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Ratgeber: Holzböden schützen und pflegen

Ratgeber Bauen 2015
vom 08.05.2015

Ratgeber: Holzböden schützen und pflegen

Geht alles wie geölt

Den Holzfußboden nach dem Schleifen richtig zu schützen, ist eine ganz eigene Kunst. Ganz edel wird der Boden erst bei der rich­tigen, natürlichen Oberflächenbehandlung mit Öl und Wachs.

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08.05.2015 | Holzfußböden wie Dielen und Parkett kommen im Haus schon seit Hunderten von Jahren zum Einsatz. Doch die abschließende Behand­lung der Hölzer geschah früher meist mit eher skurrilen Verfahren. So schützte man sie im Mittelalter noch mit aufgestreutem Stroh oder rieb sie später auch mal mit einer Speckschwarte ab. Erst seit etwas mehr als 200 Jahren hat sich die Behandlung mit natürlichen Ölen und Wachsen durchgesetzt und bewährt. Moderne Pflegeprodukte haben - richtig angewendet - nicht mehr den Nachteil, zu kleben oder unan­genehm zu riechen. Natürliche Fußbodenöle bestehen üblicherweise aus einem abgestimmten Gemisch aus Leinöl, Rhizinusöl, Sonnen­blumenöl und anderen Naturstoffen. Al­lergiker sollten allerdings darauf achten, dass keine Kobaltverbindungen als Härter enthalten sind. Nächster Fort­schritt: Seit einiger Zeit gibt es diese Öle auch in lösemittel­freier Qualität, sie enthalten weniger als 0,1 Prozent Lösemittel. Auch die Wachse, etwa auf Basis von Bienen- und Carnaubawachs, sind löse­mittelfrei erhältlich.

Fußbodenöle bereiten die Basis

Ein großer Vorteil der Ölimprägnierung ist das tiefe Eindringen des Gemischs in das Holz, sodass es von innen heraus gegen Verschmut­zung und Feuchtigkeit schützt. Das Öl bildet keinen Film an der Oberfläche wie bei einer Lackversiegelung. Dadurch bleibt das Holz atmungsaktiv, kann also die Raumluftfeuchtigkeit ausgleichen. Zugleich bedeutet dieser Schutz von innen heraus auch eine größere Sicherheit. Denn Versiegelungen können reißen, und dann breitet sich Feuchtigkeit durch diese Risse schädigend aus. Ölbehandeltes Holz ist zudem anti­statisch im Unterschied zu lackiertem Holz und dem Kunstprodukt Laminat. Zugleich bleibt nach dem Ölen die natürliche Holzmaserung fühlbar erhalten, und der Boden ist beim Begehen immer natürlich warm und nicht rutschig. Das Ölen intensiviert die natürliche Holzfarbe, man nennt dies Anfeuern. Wer das nicht möchte, kann zu weiß pigmentierten Ölen greifen. Ein weiterer Vorteil der Ölbehandlung ist die Möglichkeit, beschädigte Stellen punktuell nachzubehandeln, ohne dass der unbeschädigte Boden in Mitlei­den­schaft gezogen wird.

Manche Hersteller empfehlen, es bei der Ölbehandlung zu belassen. Mit lösemittelfreien Ölen -- die durch den Luftsauerstoff aushärten - behandelte Böden sind allerdings zumeist gegen mechanische Beanspruchung empfindlich. Dann müssen die Bewohner die Schuhe ausziehen, damit keine Steinchen ins Zimmer verschleppt werden, die zu hässlichen Laufstraßen führen. Auch müssen Bewohner mit Druck­stellen von Möbeln leben. Sogenannte Hartöle, mit denen sich bessere mechanische Eigenschaften erzielen lassen, sind hingegen etwas anders zusammengesetzt und enthalten in aller Regel Lösemittel, die für das Aushärten sorgen. Sie sind deshalb nur eingeschränkt zu empfehlen.

Wachse besorgen das Finish

Zum Schutz der weicheren Naturöle bieten die meisten Naturfarbenhersteller natürliche, lösemittelfreie Wachse zur Oberflächen­behand­lung an. Sie


Ratgeber: Holzböden schützen und pflegen
Ratgeber Bauen 2015 Seite 138
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Seite 138 - 141 im Ratgeber Bauen 2015
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