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Grillkohle im Gratis-Test: Wann tropisches Holz in Kohle in Ordnung ist

Grillwurst: Ist bio besser? | Autor: Hanh Friedrich/Frank Schuster/Lena Wenzel | Kategorie: Freizeit und Technik | 23.06.2022

Grillbriketts und Grillkohle im Test: Welche Marken überzeugen?
Foto: ÖKO-TEST; stockcreations/Shutterstock

Grillkohle besteht in der Regel aus Holz. So weit, so klar. Aber aus welchem genau – und ist Tropenholz darunter? Wir haben 18 Grillprodukte getestet. Dabei geht es auch darum, wie gut es sich mit Kohle und Briketts grillen lässt. Am Ende des Tests steht sieben Mal ein "sehr gut".

  • Im Test: Holzkohle und Briketts. Das Ursprungsmaterial der Briketts ist größtenteils Holz, zwei sind aus fossiler Kohle und zwei aus alternativen Materialien: Olivenkernen bzw. Kokosnussschalen.  
  • Sieben Produkte schneiden mit "sehr gut" ab, drei fallen durch den Test. 
  • Im Fokus: das verarbeitete Holz (steckt drin, was drauf steht?), Verunreinigungen mit Fremdkörpern, Vorglühzeit, Temperaturentwicklung und Brennverhalten.

Die prasselnde Glut, das rauchige Aroma: Viele Grillmeister setzen nach wie vor auf Holzkohle. Der Gasgrill hat in den vergangenen Jahren zwar mächtig aufgeholt, das Brutzeln mit Kohle bleibt jedoch die beliebteste Art der Deutschen zu grillen.

Doch was qualmt da unterm Rost? Das wollten wir genau wissen und haben acht Marken körnige Holzkohle und zehn Marken feste Briketts eingekauft und in spezialisierten Laboren untersuchen lassen. Unter den Briketts sind auch zwei Alternativen aus Olivenkernen und Kokosnussschalen, die sich als Abfallprodukte aus der Landwirtschaft als klimaschonende Alternativen anbieten.

Grillkohle und Grillbriketts im Test 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: sieben Mal vergeben wir das Gesamturteil "sehr gut" und drei Mal "gut". Drei Produkte sind Testverlierer. Sie schneiden "mangelhaft" ab: 

Favorit Grill Qualitäts-Holzkohle von Alschu 
Favorit Grill Holzkohle-Briketts von Alschu 
Weber Briquettes von Weber-Stephen 

>> Alle detaillierten Testergebnisse finden Sie kostenlos unten in der Produktbox

Grillen ist vor allem im Sommer beliebt.
Grillen ist vor allem im Sommer beliebt. (Foto: Ivanko80/Shutterstock)

Woher kommt das Holz für Grillkohle und -briketts? 

Wir wollten wissen, woher das Ausgangsmaterial stammt. Warum das so wichtig ist? Um auszuschließen, dass für Briketts und Holzkohle Raubbau in Urwäldern betrieben oder illegal Holz geschlagen wurde, muss man die Herkunft des Holzes nachvollziehen können. Wir haben die Hersteller gebeten uns dazu Angaben zu machen.

Zudem beauftragten wir das Hamburger Thünen-Institut für Holzforschung damit, die Grillkohle zu untersuchen. An Strukturmerkmalen wie Poren und Fasern erkennen die Wissenschaftler unter einem speziellen Mikroskop, welche Baumarten das Holz lieferten. Sie können sogar die regionale Herkunft näher eingrenzen: So ist in subtropischen und tropischen Klimazonen die Bildung von Jahresringen weniger ausgeprägt. 

Wann es sinnvoll ist, tropisches Holz zu schlagen 

Das Holz für die meisten Produkte im Test stammt aus Osteuropa, zum Teil aus Afrika. Nur die Anbieter Pro Fagus und Nero beziehen ihre Rohstoffe aus Deutschland. Die Nutzung tropischer oder subtropischer Hölzer kann aus ÖKO-TEST-Sicht in Ordnung sein. Nämlich dann, wenn es ökologisch Sinn ergibt, sie zu schlagen.

In Namibia, woher das Material im Flammenco Grill-Holzkohlebrikett und der BBQ Grill-Holzkohle stammt, werden Resthölzer aus Forstprogrammen zum Stopp der Verbuschung von Weideland verwendet.

