Butter im Test: Fast alle Marken fallen durch

Magazin Dezember 2022: Butter | Autor: Lisa-Marie Karl/Heike Baier/Lena Wenzel | Kategorie: Essen und Trinken | 22.11.2022

Butter im Test: Viele Produkte enttäuschen.
Foto: ÖKO-TEST

Alles in Butter? Leider nein. Steigende Preise, rekordverdächtige Gehalte an Mineralöl und Mängel im Geschmack rütteln am Image der "guten Butter". Die meisten Produkte in unserem Test sind ihr Geld gar nicht wert, finden wir.

  • Im Test: 20 verschiedene Butter, sieben davon tragen ein Bio-Label. 
  • Fast alle überprüften Produkte sind mit Mineralöl belastet. Auch Mängel im Geschmack gehören zu unseren Kritikpunkten.
  • Nur eine Butter im Test ist mit "gut" empfehlenswert, die meisten fallen durch. 

Die gute Butter! Weht ihr Geruch aus dem Backofen, geht er direkt ins Herz, und wie kein anderes Lebensmittel ist sie ein Symbol unseres Wohlstands. Doch immer mehr Menschen können sich die Butter auf dem Brot neuerdings nicht mehr leisten: Um 72 Prozent stieg der Butterpreis laut Statistischem Bundesamt zwischen Herbst 2021 und 2022.

Kerrygold, Landliebe, Meggle & Co.: Butter im Test 

Auch viele Hersteller in unserem Test haben die Preise angehoben, wie sie uns zurückmelden. Die Hälfte der Produkte hat die magische Drei-Euro-Hürde bereits übersprungen. Oder kratzt zumindest daran.

Dabei gibt das die Butter-Qualität in den meisten Fällen gar nicht her: 17 von 20 Produkten im Test schmieren mit "mangelhaft oder "ungenügend" ab, darunter auch fünf mit Bio-Siegel.

Butter im Test: Wie gut sind Kerrygold, Landliebe & Co.?
Butter im Test: Wie gut sind Kerrygold, Landliebe & Co.? (Foto: New Africa/Shutterstock )

Butter im Test oft stark mit Mineralöl verunreinigt

Der Hauptgrund: Ein Großteil der Butter war so stark mit Mineralöl belastet, dass sie das Ergebnis auch mit teilweise guten Noten in der Tierhaltung nicht mehr rausreißen konnten. In 19 von 20 Produkten hat das Labor gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH) gefunden. Und das überwiegend in Gehalten, die wir als "stark erhöht" einordnen.

Diese Rückstände aus Mineralöl reichern sich im menschlichen Fettgewebe an, aber auch in Lymphknoten oder Organen wie Leber, Milz und Lunge. Toxische Effekte sind bisher zwar nicht bekannt, aber die Datenlage ist in unseren Augen noch zu dünn, um Langzeiteffekte auszuschließen.

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So viel MOAH war noch nie in einem Lebensmittel

Eine Butter im Test sticht dabei besonders heraus: Sie ist so hochgradig mit Mineralöl-Rückständen belastet, wie wir es noch nie in einem Lebensmittel gesehen haben. Nicht nur mit dem – bei Weitem – höchsten MOSH-Gehalt. Das beauftragte Labor hat in der Butter überdies einen Wert von 19,8 mg/kg aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH) gemessen.

Das ist ein in unserer Testgeschichte noch niemals gemessener Gehalt. MOAH sehen wir besonders kritisch, weil einige Verbindungen der Stoffgruppe krebserregend sind. Die EU hat einen MOAH-Richtwert von 2 mg/kg für Fette und Öle vorgeschlagen, der jedoch noch nicht rechtskräftig ist. Der Wert in der betroffenen Butter liegt fast zehn Mal so hoch.  

Woher kommt das Mineralöl in Butter? 

Mineralöl kann zum Beispiel aus Schmierölen von Maschinen in Lebensmittel gelangen. Ein Anbieter schreibt uns, dass er seit zwei Jahren an einer stärkeren Kontrolle der MOSH- und MOAH-Werte arbeite. Dabei habe man festgestellt, dass die Verpackung in wachskaschierter Alufolie einen wesentlichen Anteil an der MOSH-Belastung habe. Je näher sich die Butter am Ablaufdatum befinde, desto höhere MOSH-Werte seien zu erwarten.

