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Schlankheitsmittel

So haben wir getestet

Der Einkauf
Arzneimittel, Medizinprodukte, ergänzend bilanzierte Diäten und Nahrungsergänzungsmittel: Das Feld der Schlankheitsmittel ist weit. Wir haben 21 Produkte in Apotheken, Drogerien, Supermärkten und Discountern eingekauft. Laut Anbieter sollen die Präparate entweder die Sättigung fördern, die Fettverbrennung beschleunigen oder aufgenommene Nahrungsfette binden.

Wirksamkeitsbelege und Nutzen
Der von uns beauftragte Gutachter, Professor Manfred Schubert-Zsilavecz vom Institut für Pharmazeutische Chemie der Uni Frankfurt, wertete die aktuelle Studienlage zu den Produkten aus. Außerdem begutachtete er die von den Herstellern zugesandten wissenschaftlichen Arbeiten. Geprüft haben wir auch, ob der wichtige Hinweis, dass eine kalorienarme Ernährung Bestandteil jeder Diät sein muss, auf den Verpackungen vermerkt ist.

Die Inhaltsstoffe
Produkte, deren Inhaltsstoffe mit Schadstoffen wie Pyrrolizidinalkaloiden oder Pestiziden belastet sein können, haben wir im Labor darauf untersuchen lassen. Ein Blick auf die Deklaration zeigte außerdem, ob umstrittene Stoffe wie Phosphate oder unnötige Zusätze wie Vitamine, Aromen oder Süßstoffe in den Schlankheitsmitteln enthalten sind.

Die Weiteren Mängel
Manche Hersteller lassen sich nicht gerne in die Karten schauen. Nicht zu tolerieren ist es aber, wenn aus der Deklaration überhaupt nicht hervorgeht, was genau in dem Produkt enthalten ist oder wie es wirken soll.

Die Bewertung
In der Leitlinie zur Prävention und Therapie der Adipositas ist es klar formuliert: Nur Präparate, deren Nutzen und Risiken klar erkennbar sind und die einen gesundheitlichen Nutzen erzielen, sind empfehlenswert. Dazu gehört laut Schubert-Zsilavecz auch ein langfristiger Abnehmerfolg. Kann dieser den Wirk- und Inhaltsstoffen der Schlankheitsmittel nicht bescheinigt werden, lautet das Urteil im besten Fall "mangelhaft".

So haben wir getestet

Mit B-Vitaminen und Acai-Beeren: Das Nahrungsergänzungsmittel wirkt mit diesen Zusätzen besonders gesund. Wissenschaftlich belegt ist der Nutzen für den Verbraucher aber nicht.

Hustenmittel

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben 24 verbreitete, nicht rezeptpflichtige Hustenmittel - sowohl Hustenreizdämpfer als auch Schleimlöser - mit verschiedenen pflanzlichen oder synthetischen Wirkstoffen zusammengestellt. Die meisten Arzneimittel kauften wir in Apotheken, einige in Drogeriemärkten.

Die Wirkstoffe
Auch für Arzneimittel, die ohne ärztliche Verordnung verwendet werden, sollte die Wirkung in modernen Studien stichhaltig belegt sein. Professor Manfred Schubert-Zsilavecz vom Institut für Pharmazeutische Chemie der Universität Frankfurt hat für uns die Mittel und ihre Wirkstoffe anhand von veröffentlichten Studienergebnissen beurteilt. Zudem haben wir die Beipackzettel auf wichtige Gebrauchs- und Warnhinweise durchgesehen.

Die Hilfsstoffe
Die Präparate sollten möglichst ohne problematische Hilfsstoffe auskommen. Dazu zählen bedenkliche Konservierungsmittel wie Parabene oder - im Falle von Kleinkindern - Benzoesäure und Natriumbenzoat. Auch Alkohol ist in Produkten, die von Kindern eingenommen werden können, tabu.

Die Bewertung
Wenn die Wirkung der Hustenmittel unzureichend oder gar nicht durch aussagekräftige Studien belegt ist, führt das zu starken Abwertungen. Alkohol in Präparaten, die auch für Kinder ausgelobt sind, sowie weitere bedenkliche Hilfsstoffe verschlechtern das Gesamturteil.