Eingeschleppte Arten, darunter Fabaceae (Hülsenfrüchtler), zu denen die Akazie und der Farbkätzchenstrauch zählen, breiten sich dort massenhaft aus. Diese Produkte tragen ein FSC-Label und weisen die Herkunft der Hölzer aus nachhaltiger Holzwirtschaft nach. Deklaration und Laboranalyse der Holzarten stimmen überein – alles gut also.

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Problematisch, wenn Hersteller nicht transparent ist 

Problematisch wird es in unseren Augen, wenn der Anbieter – auch auf Nachfragen – keine Angaben macht, woher das Holz stammt und das Produkt kein Nachhaltigkeitssiegel trägt. Das ist bei zwei Produkten der Marke Favorit der Fall.

Sowohl in der Favorit Grill Qualitäts-Holzkohle als auch in den Favorit Grill Holzkohle-Briketts hat das beauftrage Labor Holz aus tropischem bzw. subtropischem Klima analysiert.

Tropenholz auf Weber-Grillbriketts nicht deklariert

Ein weiterer Ausreißer: die Weber Briquettes. In ihnen hat das Labor Holz aus tropischem oder subtropischem Klima nachgewiesen. Auf der Verpackung ist ein derartiges Holz aber nicht deklariert.

Zweiter Hammer: Das FSC-Zertifikat auf der Verpackung gilt nur für die europäischen Hölzer Hainbuche, Buche, Eiche und Birke, sie sind auch auf der Verpackung deklariert. Das Thünen-Institut wies davon jedoch nur Eiche nach, stattdessen aber die Hölzer aus tropischem oder subtropischem Klima der Pflanzenfamilie Fabaceae.

Auf den übrigen Produkten passen Zertifikate, Herkunftsangaben auf der Verpackung und Laboranalysen zusammen. Wir erkennen die Zertifikate von FSC, Naturland und PEFC in diesen Fällen als Belege für eine Herkunft aus nachhaltiger Forstwirtschaft an.

Wir haben Grillkohle und Briketts getestet. Viele Produkte sind empfehlenswert.
Wir haben Grillkohle und Briketts getestet. Viele Produkte sind empfehlenswert. (Foto: Ivanko80/Shutterstock)

Wofür stehen die Siegel? 

  • FSC: Ziel des Forest Stewardship Council ist eine ökologisch nachhaltige, sozial förderliche und ökonomisch tragfähige Waldbewirtschaftung. Ob Forstbetriebe die Kriterien für das Siegel einhalten, überprüfen regelmäßig unabhängige Kontrolleure.
  • Naturland: Die Naturland-Richtlinien regeln eine nachhaltige und naturverträgliche Waldbewirtschaftung. Sie umfassen Aspekte der Rückverfolgbarkeit sowie einer ökologischen und gesundheitsverträglichen Produktion.
  • PEFC: Das Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes initiierten europäische Waldbesitzer und Vertreter der Holzwirtschaft. Das Zertifizierungssystem ist im Vergleich am wenigsten streng.

Fossile Kohle hat im Grill nichts verloren

Zwei Produkte im Test, Dehner Grill-Briketts und Grillprofi Grillbrikett, basieren auf fossiler Kohle. Unseres Erachtens ist der Rückgriff auf fossile Brennstoffe nicht nachhaltig. Es gibt genügend Alternativen aus nachwachsenden Rohstoffen.  

Wie gut brennt die Grillkohle im Test? 

Weitere Laborergebnisse: Kohle brennt umso besser, je höher der Gehalt an festem Brennstoff ist – Experten sprechen von fixem Kohlenstoff. Diesen ließen wir im Labor bestimmen. Ebenso den Gehalt an Asche, die bereits beim Verkohlungsprozess in der Herstellung entsteht. Da sie nicht brennt, sollte ihr Anteil möglichst gering sein.

In fünf Produkten wiesen die Experten einen Kohlenstoffgehalt nach, der unter den Vorgaben der Norm für Grillholzkohle und Grillholzkohlebriketts DIN EN 1860-2 liegt. Bei drei davon lag zudem der Aschegehalt zu hoch.

Verunreinigungen in Grillbriketts im Test 

Bei den Briketts ziehen wir vier Mal Noten ab, da das Labor eine über der Norm liegende Menge an Verunreinigungen feststellte. Dabei handelt es sich um Einschlüsse aus Quarz, Steinchen, Schlacke und Rost.