Ansonsten sind wir im Test der Buttermarken auf Rückstände von Reinigungsmitteln gestoßen: Die meisten enthalten allerdings nur Spuren von Trichlormethan, eine Butter schöpft den zulässigen Grenzwert dagegen zu mehr als 50 Prozent aus.

Zur Erklärung: Trichlormethan kann als Nebenprodukt bei der Reinigung von Milchtanks oder Buttermaschinen entstehen. Es gilt als krebsverdächtig und kann beim Menschen auf Dauer Leber und Niere schädigen.

Wie steht es um Tierwohl und Transparenz? 

Natürlich interessierte uns auch, welches Leben die Kühe führen, die ihre Milch für unsere Testprodukte lieferten. Wir haben alle Anbieter und Molkereien darum gebeten, einen ausführlichen Fragenkatalog auszufüllen: Wie es mit dem Tierwohl in den Milchbetrieben steht, welches Futter die Kühe bekommen, wie viel Komfort und Auslauf sie im Stall haben, ob sie dort angebunden stehen oder wie lange sie auf einer Weide grasen dürfen.

Wir verlangten von den Anbietern, mindestens drei komplette Lieferketten bis zum Milchbetrieb durch detaillierte Nachweise offenzulegen. Erfreulich: Drei Viertel aller Anbieter waren vorbildlich in puncto Transparenz und antworteten uns ausführlich. Das gilt aber eben nicht für alle Marken.

Geht es um die Weidehaltung, ist das Ergebnis ernüchternder. Nur fünf von dreizehn Anbietern konventioneller Butter wiesen nach, dass zumindest ein Teil ihrer Kühe vier Monate oder länger weiden darf. Teilweise stehen die Kühe das ganze Jahr über im Stall.

Weidenhaltung in Irland 

Eine große Ausnahme stellt in Sachen Tierhaltung die Kerrygold Original Irische Butter, mildgesäuert dar. Denn das Leben irischer Kühe ist wegen des dortigen Klimas mit dem deutscher Kühe nicht vergleichbar: Sie grasen den ganzen Tag auf der Weide, und das zwölf Monate im Jahr.

Sie brauchen keine Massagebürsten im Stall oder anderen "Kuhkomfort". Sogar ihre Kälbchen dürfen sie selbst aufziehen – die Kerry Gold-Butter ist die einzige im Test mit muttergebundener Kälberhaltung.

Bio-Butter punktet beim Tierwohl 

Auch wenn es positive konventionelle Beispiele gibt: In der Summe kommen die Kühe hinter den Bio-Produkten häufiger auf eine Weide und vor allem: länger. Sechs Monate und mehr durften sie bei den fünf Anbietern grasen, die uns zum Weidegang Nachweise schickten.

Während die Bio-Kühe, für die uns Antworten vorliegen, mindestens viermal Kälbchen bekommen dürfen und danach Milch geben, sind es bei den konventionellen Kühen deutlich weniger Zyklen, im Fachjargon: die Laktationszahl ist niedriger. Bio-Kühe leben demnach länger. Bei Bio also alles in Butter?

Bei Bio ist allerdings nicht alles in Butter 

Leider nein. Denn Bio-Haltung erlaubt den Betrieben unter bestimmten Umständen immer noch, Kühe anzubinden. Ein Anbieter gibt auch "Anbindehaltung" bei unserer Frage zur Haltungsform zu Protokoll. Absolut ausschließen können wir Anbindehaltung aber auch für die übrigen Produkte nicht, da uns nicht für alle Betriebe lückenlose Belege vorliegen.

Wir meinen, dass vor allem die Bio-Branche in Sachen Anbindehaltung endlich einen Schlussstrich ziehen müsste und diese Haltungsform nicht mehr tolerieren dürfte.  

Bio-Butter im Test enthält mehr Omega-3-Fettsäuren

Übrigens: Je mehr Grünes Kühe fressen, desto höher ist der Anteil der als gesund geltenden Omega-3-Fettsäuren in der Butter. Wir haben die Fettsäurezusammensetzung im Labor nachmessen lassen und festgestellt: Alle Bio-Butter überspringen locker die Messlatte, die auf einen hohen Grünfutteranteil schließen lässt. Bei den konventionellen Produkten schaffen das nur zwei von 13.  

