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Kissen

Ruhe sanft

Es wird gedrückt, geknufft, geschoben und gezogen: Ein Kopfkissen macht Nacht für Nacht ganz schön was mit. Doch das innige Verhältnis zum Besitzer wird auch durch die Unsitte der Hersteller getrübt, ihre Produkte mit Chemikalien auszurüsten. Aber unser Test zeigt: Es gibt auch einige "sehr gute" Modelle, die einem nicht den Schlaf rauben.

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02.11.2012 | Fast ein Drittel seiner Lebenszeit verbringt der Mensch in inniger Umarmung mit seinem Kopfkissen. Der eine knautscht ein großes Exemplar zur Rolle, der Nächste drückt sich ein kleines Kuschelkissen an die Wange. Andere liegen "brav" auf ihrem Formpolster.

So unterschiedlich die Schlafgewohnheiten sind, so groß ist auch die Vielfalt bei den Füllungen: Nackenstützkissen aus vorgeformten Schaumstoff- oder Latexpolstern können bei Verspannungen eine Alternative sein. Federn und Daunen sind schön weich, aber nicht unbedingt geeignet für Personen, die viel schwitzen. Als pflegeleichter gelten waschbare Füllungen aus Synthetikfasern, zum Beispiel nachfüllbare Polyesterkügelchen oder leichtes Polyesterhohlfaservlies.

Wir haben 17 Kopfkissen mit Polyesterfüllung in die Labore geschickt und überprüfen lassen, ob sie umstrittene oder bedenkliche Substanzen enthalten.

Das Testergebnis

Insgesamt sechsmal können wir die Bestnote vergeben. Allerdings sind auch einige Ausreißer dabei, die man so gar nicht mit ins Bett nehmen will.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben Kissen in Größe 80 mal 80 Zentimeter eingekauft. Das quadratische Format ist immer noch das gängigste, und man hat in der Regel eine dazu passende Bettwäsche parat. Die meisten Modelle gibt es inzwischen auch in kleineren Größen. Die Füllungen der Kissen bestehen zu großen Anteilen oder komplett aus Polyester und sind bei mindestens 60 Grad waschbar.

Die Inhaltsstoffe
Die Hersteller setzen zum Teil ein ganzes Arsenal an Ausrüstungschemikalien ein: darunter der antibakterielle Wirkstoff Triclosan, das Insektizid Permethrin und zinnorganische Verbindungen, die beispielsweise Schimmelbildung vermeiden sollen. Außerdem wurde geprüft, ob sich Antimon aus den Kissen löst, das bei der Produktion von Polyesterfasern eingesetzt wird. Halogenorganische Verbindungen bleiben häufig als Rückstände der Bleiche zurück.

Die Bewertung
Vor nachteiligen Folgen der antibakteriellen Imprägnierungen warnt auch das Bundesinstitut für Risikobewertung. Produkte, die bedenkliche oder umstrittene Wirkstoffe wie Triclosan oder Silber enthalten, werten wir deshalb ab.

So haben wir getestet

Bevor es in die Labore ging, wurden die Nähte der Kissen zertrennt und Proben der Hüllen und Füllungen entnommen.