Die Kingstone Premium Charcoal Briquettes werten wir besonders streng ab, der festgestellte Anteil an Braun- und Steinkohle betrug acht Prozent. Drei der Holzkohlen enthielten zu viele kleine Kohlestückchen unter einem Zentimeter Größe. Auf solche Brösel, die für Funkenflug sorgen, können Grillmeister gerne verzichten.   

Grillkohle und Grillbriketts mit guter Leistung 

Im Praxistest erreichten die Produkte überwiegend "sehr gute" bis "gute" Ergebnisse, darunter auch die beiden Produkte aus Alternativmaterialien: die Olio Bric Gourmet-Grill-Briketts aus Olivenkernen und die Favorit Kokosnuss Grill-Briketts.

Nur "befriedigend" glühten die Kingstone Premium Charcoal Briquettes und die Pro Fagus Der Sommer Hit Premium Buche Grill-Holzkohle. Sie fielen in der Temperaturentwicklung gegenüber den anderen etwas zurück: Sie erreichten über den gemessenen Zeitraum nicht durchgehend zufriedenstellend hohe Temperaturen.

Einige Produkte schwächelten schon bei der Vorglühzeit. Viele Briketts benötigten – trotz Anzündkamin – mehr als 30 Minuten und etliche Holzkohlen mehr als 20 Minuten, bis sie gleichmäßig glühten. Wer schnell, gut und lange grillen will, findet in unserem Test jedoch eine große Auswahl Kohle und Briketts mit guter Leistung.

Grillbriketts und Grillkohle im Test: Das Fazit 

  • 10 von 18 Produkten können wir empfehlen. Sie stammen aus vertrauenswürdigen Quellen und sorgen für ein gutes Grillergebnis.
  • Mit den Grill-Alternativen auf Basis von Kokosnussschalen und Olivenkernen lässt sich gut grillen, wie unser Praxistest zeigt. Die Abfallprodukte aus der Landwirtschaft weisen eine gute Klimabilanz auf.
  • Von Briketts auf Basis von Braun- oder Steinkohle raten wir ab. Fossile Brennstoffe haben aus unserer Sicht unter dem Grillrost nichts verloren.

Darauf sollten Sie beim Grillen achten 

Zuletzt haben wir noch Tipps für Sie gesammelt. So grillen Sie richtig:

  1. Als Anzünder kein Benzin oder Spiritus benutzen. Sie sind gefährlich! Auch keine anderen chemischen Substanzen. Natürliche Anzünder, etwa aus Holz, gibt es auch FSC-zertifiziert.
  2. Sicher und bequem geht das Vorglühen mit einem Anzündkamin. Den Blechbehälter mit Belüftungsöffnungen mit Kohle füllen. Unter der Auflage anzünden – fertig. Die Kaminwirkung sorgt dafür, dass die Kohlen schnell anglühen.
  3. Den Grillboden gleichmäßig mit Kohle oder Briketts belegen.
  4. Mit dem Grillen erst beginnen, wenn die Kohle oder die Briketts mit einer weißen Ascheschicht überzogen sind.
  5. Niemals in geschlossenen Räumen grillen. Kinder im sicheren Abstand zum Grill halten.

Weiterlesen auf oekotest.de:

Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Testverfahren

Wir haben 18 Grillprodukte in Bau- und Supermärkten eingekauft. Zehn davon sind feste Briketts, acht sind lose Holzkohle. Das Ursprungsmaterial der Briketts ist größtenteils Holz, zwei sind aus fossiler Kohle und zwei aus alternativen Materialien: Olivenkernen bzw. Kokosnussschalen.

Ein Labor begutachtete Zusammensetzung und Qualität in Anlehnung an die Norm DIN EN 1860-2. Es ermittelte den Gehalt an fixem Kohlenstoff – dem festen Brennstoff – und an Asche. Je mehr Kohlenstoff und je weniger Asche, desto besser brennen die Grillprodukte. Zudem analysierte das Labor die Größe und Körnung der Stücke und bei Briketts zusätzlich den Grad der Verunreinigungen mit Fremdkörpern wie Steinkohle, Schlacke oder Steine. Das Hamburger Thünen-Institut für Holzforschung bestimmte die verarbeiteten Holzarten. Unter dem Mikroskop können die Experten an Merkmalen wie Poren, Fasern und Jahresringen erkennen, um welche Baumarten es sich handelt und ob sie aus Regionen mit gemäßigtem oder tropischem und subtropischem Klima stammen. Wir glichen die Ergebnisse mit Auslobungen auf den Verpackungen sowie den Antworten und Belegen ab, die uns die Anbieter schickten.

