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8 Wassersprudler im Test

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ÖKO-TEST Juli 2018 | Kategorie: Bauen und Wohnen | 28.06.2018

8 Wassersprudler im Test

Wer Wasser selbst sprudelt, spart lästiges Kistenschleppen und leistet einen Beitrag für die Umwelt. Auch finanziell kann es sich lohnen. Doch Vorsicht: Gute Hygiene ist sehr wichtig. Wir können fünf Wassersprudler empfehlen.

Lohnt sich für mich ein Trinkwassersprudler? Ist es wirklich ökologischer, Wasser zu Hause zu sprudeln, als Mineralwasser in Flaschen zu kaufen? Falls ja, welches Gerät soll es sein? Allen Lesern, die sich mit diesem Test über solche Fragen informieren wollen, ist zunächst zu gratulieren. Sie gehören nämlich zu den Glücklichen, die über die wesentliche Bedingung für Wassersprudler verfügen: sauberes Trinkwasser. Es schadet nicht, sich hin und wieder zu vergegenwärtigen, dass das leider nicht selbstverständlich ist. Drei von zehn Menschen, mehr als zwei Milliarden weltweit, haben laut UNICEF keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser.

In Deutschland ist Leitungswasser grundsätzlich trinkbar, auch wenn es immer aufwendiger gereinigt werden muss. Aus dieser Sicht spricht also nichts gegen Sprudler. Im Hinblick auf die Umwelt hat das selbst gemachte Prickelwasser gegenüber Mineralwasser die Nase vorn: "Leitungswasser ist auf jeden Fall ökologischer als Mineralwasser", sagt Laura von Vittorelli, Wasserexpertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Hauptgründe für das schlechtere Abschneiden des Mineralwassers: Die Flaschen wollen produziert, zum Kunden transportiert und entsorgt sein. Je mehr Kilometer zwischen Abfüllung und Verkauf liegen, desto schlechter für die Umwelt.

Niels Jungbluth kann das bestätigen. Der Chef des Schweizer Beratungsbüros ESU-services vergleicht Leitungs- und Mineralwasser im Hinblick auf Umweltauswirkungen. Beispielsweise hat er 2014 eine Studie im Auftrag von Schweizer Gas- und Wasserversorgern angefertigt. Für ÖKO-TEST hat er die Berechnungen deutschen Verhältnissen angepasst. "Unter den gleichen Rahmenbedingungen verursacht der Sprudler etwa ein Achtel der Belastungen von deutschem Mineralwasser in der Mehrweg-PET-Flasche", bilanziert der Umweltingenieur. In der Studie wird der Wassersprudler für zwei Liter täglich und mit einer Nutzungsdauer von mindestens fünf Jahren eingesetzt.

Allerdings, auch das macht Niels Jungbluths Arbeit klar: Was man ökologisch mit Sprudlern gegenüber Mineralwasser gutmachen kann, nimmt sich verglichen mit dem gesamten alltäglichen Konsum eines Menschen verschwindend gering aus. Welche Verkehrsmittel man benutzt, spielt da eine erheblich größere Rolle. Und gegenüber Wein, Bier, Milch oder Saft schneidet wiederum Mineralwasser deutlich besser ab. Sogar wenn es im Ausland produziert wird.

Dennoch: Trinkwassersprudler können beim bewussten Konsum helfen. Und auch finanziell können sie sich lohnen. Für die Sprudler spricht auch: Man kann die Kohlensäure nach Wunsch dosieren und variieren. Und natürlich verfängt das Lieblingsargument vieler überzeugter Sprudelnder: "Nie wieder Wasserkisten schleppen!" All das spricht für die Anschaffung eines Wassersprudlers. Ein paar Dinge sind aber dann doch zu beachten, soll die eigene Gesundheit nicht den Bach runtergehen.

Zum einen kann sich besonders in Altbauten ein Check lohnen, ob Rohrleitungen nicht womöglich Schadstoffe wie unerwü


Wassersprudler: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Soda Trend Classic Wassersprudler-Set
  • DS Food

Kitchen Aid Artisan Trinkwassersprudler, Liebesapfel Rot
  • Kitchen Aid

Sodastream Crystal, titan
  • Sodastream

Sodastream Easy, weiß
  • Sodastream

Levivo Trinkwassersprudler, schwarz
  • Summary

Rosenstein & Söhne Eleganter Wassersprudler WS-110.Soda
  • Pearl

Aarke Sparkling Water Maker, Polished steel
  • Aarke

My Sodapop Sharon Trinkwassersprudler Premium-Pack
  • BL Balanced Lifestyle

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ÖKO-TEST Juli 2018 Seite 44
ÖKO-TEST Juli 2018 Seite 45

10 Seiten
Seite 36 - 45 im ÖKO-TEST Juli 2018
vom 28.06.2018
Abrufpreis: 2,50 €

Testverfahren

So haben wir getestet

Der Einkauf

Wir haben acht Trinkwassersprudler eingekauft. Zwei verfügen über Glas-, der Rest über PET-Flaschen. Für den teuersten Wassersprudler haben wir 266 Euro bezahlt, für den günstigsten mit Kartusche knapp 50 Euro. Marktführer Sodastream ist mit zwei Geräten vertreten.

Die Praxisprüfung

Wir ließen die Sprudler gründlich untersuchen: Wie einfach lassen sich die Geräte bedienen und reinigen? Wie gut funktioniert das Einsetzen der Wasserflaschen und der Wechsel der CO2-Zylinder? Wo mit Druck gearbeitet wird, ist Sicherheit besonders wichtig. Das Labor hat deshalb die mitgelieferten Wasserflaschen unter einen Druck von 16 bar gesetzt, also etwa das Doppelte dessen, was beim Hausgebrauch zu erwarten ist. Außerdem checkten die Prüfer, wie stabil die Sprudler stehen, ob sie gut verarbeitet sind und ob die Ergiebigkeit der CO2-Zylinder den Angaben der Anbieter entspricht.

Die Weiteren Mängel

Wir ließen mehrere Labore nach Schadstoffen fahnden: in den Dichtungen der Flaschen unter anderem nach problematischen Weichmachern; in den Geräten selbst nach umweltschädlichen chlorierten Verbindungen; und in einem Stoffüberzug aus Textil für eine Glasflasche auch nach problematischen Farbstoffen und umstrittenen halogenorganischen Verbindungen. Die beauftragten Laborexperten überprüften außerdem in einem Geschmackstest, ob die Flaschen das Wasser merklich beeinflussen und analysierten es auf den geschmacklich auffälligen Stoff Acetaldehyd.

Die Bewertung

Verbraucher erwarten, dass ein Wassersprudler sich einfach bedienen lässt und zugleich gut verarbeitet und sicher ist. Die Praxisprüfung bestimmt deshalb maßgeblich das Gesamturteil.

Aktuelle Ausgabe
ÖKO-TEST November 2018: Schwerpunkt Mikroplastik
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Zugehörige Ausgabe:
ÖKO-TEST Juli 2018
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Erschienen am 28.06.2018

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