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Aceto Balsamico

So haben wir getestet

Der Einkauf
17 Marken Aceto Balsamico di Modena landeten in unserem Einkaufskorb. Alle Produkte tragen das gelb-blaue EU-Siegel für die geschützte geografische Angabe (g. g. A.) - italienisch: Indicazione Geografica Protetta (I. G. P.). Die Preisspanne reicht von günstigen 99 Cent bis teuren rund 14 Euro, jeweils für 500 Milliliter.

Die Inhaltsstoffe
Wie ein Aceto Balsamico di Modena g. g. A. beschaffen sein soll, regelt seit 2009 eine Verordnung. Darin sind unter anderem Mindestgehalte an Säure und Zucker festgelegt. Ob die Produkte die Vorgaben erfüllen, haben wir im Labor überprüfen lassen. Die Isotopenanalyse sollte Aufschluss darüber geben, ob der Essig ausschließlich auf Basis von Weinessig und Traubenmost hergestellt wurde. Dazu wurden die Verhältnisse von unterschiedlich schweren Kohlenstoff-, Sauerstoff- und Wasserstoffatomen ermittelt und mit Referenzdaten verglichen. Abweichungen deuten darauf hin, dass auch andere Pflanzen - außer der Weintraube - im Spiel waren, etwa Zuckerrübe oder Zuckerrohr. Mit Zuckerkulör gefärbte Balsamessige prüfte ein Labor außerdem auf schädliche Imidazole.

Die Weiteren Mängel
Die Hinweise auf den Etiketten sollen den Verbraucher informieren, aber nicht verwirren. Die Verpackungen hat ein Labor auf umweltschädliche PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen untersucht.

Die Bewertung
Ein hoher Traubenmostanteil steht für Qualität. Weinessigdominierter Aceto Balsamico kann daher bestenfalls "gut" sein. Kritisch sehen wir zudem das Färbemittel Zuckerkulör sowie deutliche Hinweise auf Fremdzucker.

So haben wir getestet

Ein Labormitarbeiter bereitet die Essigproben für die Erhitzung im Hochtemperaturofen vor. Anschließend folgt die Vermessung im Isotopenmassenspektrometer.

Vanilleeis

So haben wir getestet

Der Einkauf
Sommer, Sonne, Eis - und das liebste Eis der Deutschen ist das Vanilleeis. Deswegen haben wir 19 Vorratspackungen Vanilleeis in den großen Supermärkten, Discountern und Bio-Märkten eingekauft.

Die Inhaltsstoffe
Erst einmal haben wir prüfen lassen: Steckt eigentlich genug Vanille im Eis? Oder haben die Hersteller den Geschmack mit Aromen aufgepeppt? Außerdem wollten wir wissen, wie viel Luft die Hersteller in die Packungen pumpen und wie zuckrig das Eis ist. Auch auf Schadstoffe haben wir untersuchen lassen: Fettschadstoffe standen auf der Prüfliste der Labore, weil die eingesetzten Pflanzenfette damit verunreinigt sein können. Mineralöl kann zum Beispiel ins Produkt gelangen, wenn die Rohstoffe während der maschinellen Produktion in Kontakt mit Schmierölen kommen.

Die Bewertung
Wenn Hersteller so gut wie keine Vanille einsetzen, kann ihr Produkt nicht besser als "befriedigend" abschneiden. Mineralöl hat in Lebensmitteln nichts zu suchen. Weil die aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffe MOAH noch bedenklicher sind als die gesättigten Kohlenwasserstoffe MOSH/POSH, bewerten wir jene strenger. Bei viel Luft im Eis drücken wir ein Auge zu - aber nur, wenn die Hersteller nicht versuchen, damit zu tricksen. Wenn sie zum Beispiel die Fett- und Zuckergehalte damit kleinrechnen, kritisieren wir das unter den Weiteren Mängeln.

So haben wir getestet

Wie viel echte Vanille im Eis steckt, haben wir per Aromaanalyse bestimmen lassen.

Lebensmittel: Marke oder Discounter

So haben wir getestet

Der Einkauf
Sind Produkte vom Discounter genauso gut wie vergleichbare Markenartikel? Das haben wir an 35 Produkten aus fünf Produktgruppen überprüft. Im Wettstreit: die Eigenmarken von Aldi Nord, Aldi Süd, Lidl, Norma, Penny und Netto Marken-Discount gegen ein bekanntes Markenprodukt.

Die Inhaltsstoffe
Im Labor ließen wir die Produkte auf typische Schadstoffe untersuchen. So standen bei Rahmspinat Analysen zu Nitrat und Cadmium an, während die reishaltigen Nasi Gorengs unter anderem auf anorganisches Arsen getestet wurden. In fettreichen Produkten wie Pesto, Blätterteig und Kartoffelsalat suchten die Labore nach Mineralölbestandteilen und Fettschadstoffen. Bei den Pestos fahndeten sie auch nach Weichmachern, die aus den Schraubdeckeln übergegangen sein könnten. Gekühlte Artikel wie Blätterteig und Kartoffelsalat wurden mikrobiologischen Tests unterzogen. Weitere Analysen befassten sich mit dem Salzgehalt und Pestiziden.

Die Weiteren Mängel
Unter diesem Punkt reklamieren wir unter anderem zu kleine Portionsangaben auf den Verpackungen. Zudem prüfte ein Labor die Verpackungen auf PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen.

