung um jeweils zwei Minuspunkte: a) Naht am Brustgurt reißt unter Belastung ein; b) Leiterschnalle des Brustgurts bricht unter Belastung; c) Verschluss der Deckelschnalle und/oder des Brustgurts bricht unter Belastung; d) Wassereintritt von mehr als 50 bis 100 Gramm im Beregnungstest (in Tabelle: „hoch“). Zur Abwertung um jeweils einen Minuspunkt führen: a) im Scheuertest sichtbare Farbveränderungen (betrifft im Expertenurteil mit weniger als 3,5 bis 2,5 Punkten bewertete Modelle); b) Oberfläche nutzt sich im Scheuertest ab (betrifft im Expertenurteil mit weniger als 3,5 bis 2,5 Punkten bewertete Modelle); c) Wassereintritt von mehr als 20 bis 50 Gramm im Beregnungstest (in Tabelle: „mittel“).

Bewertung Testergebnis Inhaltsstoffe: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um fünf Noten: mehr als 1.000 mg/kg eines oder mehrerer der folgenden gesetzlich reglementierten Phthalate: DEHP, DINP. Zur Abwertung um zwei Noten führt: mehr als 100 bis 1.000 µg/kg Dibutylzinn. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) mehr als 10 bis 1.000 mg/kg einer phosphororganischen Verbindung (hier: Triphenylphosphat, TNPP); b) mehr als 1.000 mg/kg Ersatzweichmacher (hier: DINCH, TXIB, DEHT, DEHA), falls nicht bereits wegen Phthalaten abgewertet wurde.

Bewertung Testergebnis Weitere Mängel: Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) optische Aufheller; b) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen im Produkt.

Das Gesamturteil beruht zu 60 Prozent auf dem Testergebnis Praxisprüfung und zu 40 Prozent auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Es wird kaufmännisch gerundet. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ ist, verschlechtert das Testergebnis Inhaltsstoffe um eine Schulnote. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „gut“ ist, führt zu keiner Verschlechterung des Testergebnisses Inhaltsstoffe.

Testmethoden 

Inhaltsstoffe: Prüfung je nach Beschaffenheit und Zusammensetzung des Produkts. Optische Aufheller: Qualitativer Nachweis (UV-Licht). Untersucht wurden auffällige helle Materialien.

MAK-Amine: Prüfung auf Amine aus Azofarbstoffen nach reduktiver Spaltung entsprechend DIN EN 14362-1: 2017-05. Bei Feststellung aromatischer Amine bei der GC/MS-Analyse wird das Analysenergebnis (entsprechend der Norm) durch ein zweites Verfahren (HPLC/DAD oder TLC) abgesichert. Zusätzliche Prüfung auf Anilin und Xylidine. Bei Hinweisen auf 4-Aminoazobenzol zusätzliche Prüfung entsprechend DIN EN 14362-3: 2017-05. Untersucht wurde eine Misch­probe, abhängig von der Zusammensetzung des Produkts. Phosphororganische Verbindungen, Phthalate, Ersatzweichmacher, sonstige Verbindungen: GC/MS nach Extraktion und Derivatisierung. Untersucht wurde jeweils ein Tragegurt und, falls vorhanden, Griffmaterial aus Weichkunststoff. Zinnorganische Verbindungen: NaDDTC, EtOH, Hexan, NaBEt4, GC-ICP-MS. Untersucht wurde eine qualifizierte Mischprobe aus Rücken und Boden. PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen: Röntgenfluoreszenzanalyse. Untersucht wurden (wo vorhanden) Schnallen und ggf. auffälliges beschichtetes Obermaterial.

Praxisprüfung: Außenabmessungen: In mit Polypropylen-Granulat vollständig gefülltem Zustand (vgl. Volumenbestimmung). Bei den Abmessungen der Höhe blieben Applikationen unberücksichtigt. Gewicht: Plattformwaage, Messgenauigkeit d = 0,01 g, abgerundet auf 1 g. Volumenbestimmung: in Anlehnung an die Norm Schulranzen DIN 58124 (Stand 09/2010) mit Polypropylen-Granulat: zunächst Hauptfach, dann sich vollständig schließende Außentaschen. Öffnen und Schließen/Handhabung von Gurten: Berücksichtigung von Größe und Form der Stellteile, aufzubringender Kraft, Betätigungsrichtung und Intuitivität des Betätigungsvorganges. Beurteilung der Längenanpassung von Riemen wie Trageriemen und Hüftgurten ebenfalls anhand dieser Kriterien. Voraussetzung für Bewertung der Handhabung der Höhenverstellung von Brustgurten: Verstellbereich über 50 mm und Möglichkeit der Arretierung in einer bestimmten Position. Zugänglichkeit der Taschen/Aufteilung der Fächer: Folgende Lebensmittelaufbewahrungsbehältnisse für den Tag im Kindergarten wurden im jeweiligen Prüfmuster verstaut: Trinkflasche NUK Junior Cup 300 ml, Brotdose (Maße 175 x 130 x 60 mm), kleine Dose („Katzenbox“: Maße 90 x 90 x 40 mm). Bewertung, inwiefern diese Gegenstände im Rucksack Platz finden und ob sie in extra Fächern (Außentaschen) verstaut werden konnten. Prüfung, inwiefern Außenfächer vollständig verschlossen werden können, wenn sich in ihnen eine Dose/Trinkflasche befindet. Platzierung von Bekleidungsstücken wie Unterwäsche, Langarm-Shirt, Hose, Socken, Fleece-Jacke sowie Windel im Hauptfach des Rucksacks. Beurteilung, inwiefern diese Bekleidungsstücke im Rucksack untergebracht werden können. Zudem Messung und Beurteilung der Zugänglichkeit des Hauptfaches anhand der Öffnungsgröße. Scheuerstellen: Analyse der Interaktionsfläche Rücken—Rucksack. Hier wurde negativ bewertet, wenn wenig flexible Erhebungen die gepolsterte/nicht gepolsterte Rückenfläche überragen.

