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Lidl-Bier im Test: Was wir am Perlenbacher Pils bemängeln

Autor: Lena Wenzel | Kategorie: Essen und Trinken | 04.06.2019

Lidl-Bier im Test: Was wir am Perlenbacher Pils bemängeln
(Foto: ÖKO-TEST; pixabay)

Mehr als die Hälfte der Pils in unserem Bier-Test ist „sehr gut“. Das Perlenbacher Premium Pils von Lidl allerdings nicht. Es enthält unter anderem Glyphosat.

Das Perlenbacher Premium Pils für 40 Cent soll „Genuss auf höchstem Niveau“ sein – so wirbt der Discounter Lidl zumindest für seine eigene Biermarke. In unserem Test schneidet das Bier jedoch nur mit „befriedigend“ ab.

Perlenbacher Premium Pils im Test

Premium Pils, Malzbier und Hefeweizbier: Lidl verkauft unterschiedliche Biersorten unter der Hausmarke Perlenbacher. Das Perlenbacher Premium Pils können wir in unserem Bier-Test nicht empfehlen. Es ist eins von insgesamt 13 Bieren im Test, die mit dem Unkrautvernichter Glyphosat belastet sind. Zudem ist das Lidl-Bier schlecht für die Umwelt: Es wird in Einweg-Glasflaschen verkauft.

Das nachweisbare Glyphosat im Perlenbacher Premium Pils verschlechtert das Gesamturteil um eine Note. Die Einweg-Flasche drückt es schließlich insgesamt auf „befriedigend“. Insgesamt schneiden sechs Pils im Test nur „befriedigend“ ab. Alle anderen Biere empfehlen wir mit „sehr gut“ oder „gut“. 

Glyphosat im Lidl-Bier

Glyphosat ist vor allem durch getreidehaltige Lebensmittel bekannt. Im Bier können Rückstände des Spritzmittels landen, wenn etwa die Braugerste damit behandelt wurde. Laut der Krebsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation steht Glyphosat in Verdacht, krebserregend zu sein.

Im Perlenbacher Premium Pils war nur ein sehr geringer Gehalt nachweisbar  – das heißt, Sie können das Bier grundsätzlich trinken. Dennoch werten wir solche nennenswerten Glyphosatmengen ab. Vorbeugend, da gesundheitliche Risiken bisher nicht zweifelsfrei ausgeräumt sind. Unser Test zeigt zudem: Glyphosat im Bier ist vermeidbar. 28 Pils im Test sind frei davon.

Einwegflaschen aus Glas schlecht fürs Klima

Glasflaschen sind gut, wenn es Mehrwegflaschen sind. Einwegflaschen aus Glas – wie die des getesteten Lidl-Pils – besitzen laut der Deutschen Umwelthilfe jedoch eine vergleichsweise schlechte Klimabilanz. Sie sind für Hersteller zudem leicht vermeidbar: Mehr als 80 Prozent des Biers wird in Deutschland in Mehrwegflaschen verkauft.

Der Test zeigt: Bei Pilsbieren können Sie nicht viel falsch falsch machen, denn die meisten der getesteten Marken sind empfehlenswert. Keins ist schlechter als „befriedigend“. In Zahlen bedeutet das: 25 Pils sind „sehr gut“, zwölf erhalten die Note „gut“, sechs schneiden „befriedigend“ ab. Unsere Hauptkritik: Knapp ein Drittel der getesteten Biere ist mit Glyphosat belastet. Zudem bemängeln wir im Test Einwegverpackungen und bei einigen Bieren eine nicht überzeugende Schaumqualität.

Unser Tipp: Bevorzugen Sie beim Einkaufen das Bier in Mehrwegflaschen. Sie sind im Vergleich zu Einwegdosen und Einwegflaschen aus Glas besser für die Umwelt. Da sich der Geschmack des Pils durch eine falsche Lagerung verschlechtern kann, kaufen Sie Bier am besten in einem Markt, der fachgerecht kühl und dunkel lagert. Hohe Temperaturen und Tageslicht beeinflussen den Pilsgeschmack. Außerdem gut zu wissen: Ein Bier, das noch lange haltbar ist, besitzt wahrscheinlich weniger geschmackliche Mängel.

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