Die Bewertung
In den Pestos und Blätterteigen führen vor allem Belastungen mit Mineralöl (MOSH/POSH) und potenziell krebserregenden MOAH zu Abzügen. Nitrat und Cadmium im Rahmspinat bewerten wir in Anlehnung an die Grenzwerte für Tiefkühlspinat und Blattgemüse. Die Nasi-Goreng-Produkte enthalten durchweg zu viel Salz. Kritisch sehen wir auch Pestizide und Keimhemmungsmittel, die von internationalen Organisationen als besonders bedenklich eingestuft werden. Diese Stoffe gefährden in erster Linie die Anwender. Rückstände im Essen sollten vorsorglich ebenfalls vermieden werden.

So haben wir getestet

Woher kommt das Fleisch? Das können Verbraucher per QR-Code herausfinden; wie die Tiere gehalten wurden, erfahren sie jedoch nicht.

Erdbeeren

So haben wir getestet

Der Einkauf
Schon im Januar liegen sie in den Obstregalen der Supermärkte: Erdbeeren aus Spanien und Marokko. Lange vor der Saison locken die roten Früherdbeeren, die wir in zehn verschiedenen Supermärkten eingekauft haben.

Die Inhaltsstoffe und Weiteren Mängel
Erdbeeren wachsen in Spanien und Marokko auf riesigen Plantagen, auf denen jede Menge verschiedene Pestizide gesprüht werden. Für den Transport werden sie zusätzlich mit Fungiziden gespritzt. Deswegen haben wir ein Labor damit beauftragt, in jeweils drei Chargen nach mehr als 500 verschiedenen Giftstoffen zu fahnden. Zusätzlich haben wir die Anbieter gefragt, wo genau die Erdbeeren angebaut wurden und wie sie bewässert werden.

Die Bewertung
Erhöhte Rückstände eines Pestizids werten wir ab. Auch geringe Gehalte, also Spuren, kritisieren wir, wenn es sich um fünf oder mehr Spuren handelt, weil bisher überhaupt nicht geklärt ist, welche gesundheitlichen Auswirkungen diese Mehrfachrückstände haben können. Besonders bedenkliche Pestizide, die etwa krebserregend sind, bemängeln wir zusätzlich. Zu Punktabzügen führt auch, wenn die Erdbeeren in einer besonders trockenen Region angebaut werden.

So haben wir getestet

Pestizide werden auf dem Feld und vor dem Transport gespritzt - deswegen haben wir ein Labor beauftragt, die Erdbeeren auf mehr als 500 verschiedene Rückstände zu untersuchen.

Vegane Fertiggerichte

So haben wir getestet

Der Einkauf
Das Angebot an veganen Fertiggerichten wächst stetig. Um den Markt möglichst breit abzudecken, haben wir sowohl Tiefkühl- und Kühlprodukte als auch Dosen- und Instantgerichte getestet. Innerhalb dieser Produktgruppen haben wir uns für jeweils eine Geschmacksrichtung entschieden. Das Testfeld setzt sich so aus sechs mediterranen, sieben asiatisch geprägten und aus acht Chili-sin-Carne-Gerichten zusammen.

Die Inhaltsstoffe
Haben die Hersteller in Sojaprodukten gentechnisch veränderte Bestandteile eingesetzt? Sind die Zutaten mit Pestiziden belastet? Wie sieht es mit der Verunreinigung der Produkte mit bedenklichen Mineralölbestandteilen oder giftigen Schwermetallen aus? Erfahrene Labore haben die Fertiggerichte auf all diese Parameter untersucht. Bei den Tiefkühl-, Kühl- und Instantprodukten lag unser Augenmerk außerdem auf der Keimbelastung, bei den Konserven wurde nach dem Hormongift Bisphenol A gesucht. Probleme bereitet auch ein zu hoher Salzkonsum. Das Labor hat daher in allen Gerichten den Salzgehalt analysiert.

Die Sensorik
Bei jeglicher Art von Fertiggericht steht die Frage im Raum: Schmeckt das denn auch? Sensorikexperten haben sich der Produkte angenommen und sie hinsichtlich Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz bewertet. Anschließend vergaben sie je eine Gesamtpunktzahl. 5,0 Punkte erhielt ein Gericht dann, wenn die Prüfer rundum zufrieden waren.

Die Weiteren Mängel
Unrealistische Portionsgrößen, unvollständige Zubereitungshinweise, ungenaue Nährstoffangaben: Hersteller machen es den Verbrauchern häufig unnötig schwer. Wir haben daher genauer auf die Verpackungen geschaut und zeigen auf, wo noch Nachholbedarf besteht.

Die Bewertung
Lebensmittel sollen möglichst frei von Schadstoffen sein. Zu viel Mineralöl, Arsen oder Cadmium führen daher zu Notenabzug. Es gibt aber auch Inhaltsstoffe, die zwar nicht schädlich, aber unnötig und umstritten sind oder die erst - wie Kochsalz - in größeren Mengen problematisch sein können. Dies alles berücksichtigen wir unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe, das maßgeblich das Gesamturteil bestimmt.

So haben wir getestet

"Stark zerschlagen": Abzug gab es für die Kidneybohnen, die zum Teil halbiert waren.

So haben wir getestet

"Schleimig": Die Sensorikprüfer waren mit der Konsistenz des Gerichts nicht ganz zufrieden.