Druckverteilung: Platzierung eines kreisförmigen Gewichts von 2.280 g mittig im unteren Bereich des Hauptfaches. Die dem Körper zugewandte Seite des Rucksacks wird auf eine Druckverteilungsmessmatte vom Typ X-Sensor gelegt. Gemessen und beurteilt wurde anhand der Anzahl der belasteten Sensoren die Größe der Fläche im Kontaktbereich der Rucksackrückseite. Gurtverlauf im Hals- und Nackenbereich: Standardisiertes Aufhängen der Rucksäcke an einem „Schulterdummy“, Einstellung der Trageriemen/Brustgurte. Messung des seitlichen Abstands der Tragegurte zueinander in einer Distanz von 50 mm zur Oberkante der Rückenfläche. Für die Beurteilung des Gurtverlaufs ist der laterale Abstand der Gurte zum Hals der Nutzer maßgeblich.

Gurtpolsterung: qualitatives Expertenurteil, Beurteilung der Progressivität der Federkennlinie des Polsterelements sowie des zur Verfügung stehenden Verformungswegs. Nutzbarkeit des Brustgurtes: Beurteilung auf Basis des Halsansatzumfanges von großen Dreijährigen unter Einberechnung eines Toleranzmaßes. Prüfung, inwiefern der Brustgurt arretierbar ist oder nach unten bzw. oben verrutscht. Tragen des Rucksacks am Griff: Bewertung des Tragegriffs bezüglich der anthropometrischen Verhältnisse bei Erwachsenen. Bewertung der Befestigungsmöglichkeit für einen Helm in Form eines Expertenurteils. Anthropometrie: Maßgeblich für die Alterszuordnung ist die akromiale Schulterhöhe kleiner Kinder (P05) im Sitzen. Die „Rückenlänge des Rucksackes“ definiert als Distanz vom oberen Ansatzpunkt der Tragegurte bis zur Standfläche dient als Vergleichsmaß am Rucksack. Basis für die Angabe der oberen Altersgrenze ist die Oberarmlänge großer Kinder der entsprechenden Altersklasse. Die Obergrenze der Alterseignung ergibt sich vor allem durch Komforteinbußen im Bereich der Trageriemen.

Bauchumfang: Hier wurde die einstellbare Länge des Hüftgurtes zugrunde gelegt. Nahtfestigkeit: Eine flexible Blase wird in das Hauptfach des Rucksackes eingebracht. Befüllung mit Druckluft per Manometer, Maximaldruck 0,2 bar. Beurteilung von Veränderungen an Nähten und Verschlüssen. Festigkeit der Verschlüsse: statisch aufgebrachte Zugkraft von 300 N. Dauerhaltbarkeit von Reißverschlüssen: Beladung mit standardisierter Befüllung (Baumwolltuch). Nach 250 Öffnungs- und Schließzyklen visuelle und manuelle Überprüfung der Funktion der Reißverschlüsse. Martindale Scheuerprüfung: 20.000 Scheuerzyklen nach dem Martindale-Verfahren an einer Probe des textilen Flächengebildes. Optische Bewertung der Farbtonveränderung sowie der Strukturveränderung der Oberfläche.

Beregnungstest: Befüllung des Hauptfachs mit vorgewogenem, saugfähigem Material. Danach Beregnung des verschlossenen Rucksacks in Anlehnung an DIN 58124 mit 1 Liter/min pro m² für 10 min. Nach 5 min Ermittlung der Menge des eingedrungenen Wassers durch Auswiegen des saugfähigen Materials. Zudem Aufnahme der Wassermenge, die in den Stoff und in die Polsterungen eingedrungen ist. Prüfung auf Ausfärbung. Prüfung von Metallteilen auf Korrosion. 

Einkauf der Testprodukte: Februar 2019

Diesen Test haben wir zuletzt im Ratgeber Kinder und Familie 2019 veröffentlicht. Aktualisierung der Testergebnisse/Angaben für das Jahrbuch 2020, sofern die Anbieter Produktänderungen mitgeteilt haben oder sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder wir neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt haben.

Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

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