Butter als klimaschädliches Lebensmittel 

Butter oder Margarine nehmen? Das macht nicht nur beim Preis einen Unterschied, sondern auch für die Umwelt. Butter ist eine Klimasau, man muss es so deutlich sagen. Die Herstellung von einem Kilo Butter verursacht 9,0 Kilo Treibhausgase, rechnet das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (Ifeu) vor. Bei Margarine sind es mit 2,8 Kilo weniger als ein Drittel.

Butter gehört damit unter den ohnehin schon klimaschädlicheren tierischen Lebensmitteln zu denen mit dem größten CO2-Fußabdruck, weit vor Vollmilch (1,4 kg) oder Naturjoghurt (1,7 kg). Auch im Wasserverbrauch liegt die Butter dreifach so hoch wie Margarine.

Der Fußabdruck von Bio-Butter ist mit 11,5 Kilo wegen des hohen Flächenverbrauchs noch größer. Dafür bringt Bio andere Vorteile wie der Verzicht auf Pestizide. Und übrigens kann auch Margarine die Umwelt belasten, beispielsweise beim Anbau von Palmöl. Mehr dazu im Margarine-Test:

Weiterlesen auf oekotest.de:

Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Testverfahren

Wir haben 20 verschiedene Butter für diesen Test eingekauft. Vorrangig griffen wir zur mild gesäuerten Variante; wenn einzelne Marken diese nicht anboten, wählten wir Süß- oder Sauerrahmbutter. Sieben Butter sind mit einem Bio-Label zertifiziert, darunter auch Bioland, Naturland oder Demeter. Mit dabei ist wegen ihrer hohen Beliebtheit als einzige "Irische Butter" auch die der Marke Kerrygold.

Ein Labor analysierte, ob die Buttermarken den generellen Qualitätsanforderungen genügen. Dafür wurde unter anderem die Wasserverteilung, der pH-Wert und die Härte/Streichfähigkeit erfasst. Ein zu hoher Wassergehalt in Kombination mit zu großen Wassertröpfchen im Butterstück kann das Wachstum von Keimen begünstigen und spricht für Mängel im Herstellungsprozess. Um eine Keimbelastung auszuschließen, erfolgte eine mikrobiologische Untersuchung. Wir haben die Butter auf Mineralölbestandteile untersuchen lassen und auf Trichlormethan (Chloroform), das aus Rückständen von Reinigungsmitteln stammen kann.

Natürlich interessierten uns auch die Haltungsbedingungen der Kühe, die ihre Milch für die Butter lieferten. Wir wollten wissen, ob die Kühe unter artgerechten Bedingungen gehalten wurden, ob sie auf die Weide dürfen und ob Anbieter, Molkereien und Landwirte auf eine nachhaltige Produktion achten. Dafür ließen wir die Betriebe umfangreiche Fragebogen ausfüllen und verlangten detaillierte Nachweise für eine Auswahl von mindestens drei landwirtschaftlichen Betrieben. Über die Bestimmung der Omega-3-Fettsäuren erhielten wir Hinweise darauf, wie viel Gras oder Heu die Kühe als Grundfutter gefressen haben. Schließlich haben wir die Butter auf Geruch, Geschmack und Aussehen prüfen lassen. Sensorische Mängel fließen mit in die Bewertung ein.  

Bewertungslegende 

Soweit nicht abweichend angegeben, handelt es sich bei den hier genannten Abwertungsgrenzen nicht um gesetzliche Grenzwerte, sondern um solche, die von ÖKO-TEST festgesetzt wurden. Die Abwertungsgrenzen wurden von ÖKO-TEST eingedenk der sich aus spezifischen Untersuchungen ergebenden Messunsicherheiten und methodenimmanenter Varianzen festgelegt.