So haben wir getestet

Für die Kombination aus Thymiankraut und Primelwurzeln ist die schleimlösende Wirkung wissenschaftlich belegt.

Rückentrainingsbücher

So haben wir getestet

Der Einkauf
Aus dem Angebot an Büchern zur Rückengesundheit haben wir zehn ausgewählt. Wir konzentrierten uns auf Bücher mit einem großen Anteil an praktischen Übungen. Die Übungen sollten möglichst ohne Hilfsgerät auszuführen sein - abgesehen von einer Matte und einfachen Mitteln wie einem Gymnastikball. Wir beschränkten uns auf Bücher, in deren Zentrum die klassische Rückengymnastik steht. Wir wählten eine Mischung aus Bestsellern und weniger bekannten Büchern. Als Grundlage dienten uns die bei Online-Buchhändlern angegebenen Verkaufsränge. Die Bücher sollten nicht teurer als 20 Euro und möglichst aktuell sein.

Die Prüfung
Wir ließen die Bücher aus sportwissenschaftlicher und orthopädischer Sicht sowie in einem Probandenversuch begutachten. Dr. Gereon Berschin, Dozent am Sportzentrum der Universität Passau, schrieb eine wissenschaftliche Expertise, beratend zur Seite stand ihm dabei Prof. Dr. Hans-Martin Sommer, Facharzt für Orthopädie und ehemaliger Lehrstuhlinhaber für Sportmedizin an der Universität Marburg. Die Experten prüften die Qualität der Aussagen zu Themen wie Anatomie, Rückenschmerz und Training. Sie beurteilten die Trainingseinheiten unter funktionell anatomischen Gesichtspunkten insbesondere in Bezug auf die Kräftigung und Dehnung der relevanten Muskeln. Sie kontrollierten, ob die Übungen nicht Fehl- oder Überbelastungspotenziale bergen und ob sie zu einer Verbesserung der Haltungsqualität führen. In einem Probandentest bewerteten 34 Teilnehmer eines Rückengymnastikkurses und 45 Sportstudierende die Bücher unter anderem hinsichtlich der Gestaltung, der Verständlichkeit des allgemeinen Teils und der Übungen sowie der Nützlichkeit der Abbildungen und der zeitlichen Realisierbarkeit des Programms.

Die Beurteilung
Der erste Eindruck, die Handhabung und Verständlichkeit sind wichtig. Ob das Trainingsprogramm aus sportmedizinischer Sicht jedoch zu empfehlen ist, war uns noch wichtiger. In das Gesamturteil fließt das Urteil der Experten zu 90 Prozent und das der Probanden zu 10 Prozent ein.

So haben wir getestet

Klar und präzise? Unsere Experten prüften die Übungsbeschreibungen sehr genau.

Mittel gegen Harnwegsinfektionen

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben eine bunte Mischung an rezeptfreien Mitteln gegen Infektionen und Probleme der unteren ableitenden Harnwege eingekauft, darunter etliche Blasen- und Nierentees, die in Apotheken, Drogerien, Supermärkten und Discountern angeboten werden, sowie eine Reihe von Arzneimitteln aus der Apotheke. Zudem wählten wir zwei Produkte mit D-Mannose aus - ein Zucker, der erst seit Kurzem von verschiedenen Anbietern bei Harnwegsproblemen empfohlen wird.

Wirksamkeitsbelege und Beipackzettel
Sind die Produkte bei Harnwegsinfektionen tatsächlich wirksam? Das hat unser wissenschaftlicher Berater, Professor Manfred Schubert-Zsilavecz vom Institut für Pharmazeutische Chemie der Universität Frankfurt am Main, für uns recherchiert. Dafür durchsuchte der Pharmazeut wissenschaftliche Literaturdatenbanken und ordnete die Datenlage zu den eingesetzten Wirk- und Inhaltsstoffen ein. Zudem begutachtete er die Beipackzettel aller Produkte.

