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15 Holzpellets im Test

ÖKO-TEST Januar 2016
vom 28.12.2015

15 Holzpellets im Test

Gut Holz?

Auch dank staatlicher Förderung sind Pelletheizungen nach wie vor gefragt. Wir ließen Pellets, die als Sackware angeboten werden, untersuchen. Die meisten Produkte schneiden mit "sehr gut" und "gut" ab. Allerdings mogeln sechs Hersteller bei der Angabe des Heizwertes.

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28.12.2015 | Kaum zu glauben, dass die Idee der Wärmeversorgung durch Pellets aus den USA stammt, einem Land, das für seinen immens hohen Ölverbrauch bekannt ist. Dort wurden bereits in den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts Pelletfabriken für industrielle Zwecke gebaut und 1984 vom Flugingenieur Jerry Whitfield der erste Pelletofen für den privaten Gebrauch präsentiert. Sein Ziel war ein Ofen, der Holz vollautomatisch und komfortabel verbrennen kann.

Auch in Schweden produzierte man zu dieser Zeit schon die ersten Pellets für Industriezwecke. In den 90er-Jahren wurden sie in den skandinavischen Ländern und in Österreich immer populärer, also in Ländern, in denen Holz und das Heizen mit Holz traditionell eine große Rolle spielt. Seit 1996 sind Pellets auch in Deutschland als Brennstoff zugelassen. Aktuell geht man von etwa 265.000 Zentralheizungen und knapp 135.000 Pelletkaminöfen aus. Dabei gibt es ein klares Nord-Süd-Gefälle. Die meisten Pelletheizungen findet man in Bayern und Baden-Württemberg. Heute werden in Deutschland insgesamt etwa 2,1 Millionen Tonnen Pellets pro Jahr verbraucht.

Für Pellets kommen vor allem Sägemehl, Späne, Restholz der Holzindustrie sowie Waldrestholz zum Einsatz. Oft werden sie nahe der Rohstoffquelle produziert. Das Holz wird getrocknet und gemahlen, anschließend das Sägemehl unter hohem Druck zu kleinen zylindrischen Röllchen gepresst. Durch die entstehende Wärme kann das im Holz enthaltene Lignin die Bestandteile binden. Zusätzlich sind maximal zwei Prozent an Presshilfsmitteln erlaubt, zum Beispiel Mehl und Stärke, die das Sägemehl besser zusammenkleben. Für private Haushalte haben sich Pellets mit sechs Millimetern Durchmesser durchgesetzt. Für die Herstellung wird vergleichsweise wenig Energie benötigt, laut Öko-Institut in Darmstadt 6,6 Prozent bezogen auf den Brennwert, gegenüber 14,4 beziehungsweise 12,3 Prozent für Heizöl und Erdgas.

Die Qualität der Holzpellets ist seit 2014 in einer internationalen Norm geregelt, die wie die Vorläufernorm drei Qualitätsklassen unterscheidet. A1 bezeichnet die höchste Qualität, und nur sie spielt für Privathaushalte ein Rolle. Die verbreiteten branchenüblichen Qualitätssiegel ENplus A1 und DINplus beinhalten in wesentlichen Teilen die Anforderungen der Norm mit einigen Ergänzungen, so zum Ascheschmelzverhalten. Es dürfen nur Stammholz und "chemisch unbehandelte" Nebenprodukte und Rückstände aus Holz für die Pelletherstellung verwendet werden, allerdings mit der Einschränkung, dass "vernachlässigbare Mengen" an Verunreinigungen erlaubt sind, solange alle Grenzwerte eingehalten werden.

Für eine Zentralheizung werden oft mehrere Tonnen pro Jahr verheizt. Sie wird als lose Ware, sogenannte Einblasware, in großen Tanklastern geliefert. Für einzelne Pelletöfen wird auch Sackware angeboten. Die Ausgangsqualität, die das Werk verlässt, ist in der Regel die gleiche. Vor allem die lose Ware hängt jedoch auch von der Zwischenlagerung und vom Umgang des Händlers mit den Pellets ab. Lose Wa


Wir haben 15 Produkte für Sie getestet
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15 Holzpellets im Test
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ÖKO-TEST Januar 2016 Seite 117

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Seite 112 - 117 im ÖKO-TEST Januar 2016
vom 28.12.2015
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So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben 15 Pelletmarken als 15-Kilogramm-Sackware in Baumärkten, im Brennstoffhandel und über das Internet eingekauft. Alle Produkte sind mit einem Qualitätszeichen Enplus A1 und/oder DINplus versehen und werben somit mit höchster Qualität. Wir fragten die Hersteller, ob die Sackware identisch mit der Einblasware ist, die in Silofahrzeugen angeliefert wird.

Die Pelletqualität
Wir wollten wissen, ob die Pellets den hohen Anforderungen der Qualitätszeichen Enplus A1 und/oder DINplus gerecht werden. Das beauftragte Brennstofflabor untersuchte alle Parameter, die auch im Rahmen der Zertifizierung auf den Prüfstand kommen: Wie viel Energie bekommt der Kunde für sein Geld? Ermöglichen die Pellets einen guten und reibungslosen Heizbetrieb? Zusätzlich zu den Normen wurde geprüft, ob die Pelletlänge möglichst einheitlich ist, da viele Bruchstücke und feine Bestandteile die Sauerstoffzufuhr behindern können. Auch mögliche Umweltbelastungen durch Schwefel, Stickstoff, Chlor und Schwermetalle in den Abgasen hatten wir - wie die Gütesiegel - im Visier.

Die Deklaration
Die Angaben auf der Verpackung sollten richtig und nicht irreführend, und notwendige Hinweise vorhanden sein. Deshalb verglichen wir die im Labor ermittelten Ergebnisse der Pelletqualität mit den Auslobungen auf den Verpackungen.

Die Bewertung
Auch wenn die Mehrzahl der Produkte die Anforderungen der Qualitätszeichen erfüllt, gibt es doch qualitative Unterschiede, vor allem in der Pelletlängenverteilung und dem Ascheschmelzverhalten. Vergleichsweise ungünstige Werte und Eigenschaften werten wir ab. Wenn noch dazu die Grenzwerte von Enplus A1 und DINplus nicht eingehalten werden, obwohl die Produkte diese Zeichen tragen, führt das zu Minuspunkten in der Deklaration. Das gilt auch für die Fälle, in denen die Angaben des Heizwerts unseriös hoch sind. Für das Gesamturteil wird die Pelletqualität jedoch stärker gewichtet als die Deklaration.

So haben wir getestet

Auch mit bloßem Auge erkennt man Bruchstücke und Feinanteile neben intakten Pellets.