Bewertung Testergebnis Inhaltsstoffe: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um fünf Noten: ein gemessener Gehalt von mehr als 2 mg/kg an aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH). Dies entspricht dem im Mai 2022 vorgeschlagenen Richtwert für Fette/Öle der Europäischen Kommission. Zur Abwertung um vier Noten führt: ein gemessener Gehalt an gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen und Analogen (MOSH/MOSH-Analoge) der Kettenlängen C17 bis C35 von mehr als 4 mg/kg (in Tabelle: "stark erhöht"), sofern nicht schon für einen Gehalt an MOAH um fünf Noten abgewertet wurde. Zur Abwertung um jeweils zwei Noten führen: a) ein gemessener Gehalt an gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen und Analogen (MOSH/MOSH-Analoge) der Kettenlängen C17 bis C35 von mehr als 2 bis 4 mg/kg (in Tabelle: "erhöht"); b) ein gemessener Gehalt an Trichlormethan, der den gesetzlichen Grenzwert von 0,1 mg/kg zu mehr als 50 bis 100 Prozent ausschöpft (in der Tabelle: "erhöht"). Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) ein bestimmter Gehalt an Kontaminationskeimen von mehr als 1.000 Kolonie-bildenden Einheiten pro Gramm; b) ein gemessener Gehalt an grünfütterungsbedingten Omega-3-Fettsäuren von weniger als 0,8 g pro 100 g Fett bzw. von weniger als 0,5 mg/kg Fett bei Butter aus irischer Weidehaltung, bei welcher die Kühe in tieferen Lagen grasen (in der Tabelle: "zu niedrig"; c) ein gemessener Wassergehalt von mehr als 16 % in Kombination mit einer Bewertung der Wasserverteilung von weniger als vier Punkten auf einer Skala von eins bis fünf Punkten (in der Tabelle: "ungünstige Wasserverteilung").

Bewertung Testergebnis Sensorik: Unter dem Testergebnis Sensorik führt zur Abwertung um zwei Noten: ausgeprägte sensorische Mängel in Geruch und Geschmack (hier: alter Geruch und/oder Geschmack). Zur Abwertung um eine Note führt: leichte sensorische Mängel in Geruch und Geschmack (hier: leicht alter, leicht ranziger, leicht oxidierter Geruch und Geschmack, leicht alter und/oder leicht belegender Geschmack, fehlende Frische in Geruch und/oder Geschmack), wenn nicht schon wegen sensorischer Mängel um zwei Noten abgewertet wurde.

Bewertung Testergebnis Transparenz / Tierhaltung: Das Testergebnis Transparenz / Tierhaltung beruht auf einer maximalen Punktzahl von 46 Punkten. Bei 46 bis 40 Punkten lautet das Testergebnis Transparenz / Tierhaltung "sehr gut", bei 39 bis 32 Punkten "gut", bei 31 bis 24 Punkten "befriedigend", bei 23 bis 16 Punkten "ausreichend", bei 15 bis 8 Punkten "mangelhaft" und bei 7 bis 0 Punkten "ungenügend".

Unter dem Punkt Fragen zum Unternehmen, zu Haltung und Landwirtschaft beantwortet werden von der Gesamtpunktzahl maximal 12 Punkte vergeben. Bei 12 bis 10 Punkten sind die Fragen zum Unternehmen, zu Haltung und Landwirtschaft ausführlich beantwortet (in der Tabelle: "ausführlich"), bei 9 bis 7 Punkten überwiegend beantwortet (in der Tabelle: "überwiegend"), bei 6 bis 4 Punkten teilweise beantwortet (in der Tabelle: "teilweise") und bei 3 bis 0 Punkten unzureichend beantwortet (in der Tabelle: unzureichend").

Es gab drei Fragebögen: Der erste richtete sich an die Inverkehrbringer, der zweite an die Molkerei, der dritte an die landwirtschaftlichen Betriebe. Angeschrieben wurden die Inverkehrbringer. Es sollten mindestens drei an der Charge beteiligte landwirtschaftliche Betriebe die Fragen beantworten und Belege einreichen.

Für Fragen zum Unternehmen, zu Haltung und Landwirtschaft beantwortet erfolgt die Vergabe von jeweils einem Punkt: der Inverkehrbringer hat auf unsere Befragung reagiert; auf Fragebogen 1 teilweise geantwortet; auf Fragebogen 2 teilweise geantwortet; auf Fragebogen 3 teilweise geantwortet. Die Vergabe von zwei Punkten erfolgt jeweils für: die eingereichten Unterlagen des Inverkehrbringers belegen die Angaben innerhalb der Fragebögen teilweise; auf Fragebogen 1 vollständig geantwortet; auf Fragebogen 2 vollständig geantwortet; auf Fragebogen 3 vollständig geantwortet. Die Vergabe von drei Punkten erfolgt jeweils für: die eingereichten Unterlagen des Inverkehrbringers belegen die Angaben innerhalb der Fragebögen vollständig; auf Fragebogen 1 vollständig geantwortet und mit Dokumenten hinterlegt; auf Fragebogen 2 vollständig geantwortet und mit Dokumenten hinterlegt; auf Fragebogen 3 vollständig geantwortet und mit Dokumenten hinterlegt.