Die Hilfsstoffe
Für die Produktion von Tabletten, Kapseln und Instanttees werden allerlei Zusatzstoffe benötigt. Deshalb überprüften wir die Liste der Bestandteile aller Produkte auf umstrittene und bedenkliche Hilfsstoffe. Produkte mit färbender Zuckerkulör haben wir zudem auf problematische Imidazole überprüfen lassen.

Die Schadstoffbelastung
Alle Blasen- und Nierentees wurden auf Rückstände von Pestiziden sowie auf Pflanzengifte aus der Gruppe der Pyrrolizidinalkaloide analysiert. Da Experten vermuten, dass diese natürlichen Gifte sogar in Kräuterpräparaten wie Kapseln stecken, ließen wir nach ihnen zum ersten Mal in pflanzlichen Arzneimitteln wie Tabletten und Lösungen fahnden.

Die Bewertung
Empfehlenswerte Produkte sollten die Behandlung von Harnwegsinfektionen zumindest unterstützen, aber auch nicht schaden. Somit werteten wir das Fehlen von Wirksamkeitsbelegen ebenso streng ab wie Wirkstoffe mit gesundheitsschädlichem Potenzial. Weiteren Notenabzug gab es für Mängel im Beipackzettel. Pestizidrückstände, die Verunreinigung mit Pflanzengiften sowie problematische Hilfsstoffe verschlechterten besonders bei den pflanzlichen Mitteln das Gesamturteil.

So haben wir getestet

Vor der Analyse auf Pflanzengifte werden die Arzneitees sehr fein gemahlen.

Grippemittel

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben in Apotheken vor Ort und im Internet 14 Arzneimittel eingekauft, die die lästigen Symptome einer Erkältung lindern oder wie Angocin Anti-Infekt N die "Beschwerden bei akuten entzündlichen Erkrankungen der Bronchien, Nebenhöhlen (Atemwegsinfekte) ..." bessern sollen. Darunter sind drei Produkte der Marke Wick, die nach eigenen Angaben "weltweit meistverkaufte Erkältungsmarke", sowie Grippostad C und Aspirin Complex, die laut Daten der Marktforscher von ISM Health im Jahr 2015 zu den umsatzstärksten Präparaten bei den Erkältungsmitteln gehörten.

Wirksamkeitsbelege und Beipackzettel
Ist die Wirksamkeit der Mittel bei Erkältungen stichhaltig belegt und überwiegt der Nutzen die Risiken? Dafür hat Professor Manfred Schubert-Zsilavecz vom Institut für Pharmazeutische Chemie der Universität Frankfurt in medizinischen Literaturdatenbanken nach Studien gefahndet, diese ausgewertet und den Nutzen und die Risiken der Wirkstoffe und Mittel beurteilt. Zudem hat er die Beipackzettel aller Präparate auf wichtige Gebrauchs- und Warnhinweise durchgesehen.

Die Hilfsstoffe
In den Kapseln, Tabletten, Granulaten und dem Sirup stecken viele weitere Substanzen wie Überzugsmittel, Füllstoffe, Süßstoffe, Aromen oder Alkohol. All diese Stoffe sind im Beipackzettel aufzuführen. Wir haben geprüft, ob Problemstoffe darunter sind.

Die Bewertung
Eine Erkältung verläuft in den meisten Fällen harmlos. Mit Arzneimitteln, die nur einen Wirkstoff enthalten, lassen sich lästige Symptome wie Kopfschmerzen oder eine verstopfte Nase gezielt lindern. Präparate, in denen Schmerzmittel, Vitamin C, schleimhautabschwellende Substanzen oder Hustenmittel in einer bedenklichen, unsinnigen oder überflüssigen Weise miteinander kombiniert waren, erhielten von uns Notenabzüge. Wirkstoffe mit einem ungünstigen Nutzen-Risiko-Verhältnis werteten wir rigoros ab und ebenso den Zusatz von Allergiemitteln. Für Letztere ist der Nutzen bei einer normalen Erkältung überhaupt nicht belegt.

So haben wir getestet

Wichtiger Hinweis im Beipackzettel, der besser noch auf der Verpackung stehen sollte!