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Yogamatten-Test: Welche Turnmatten wir für Yoga-Übungen empfehlen

ÖKO-TEST Januar 2019: Titelthema Diäten | Autor: Frank Schuster, Kai Thomas | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 27.12.2018

Visual Communications/getty images
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Ob „Sonnengruß“ oder „herabschauender Hund“: Damit die Asanas gelingen, brauchen Yogapraktizierende eine gute Unterlage. Fast die Hälfte der Matten im Test können wir empfehlen. Viele Kunststoffmatten schneiden „sehr gut“ ab.

Kunststoff, Kautschuk, Lammflor oder Kork: Wer Yoga praktiziert, kann aus einem breiten Angebot an Matten wählen. Welche Unterlage ideal ist, hängt davon ab, wie wichtig einem der Grip der Matte am Boden und der eigenen Hände und Füße an der Oberfläche ist.

Yogamatten-Test: 18 Gymnastikmatten von Nike, Adidas, Yogistar, Lotuscrafts und Co. im Vergleich

Wer sehr dynamisch unterwegs ist und beim Asthanga-Yoga in hohem Tempo ins Schwitzen kommen will, braucht vor allem einen rutschfesten Untergrund. Matten aus Kautschuk und Kunststoff bieten guten Halt und sind vielfältig einsetzbar. Wer empfindliche Knie hat, profitiert von einer etwas dickeren Matte. Wer ruhige, meditative Yogavarianten bevorzugt, etwa Kundalini-Yoga, liegt und übt entspannt auf einer Wollmatte.

Wir haben 18 Yogamatten in die Labore geschickt. Viele sind aus Kunststoff, fünf aus Naturkautschuk, zwei aus Schurwolle.

Nur acht getestete Yogamatten empfehlenswert

Das Ergebnis: Namaste! Acht von 18 Matten können wir empfehlen. Wir bewerten sie mit „sehr gut“.

Alle „sehr guten“ Kunststoffmatten sind mit modernen aufgeschäumten thermoplastischen Elastomeren (TPE) gefertigt. Im Gegensatz zu anderen Kunststoffmaterialien, etwa PVC (Polyvinylchlorid), brauchen die TPE keine umstrittenen Weichmacher für eine geschmeidige Konsistenz. Der aufgeschäumte Kunststoff ist schon elastisch genug.

Eine „sehr gute“ Yogamatte besteht aus einer Schicht aufgeschäumtem Kunststoff und einer Wollauflage. Wir haben prüfen lassen, ob sich in der Wolle Pestizide finden, die etwa gegen Mottenbefall zum Einsatz kommen können. Alles gut: In der Matte stecken keine Gifte. Auch ein weiteres Wollprodukt im Test ist frei von Pestiziden.

Ersatzweichmacher in drei Matten problematisch

Drei PVC-Matten im Test enthalten Ersatzweichmacher. Sie kommen als Nachfolger der früher häufig verwendeten hormonell wirksamen Phthalate zum Einsatz. Über die gesundheitlichen Auswirkungen der Ersatzweichmacher weiß man noch wenig, wir werten aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ab.

Naturmaterialien sind nicht immer die bessere Wahl. Naturkautschuk etwa kann eine ganz eigene Schadstoffbelastung mitbringen. Das beauftragte Labor wies in einem Produkt Latexproteine nach. Die sind ein natürlicher Bestandteil des Rohstoffs Latexmilch. Einige können Allergien auslösen. In der Matte hat das Labor außerdem Nitrosamine gefunden. Diese entstehen bei der Umwandlung des flüssigen Rohstoffs. Über die Haut, die Atemluft oder oral aufgenommen, können sie Krebs erzeugen. In dieser und zwei weiteren Kautschukmatten stecken zudem nitrosierbare Vorstufen, sie können im Körper zu Nitrosaminen umgesetzt werden.

Test Yogamatten: Auch krebserregende Nitrosamine gefunden

Abgewertet haben wir auch die antibakterielle Ausrüstung einer Matte. Der Anbieter wirbt auf der Verpackung damit, dass ein antimikrobieller Zusatz eine Schimmelbildung verhindere. Wer seine Matte richtig pflegt und lagert, kann auch ohne Chemie eine Schimmelbildung vermeiden.

Die Testsieger, die Testtabelle sowie das gesamte Ergebnis im Detail lesen Sie im ePaper.


Yogamatten: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Best Sports Yoga- & Pilatesmatte, dunkelblau
  • Best Sport & Freizeit

Lotuscrafts Oeko Yogamatte, BB-Bamboo
  • Lotuscrafts

Domyos Yoga Mat Club, blau/schwarz
  • Decathlon

Schildkröt Bicolor Yoga Mat, purple/pink
  • Schildkröt

Bausinger Yogamatte Premium Bio
  • Bausinger Yogamanufaktur

Hessnatur Yogamatte Lammflor
  • Hess Natur

Liforme Yoga Mat, pink
  • Liforme

Yogistar Yogimat Basic, fire red
  • Yogistar

Lotus Design Yogamatte TPE, lila/pink
  • Dharma Druck- und Vertriebsgesellschaft

Adidas Yoga Mat, maroon
  • Adidas

Lululemon The Reversible Mat 5 mm Double, blue/white
  • Lululemon

Reebok Yoga Mat, Brush Strokes blau
  • Reebok

Nike Yoga/Pilates Mat, diffused blueobsidian
  • Nike

Manduka Eko Yoga Mat, 5 mm cushion, charcoal
  • Manduka

Deuser Yoga-Matte mit Kork-Oberfläche, beige
  • Deuser

Calyana Prime Yoga, limonengrün/nussbraun
  • Airex

Jade Yoga Nature‘s Best Yoga Mat, Jade Harmony, plum
  • Jade Yoga

OM Ako Yoga Rutschfeste Yogamatte Studio, lila
  • A. Kolckmann

Yogamatten-Test: Welche Turnmatten wir für Yoga-Übungen empfehlen

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Seite 40 - 43 im ÖKO-TEST Januar 2019: Titelthema Diäten
vom 27.12.2018

Testverfahren

Yogamatten werden aus den unterschiedlichsten Materialien gefertigt. Ob synthetisch oder natürlich gewonnen, jedes Material bringt ganz eigene Problemstoffe mit. Für ÖKO-TEST haben insgesamt sieben spezialisierte Labore die Yogaunterlagen untersucht.

In Matten aus Kunststoff können problematische Weichmacher stecken. Sie werden in der Produktion eingesetzt, um sprödes Plastik wie PVC geschmeidig zu machen. Häufig finden die Labore zudem polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) – oft Rückstände von Weichmacherölen. Einige PAK gelten als krebserregend oder krebsverdächtig.

Beim Vulkanisieren von Kautschuk können krebserregende oder -verdächtige Nitrosamine und ihre Vorstufen entstehen. Die im Naturkautschuk enthaltenen Latexproteine können Allergien auslösen. Schurwolle wird häufig mit Insektiziden behandelt, die einen Befall mit Motten und anderen Schädlingen verhindern sollen.

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