In einem Praxistest maßen Fachleute unter anderem die Dauer der Vorglühzeit sowie die Temperaturentwicklung in der Grillphase und überprüften das Brennverhalten inklusive Funkenflug und Rauchentwicklung.

Bewertungslegende 

Soweit nicht abweichend angegeben, handelt es sich bei den hier genannten Abwertungsgrenzen nicht um gesetzliche Grenzwerte, sondern um solche, die von ÖKO-TEST festgesetzt wurden. Die Abwertungsgrenzen wurden von ÖKO-TEST eingedenk der sich aus spezifischen Untersuchungen ergebenden Messunsicherheiten und methodenimmanenter Varianzen festgelegt.

Bewertung Testergebnis Zusammensetzung: Unter dem Testergebnis Zusammensetzung führt zur Abwertung um drei Noten: Verunreinigungen (unzulässige Zusätze) bei Grillbriketts von in der Summe mehr als 1,0 Prozent, die auch fossile Kohlearten und deren Derivate (hier: Stein-/Braunkohle) enthalten. Zur Abwertung um jeweils zwei Noten führen: a) ein ermittelter Gehalt an festem Brennstoff (fixem Kohlenstoff) von weniger als 75 Prozent (bei Grillholzkohle) bzw. weniger als 60 Prozent (bei Grillbriketts); b) Verunreinigungen (unzulässige Zusätze) bei Grillbriketts von in der Summe mehr als 1,0 Prozent anorganischen Einschlüssen (hier: Quarz, Steinchen, Schlacke, Rost). Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) ein gemessener Aschegehalt von mehr als 8 Prozent (bei Grillholzkohle) bzw. mehr als 18 Prozent (bei Grillbriketts); b) viele kleine Stücke bei Grillholzkohle (mehr als 7 Prozent kleiner als 10 Millimeter).

Bewertung Testergebnis Herkunft und Zertifizierung: Unter dem Testergebnis Herkunft und Zertifizierung führen zur Abwertung um jeweils vier Noten: a) Nachweis von Holz aus tropischem und subtropischem Klima, ohne Vorlage von Nachweisen für zertifizierte Quellen (FSC, PEFC, Naturland) (hier: Favorit Grill Qualitäts-Holzkohle); b) Nachweis von Holz aus Mittel- und Südamerika bis in subtropische Regionen Südamerikas, ohne Vorlage von Nachweisen für zertifizierte Quellen (FSC, PEFC, Naturland) (hier: Favorit Grill Holzkohle-Briketts); c) Nachweis von Holz, welches laut FSC-Zertifikatsnummer nicht enthalten sein darf (hier: Weber Briquettes); d) ein fossiler Brennstoff als Ausgangsmaterial. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) Holzarten, die auf der Verpackung nicht deklariert und uns auf Nachfrage beim Hersteller nicht mitgeteilt wurden (in Tabelle "keine Angabe"); b) namentlich deklarierte Hölzer nicht nachgewiesen (hier: Hainbuche, Buche, Birke bei Weber Briquettes).

