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80 Kinder-Unfallversicherungen im Test

ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2011
vom 07.01.2011

Kinder-Unfallversicherungen

Kein Malheur

Die gezielte Absicherung von Kindern ist wichtig. ÖKO-TEST hat die Angebote gesichtet und festgestellt, dass viele Anbieter seit unserem letzten Test vor einem Jahr nachgebessert haben.

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07.01.2011 | Schlaf, mein Engel. Diese Nacht hol ich dir den Stern vom Himmel, der dir so viel Freude macht", dichtete der Österreicher Hermann von Gilm. Mehr als hundert Jahre später holen Eltern für ihren Nachwuchs bis zum 18. Lebensjahr "Sterne" im Wert von rund 121.000 Euro vom Himmel, so das Statistische Bundesamt. Eingerechnet Rücklagen für den Zuschuss zu Führerschein oder erstem Auto, der ersten eigenen Bude oder Studium.

Neben der Frage nach der Finanzierung einer teuren Ausbildung taucht bei Eltern zusätzlich die berechtigte Sorge auf, ihre Kinder im Falle eines schweren Unfalls oder schwerer Krankheit nicht ausreichend versorgen zu können. Doch wer für den Nachwuchs auf Nummer sicher gehen will, muss trotz der großen Auswahl an Kinderversicherungen höllisch aufpassen. Sonst hat er ganz schnell drei oder mehr Versicherungspolicen auf einmal abgeschlossen. Die Versicherungsbranche hat die Marktlücke richtig erkannt und bietet den besorgten Eltern und Großeltern alle möglichen Kombiversicherungen für die schutzbedürftigen Kleinen an. Nach dem Motto: Ein Paket ist immer besser als eine einzelne Versicherung. Doch beim genaueren Hinsehen zeigt sich, dass die Versicherer auf diese Weise sinnvolle Verträge mit überflüssigen, teuren Policen kombinieren.

Mit Knirps & Co hat zum Beispiel die Hanse Merkur eine Unfall- und Krankenzusatzpolice sowie eine fondsgebundene Rentenversicherung in einem Antrag zusammengebastelt. Kein Einzelfall. Während die Hanse-Merkur mit dem Paketcharakter ihres Angebots als "Rundum-Vorsorge" wirbt, ist die DEVK viel diskreter. Die Kölner Assekuranz verkauft ein Bündel von drei Kinderpolicen unter der Überschrift "Antrag Ihr Kind". Auf Seite 218 haben wir zusammengestellt, was alles im Namen des Kindswohls an die Eltern und Großeltern gebracht wird.

Grundlage jeder Risikoabsicherung für den Nachwuchs ist in jedem Fall die sorgfältige Absicherung der Eltern: An erster Stelle steht eine ausreichende und passgenaue Risikolebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung. So ist zunächst für den schlimmsten Fall, den Tod oder die schwere Krankheit eines Elternteils, die restliche Familie finanziell gesichert.

Bleibt das Risiko Krankheit und Unfall der Kleinen. Hervorragend lassen sich diese beiden Gefahren über eine Invaliditätsversicherung bannen. Wer für seinen Nachwuchs im Krankheitsfall eine Privatbehandlung möchte, kann zudem noch eine Kinder-Krankenzusatzversicherung abschließen. In Deutschland gibt es staatlichen Unfallschutz für den Nachwuchs nur im Kindergarten, in der Schule sowie auf den Wegen dorthin. Unfälle in der Freizeit sind vollkommen ohne gesetzliche Absicherung. Selbst wenn das Kind nach der Schule einen Umweg nimmt, um bei einem Freund die Hausaufgaben zu machen, kann es mit dem gesetzlichen Versicherungsschutz rasch vorbei sein, warnt der Bundesverband der Versicherungsberater (BVVB).

Wird ein Kind durch Unfall oder Krankheit zum Invaliden, zahlt zwar die Pflegekasse je nach Pflegestufe zwischen 225 und 685 Euro. Do

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