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Ratgeber: Diagnostik und Operationen

Nicht gleich in die Röhre

Spezial Rücken | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 17.04.2015

Ratgeber: Diagnostik und Operationen

Rückenschmerzen sind quälend. Da muss es doch eine Ursache geben. Gibt es sicher. Aber die ist nur selten auf Röntgenbildern oder Tomografien zu erkennen. Wichtiger als Bilder sind ein Gespräch mit dem Arzt und eine körperliche Untersuchung. Dann ist die Diagnose meist schon klar.

Wer sich sehr stark mit Rückenschmerzen plagt und das über längere Zeit, sollte zum Arzt gehen. Der kann etliches abklären, ganz ohne Röntgenbild oder Aufnahme aus dem MRT oder CT. Im Gespräch lässt er sich die Art der Schmerzen schildern, fragt nach möglichen Ursachen. Der Mediziner achtet auf Warnhinweise, die schnelles Handeln erfordert. Das sind Symptome wie Gefühlsstörungen oder Lähmungen in den Beinen, die auf Nervenschäden hinweisen. Fieber und Gewichtsverlust können Hinweise auf Entzündungen oder Tumorleiden sein, Stürze und Unfälle auf Brüche.

Körperliche Untersuchung: Sehen, fühlen, testen - in dieser Reihenfolge untersucht der Mediziner. Er bittet die Betroffenen, sich zu entkleiden, und kann dann erkennen, ob die Wirbelsäule s-förmig verläuft, das Becken gerade steht, ob Muskeln verspannt sind oder ob der Patient eine Schonhaltung einnimmt. Auch der Gang macht Probleme sichtbar.

Übungen zeigen die Beweglichkeit der Wirbelsäule: Beugt sich der Patient vor, misst der Arzt den Abstand zwischen Fingern und Boden. Er kann an der Rumpfbeuge auch ein Hohlkreuz erkennen oder eine seitlich gebogene Wirbelsäule. Zusätzlich prüft er, ob sich bei der Vor- und bei der Rückbeuge die Abstände zwischen den Dornfortsätzen der Wirbel verändern. Die Beweglichkeit der Halswirbelsäule zeigt sich, wenn der Patient den Kopf zu allen Seiten beugt und der Arzt ihn anschließend noch einmal selbst bewegt. Schließlich ertastet, berührt und drückt er die Wirbelknochen inklusive des Kreuz-Darmbein-Gelenks sowie die Muskeln. So findet er schmerzende Stellen und Verspannungen.

Ob Nerven gequetscht sind, zeigt eine Reihe von weiteren Tests. Der Arzt streicht auch über Arme und Beine, um mögliche Taubheitsgefühle oder Kribbeln zu lokalisieren. Reflextests mit dem Hämmerchen geben Auskunft, ob die Nerven ihre Signale richtig senden. Auch Muskeltests können auf Nervenstörungen hinweisen.

Laboruntersuchungen

Laboruntersuchungen sind nötig, wenn es Anzeichen für ernsthafte Erkrankungen gibt. Ein Blutbild zeigt zum Beispiel, ob der Körper eine Entzündung oder einen Tumor bekämpft. Auch bei entzündlichem Rheuma finden sich typische Antikörper. Bei unter 45-Jährigen, die schon länger an Rückenschmerzen leiden, kann eine Untersuchung auf das Gen HLA-B 27 sinnvoll sein, das viele Menschen mit entzündlichen Gelenkerkrankungen haben. Veränderte Werte von Kalzium und Phosphat können auf Knochenerkrankungen hinweisen.

Röntgen und Tomografien

Die sogenannten bildgebenden Verfahren zeigen, ob sich die Struktur der Wirbelsäule verändert hat. Der Klassiker ist nach wie vor die Röntgenaufnahme. Der Apparat schickt Röntgenstrahlen durch den betroffenen Körperteil und fängt sie auf einem Fotofilm oder Sensor auf. Dichte Gewebe wie Knochen fangen die Strahlen ab, sodass diese Stellen auf dem Bild weiß bleiben. Auf diese Weise lassen sich Knochenbrüche, verletzte oder verschlissene Knochen und Gelenke erkennen. Auch schiefe W

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Erschienen am 17.04.2015

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