Bewertung Testergebnis Grillen: Das Testergebnis Grillen setzt sich zusammen aus den Teilergebnissen Vorglühzeit (20 %) und der Temperatur der glühenden Kohlen/Briketts (80 %). Die Vorglühzeit wird für Grillholzkohlen wie folgt bewertet: < 20 min = sehr gut; 20 min bis < 30 min = gut; 30 min bis < 45 min = befriedigend; 45 min bis < 60 min = ausreichend. Die Vorglühzeit für Grillbriketts wird wie folgt bewertet: < 30 min = sehr gut; 30 min bis < 40 min = gut; 40 min bis < 50 min = befriedigend; 50 min bis < 60 min = ausreichend. Die Temperaturen der glühenden Kohlen und Briketts (nach der Vorglühzeit) bei 0 / 15 / 30 min werden wie folgt bewertet: nach 0 min: > 260 °C = sehr gut; 260 °C bis > 240 °C = gut; 240 °C bis > 220 °C = befriedigend; 220 °C bis > 200 °C = ausreichend; nach 15 min: > 240 °C = sehr gut; 240 °C bis > 220 °C = gut; 220 °C bis > 200 °C = befriedigend; 200 °C bis > 180 °C = ausreichend; nach 30 min: > 220 °C = sehr gut; 220 °C bis > 200 °C = gut; 200 °C bis > 180 °C = befriedigend; 180 °C bis > 160 °C = ausreichend; ≤ 160 °C = mangelhaft. Zusätzlich wird bei den glühenden Briketts die Temperatur bei 60 Minuten bewertet: nach 60 min: > 200 °C = sehr gut; 200 °C bis > 180 °C = gut; 180 °C bis > 160 °C = befriedigend; 160 °C bis > 140 °C = ausreichend; ≤ 140 °C = mangelhaft. Die Teilergebnisse der glühenden Kohlen bzw. Briketts nach 0 / 15 / 30 / 60 Minuten bzw. nach 0 / 15 / 30 Minuten werden zu gleichen Teilen gewichtet. Zur Abwertung um eine Note führt: Funkensprühen während des Vorglühens.

Bewertung Testergebnis Weitere Mängel: Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um zwei Noten: Produkt ist mit dem Siegel der DIN-Norm 1860-2 ausgezeichnet, unterschreitet aber die Anforderungen des Mindestgehalts an festem Brennstoff (fixem Kohlenstoff).

Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Zusammensetzung (50 %), dem Testergebnis Grillen (20 %) und dem Testergebnis Herkunft und Zertifizierung (30 %). Ein Testergebnis Weitere Mängel, das "befriedigend" ist, verschlechtert das Testergebnis Zusammensetzung um eine Note. Ein Produkt mit fossilem Brennstoff als Ausgangsmaterial kann im Gesamturteil nicht besser sein als "befriedigend". Ist das Testergebnis Herkunft und Zertifizierung "ungenügend", kann das Gesamturteil nicht besser als "mangelhaft" sein. Die Ergebnisse wurden kaufmännisch gerundet.  

Testmethoden 

Holzartbestimmung: Anatomische Bestimmung der Strukturmerkmale zur Holzartenidentifizierung mit Hilfe eines hochauflösenden Mikroskops (Typ Keyence: VHX-S550E) an den Bruchflächen der einzelnen Holzkohleproben. Herstellung von ebenen Beobachtungsflächen zur Identifizierung der Strukturmerkmale mittels integrierter Bildanalyse-Software. Bis zu 30 zufällig ausgewählte Proben, die aus den einzelnen Holzkohlestücken herauspräpariert wurden. Vergleich der detektierten Strukturmerkmale der untersuchten Muster mit belegten Vergleichspräparaten und Datenbanken einer wissenschaftlichen Holzsammlung.
Körnung: ISO 1953: 2015-11.
Gesamtwassergehalt: ISO 579: 2013-05.
Aschgehalt: ISO 1171: 2010-06.
Flüchtige Bestandteile: ISO 562: 2010-06.
Fixer Kohlenstoff: DIN EN 1860-2, Abschnitt 6.4: 2005-05.
Unzulässige Zusätze: DIN EN 1860-2, 6.5: 2005-05.
Schüttdichte: ISO 567: 1995-07.
Praxistest: Grillholzkohle/-briketts werden in einem Anzündkamin angezündet. Dazu werden im unteren Teil des Anzündkamins drei gleich große Knäuel Anzündwolle positioniert und entzündet. Sobald sich auch bei Briketts der obersten Schicht in Ansätzen eine Ascheschicht gebildet hat, werden die Briketts in einen Kugelgrill (Grillrostdurchmesser: 40 cm) ausgebracht und gleichmäßig auf dem Kohlenrost verteilt. Das Ende der Vorglühphase ist erreicht, wenn die Holzkohle/-briketts insgesamt mit einer dünnen Ascheschicht bedeckt sind und gleichmäßig glühen. Die vier verstellbaren Öffnungen für Zuluft im Unterteil des Kugelgrills sind während der gesamten Prüfdauer auf halber Stellung geöffnet.

Einkauf der Testprodukte: März 2022 

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