Innerhalb des Fragebogens an die Molkerei erfolgt die Vergabe von jeweils 1 Punkt, wenn folgende Bedingungen gegeben sind: Anzahl der Betriebe für die getestete Charge genannt (in der Tabelle: Rückverfolgbarkeit und höhere Qualitätsansprüche belegt: "gering"); Umweltbericht vorhanden (in der Tabelle: Nachhaltigkeitsziele belegt: "gering"). Die Vergabe von jeweils 2 Punkten erfolgt für: Anzahl der Betriebe für die getestete Charge genannt und überzeugend belegt (in der Tabelle: Rückverfolgbarkeit und höhere Qualitätsansprüche belegt: "teilweise"); eigene Umweltziele beschrieben (in der Tabelle: Nachhaltigkeitsziele belegt: "teilweise"). Die Vergabe von jeweils 3 Punkten erfolgt für: Anzahl der Betriebe für die getestete Charge genannt und überzeugend belegt und Anforderungen an Milchviehhalter über die üblichen Qualitätsbedingungen hinaus gestellt (in der Tabelle: Rückverfolgbarkeit und höhere Qualitätsansprüche belegt: "vollständig"); Umweltziele beschrieben und durch Dokumente überzeugend belegt (in der Tabelle: Nachhaltigkeitsziele belegt: "vollständig").

Innerhalb des Fragebogens an die landwirtschaftlichen Betriebe erfolgt die Vergabe von jeweils 1 Punkt, wenn folgende Bedingungen gegeben sind: alle antwortenden Betriebe geben die Haltungsstufe 3 Außenklima an; einer von drei der antwortenden Betriebe hat ein Protokoll der Tierwohlkontrolle vorgelegt (in der Tabelle: Unabhängige Tierwohlkontrolle belegt: "gering"); innerhalb der Tierwohlkontrolle wird ein Indikator erhoben (in der Tabelle: tierwohlbezogene Indikatoren berücksichtigt: "mäßig"); einer der antwortenden Betriebe bietet den Tieren nur ein Tool für den Komfort (in der Tabelle: Kuhkomfort belegt: "teilweise"); eine Laktationszahl von 4 bis 5 (in der Tabelle: Laktationszahl: "vertretbar"); einer von drei der antwortenden Betriebe gewährt den Kühen Weidegang, belegt dies jedoch nicht bzw. nicht für alle antwortenden Betriebe mit einem Weidetagebuch (in der Tabelle: Weidegang belegt: "gering"); ein Weidezeitraum von 4 bis 5 Monaten (in der Tabelle: Dauer Weidegang: "vertretbar"); ein Sojaanteil im Futter von weniger als 10 Prozent (in der Tabelle: akzeptabler Anteil Soja: "ja"); das Soja im Futter aller antwortenden Betriebe stammt aus einer entwaldungsfreien Lieferkette (in der Tabelle: entwaldungsfreies Soja: "ja"); GVO-freies Soja im verwendeten Futter aller antwortenden Betriebe (in der Tabelle: Soja ohne Gentechnik: "ja"). Die Vergabe von jeweils zwei Punkten erfolgt für: zwei von drei der antwortenden Betriebe haben ein Protokoll der Tierwohlkontrolle vorgelegt (in der Tabelle: Unabhängige Tierwohlkontrolle belegt: "teilweise"); innerhalb der Tierwohlkontrolle werden zwei Indikatoren erhoben (in der Tabelle: tierwohlbezogene Indikatoren berücksichtigt: "akzeptabel"); die antwortenden Betriebe bieten den Tieren mehrere Tools für den Komfort bzw. eine ganzjährige Weidehaltung ist belegt, wodurch komfortbietende Tools für den Stall irrelevant sind (in der Tabelle: Kuhkomfort belegt: "ja"); eine Laktationszahl von mehr als 5 (in der Tabelle: Laktationszahl: "hoch"); alle antwortenden Betriebe gewähren den Kühen Weidegang, belegen dies jedoch nicht bzw. nicht für alle antwortenden Betriebe mit einem Weidetagebuch bzw. nur ein Betrieb hat geantwortet, gewährt den Kühen Weidegang und belegt dies mit einem Weidetagebuch (in der Tabelle: Weidegang belegt: "teilweise"); ein Weidezeitraum von mehr als 5 Monaten (in der Tabelle: Dauer Weidegang: "lang"). Die Vergabe von jeweils drei Punkten erfolgt für: Haltungsstufe 4 Premium bzw. ganzjährige Weidehaltung; alle antwortenden Betriebe haben ein Protokoll der Tierwohlkontrolle vorgelegt (in der Tabelle: Unabhängige Tierwohlkontrolle belegt: "ja"); innerhalb der Tierwohlkontrolle werden mindestens 3 Indikatoren erhoben (in der Tabelle: tierwohlbezogene Indikatoren berücksichtigt: "ausführlich"); muttergebundene Kälberhaltung vorhanden (in der Tabelle: muttergebundene Kälberhaltung: "ja"); alle antwortenden Betriebe gewähren den Kühen Weidegang und belegen dies mit einem Weidetagebuch bzw. handelt es sich um irische Weidehaltung, die gemäß Standard Origin Green geregelt ist (in der Tabelle: Weidegang belegt: "ja"). Die Vergabe von vier Punkten erfolgt für: den Verzicht von Soja im Futter aller antwortenden Betriebe.

Es erfolgt keine Punktevergabe, wenn zu den Fragen keine Angaben gemacht wurden (in der Tabelle: "keine Angabe"). Steht bei konkret benannten Analyseergebnissen "nein", bedeutet das unterhalb der Bestimmungsgrenze der jeweiligen Testmethode.

Das Gesamturteil beruht zu je 50 Prozent auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe und dem Testergebnis Transparenz/ Tierhaltung. Es wird kaufmännisch gerundet. Ist das Testergebnis Inhaltsstoffe "mangelhaft", kann das Gesamturteil nicht besser sein als "mangelhaft". Ist das Testergebnis Inhaltsstoffe "ungenügend", kann das Gesamturteil nicht besser sein als "ungenügend". Ein Testergebnis Sensorik, das "befriedigend" ist, verschlechtert das Testergebnis Inhaltsstoffe um eine Note. Ein Testergebnis Sensorik, das "gut" ist, verschlechtert das Testergebnis Inhaltsstoffe nicht.

Testmethoden 

Testmethoden (je nach Zusammensetzung der Produkte):Mineralölbestandteile (MOSH/MOSH-Analoge; MOAH): DIN EN 16995:2017-08 mod. (Die Modifikation betrifft die Verseifung und eine andere Matrix).Enterobakterien: DIN EN ISO 21528-2:2019-05.Schimmelpilze und Hefen: L01.00-37:1991-12, ASU gemäß §64 LFGB. Escherichia coli (E.coli): DIN ISO 16649-2:2020-12.Kontaminationskeime: ISO 13559 IDF 153:2002-11Koagulase-pos. Staphylokokken: DIN EN ISO 6888-1:2022-06.Präsumtive Bacillus cereus: L01.00-72:2011-01 ASU gem. §64 LFGB. Listeria monocytogenes: DIN EN ISO 11290-1:2017-09.Salmonellen: DIN EN ISO 6579-1:2020-08.Fettfreie Trockenmasse: ASU L04.00-16: 1990-12.Wasser (Schnellmethode): DIN ISO 8851-1:2020-12.Wasserverteilung: ASU nach § 64 LFGB L04.00-9:1986-05.pH-Wert (Butterplasma): ASU L04.00-13: 2006-12.Härte: ASU L04.00-14: 1996-02.Fettsäureverteilung: Rev. 9 2020-12 (mittels GC-FID).Trichlormethan: Rev.3 2017-11, nach L01.00-35, ASU gemäß §64 LFGB. Sensorik: DIN 10964:2014-11 (Sensorische Prüfverfahren - Einfach beschreibende Prüfung), DIN ISO 22935:2012-12 (Teil 2 und 3) (Punktevergabe).

Einkauf der Testprodukte: August 2022 

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