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Orangensaft im Test: Wie schlagen sich Hohes C, Innocent & Co.?

Magazin Januar 2022: Superfood Hafer | Autor: Birgit Hinsch/Frank Schuster/Lena Wenzel | Kategorie: Essen und Trinken | 10.01.2022

Orangensaft im Test: Welche Marken sind empfehlenswert?
Foto: ÖKO-TEST

Kein Saft ist in Deutschland beliebter als Orangensaft. Doch ist dieser ohne schlechtes Gewissen zu genießen? Studien belegen, dass die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern teils sehr bitter sind. Wir haben bei den Herstellern hierzulande nachgehakt. Welcher O-Saft ist empfehlenswert? 

  • Acht Orangensäfte im Test schneiden mit "gut" ab. 
  • Erste Wahl bei der Verpackung sind Glas-Mehrwegflaschen. Vor allem wenn regionale Hersteller sie befüllen. Überregional erhältlicher Saft ist gut in Kartons aufgehoben. Sie sind leichter und hinterlassen im Transport einen geringeren CO2-Fußabdruck.
  • Auffällig im Test: Die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern sind teils sehr bitter. 

Orangensaft zum Frühstück schmeckt frisch und sorgt für einen Vitaminkick. O-Saft ist in Deutschland beliebt, sogar beliebter als Apfelsaft. Doch die Bedingungen, unter denen Arbeiterinnen und Arbeiter in Brasilien, Mexiko und Südafrika die Orangen für unseren Frühstückssaft ernten, sind teilweise bitter.

Studien belegen, dass die Farmarbeiter oft zu wenig verdienen, um die Grundbedürfnisse für sich und ihre Familien abzudecken – etwa Nahrung, Kleidung, Bildung und Gesundheitsversorgung. Die Studien offenbarten auch eine Behinderung von gewerkschaftlicher Arbeit und eine mangelnde Arbeitssicherheit.

Orangensaft-Test: Hohes C, Innocent & Co. im Vergleich 

Wir wollten herausfinden, ob die Anbieter hierzulande Verantwortung für die Produktionsbedingungen entlang der Lieferkette übernehmen und sich um faire Verhältnisse kümmern. Dazu haben wir uns Unterstützung von den Experten der Control Union Certifications Germany geholt.

Wir fragten nach, ob die Hersteller uns die Lieferketten bis zu den Plantagen und faire Arbeitsbedingungen für die Pflücker belegen können, ob Farmen und Saftfabriken existenzsichernde Löhne zahlen und ob hochgefährliche Pestizide im Anbau verboten sind. Zudem ließen wir die 20 Orangensäfte in unserem Test in Laboren auf ihre Inhaltsstoffe, ihr Aroma und den Geschmack prüfen.  

Orangensaft im Test: Welche Marken überzeugen?
Orangensaft im Test: Welche Marken überzeugen? (Foto: Krakenimages.com/Shutterstock)

Vier Orangensäfte im Test fallen durch 

Das Ergebnis: Kein Orangensaft im Test schneidet mit Bestnote ab, acht Säfte können wir aber immerhin mit "gut" empfehlen. Auffällig: Der Preis ist kein Indiz für gute Qualität. Unter den vier Produkten, die mit "mangelhaft" oder "ungenügend" durchfallen, befinden sich auch teure Produkte. 

Was ist im Test von 20 Organgensäften aufgefallen? Erfreulich ist, dass alle Anbieter unsere Fragebögen beantwortet und teils umfangreiche Dokumente und Belege zum Nachweis ihrer Angaben geschickt haben. Zehn Anbieter legten ihre Lieferkette vollständig offen.

Enttäuschend aufseiten der Bio-Anbieter: Trotz kleinerer Anbau-Kooperativen und kürzerer Lieferketten zeigten nur zwei von ihnen vollständige Transparenz.  

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So steht es um faire Arbeitsbedingungen und Löhne 

Alle konventionell erzeugten Orangensäfte stammen aus Brasilien, die Bio-Säfte in unserem Test haben ihren Ursprung in Mexiko, Paraguay, Südafrika, Spanien und Ägypten. Wir wollten wissen, wie es um die Bedingungen für die Arbeiter auf den Farmen, Plantagen und in den Saftfabriken steht.

Wir fragten unter anderem nach den Möglichkeiten für sie, sich über Missstände zu beschweren, und ob Schutzkleidung beim Ausbringen von Pestiziden oder bei der Orangenernte bereitsteht. Alle neun Produkte mit dem Label der Rainforest Alliance können hier glänzen. Das Siegel steht für all diese Forderungen und regelmäßige Überprüfungen vor Ort durch unabhängige Dritte.

Sehr dünn dagegen fanden wir die Antworten und Belege, die wir von den Anbietern ohne nachgewiesene Zertifikate erhielten.

Wie fair sind die Arbeitsbedingungen in den Plantagen? Auch das bewerteten wir in unserem Test.
Wie fair sind die Arbeitsbedingungen in den Plantagen? Auch das bewerteten wir in unserem Test. (Foto: Dreamer Company/Shutterstock)

Hersteller und Anbieter sollten uns zudem darlegen, ob Berechnungen für existenzsichernde Löhne für die jeweilige Anbauregion vorliegen und ob bereits erste Schritte zu deren Sicherstellung erfolgt sind. Die deutlichsten Hinweise dazu gab es auch hier zu den Produkten, die von Rainforest Alliance zertifiziert sind. Auch andere Anbieter konnten mithalten.

Ein paar O-Säfte schmecken "wie frisch gepresst"

Und wie schmecken die Orangensäfte im Test? Nur drei von ihnen erzielten in der Sensorikprüfung ein "sehr gut". Den Geschmack beschrieben die geschulten Prüfer als "wie frisch gepresst". Es gibt auch wenige Produkte, die in der Sensorik nicht überzeugten. 

Sie zeigten bräunliche Reflexe in der Farbe. Das kann auf einen beginnenden Abbau der Frische hindeuten oder auf eine zu starke Erhitzung. Ihr Orangengeruch war zudem weniger ausgeprägt.

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Direktsaft vs. Orangensaft aus Konzentrat 

Übrigens: Die drei in der Sensorikprüfung "sehr guten" Produkte sind allesamt Direktsäfte. Ihr Saft stammt direkt aus der Pressung. Die Säfte aus Konzentrat werden hingegen nachträglich mit Trinkwasser wieder aufbereitet. Dabei werden auch die zuvor verlorengegangenen Aromen zugefügt.

Alle Produkte im Test durchliefen in einem Labor auch eine Aromastoffanalyse. Hier fiel ein O-Saft negativ auf. Das typische Aromaspektrum eines Direktsafts war deutlich abgereichert und entsprach eher einem nicht hinreichend rearomatisierten Saft aus Konzentrat, so das Urteil der Prüfer.

Unser Tipp: Orangensaft nicht direkt aus dem Kühlschrank trinken. Eine Weile stehen lassen. Erst dann entfaltet sich das volle Aroma.

Vitamin C in Orangensäften im Test 

Weitere Testergebnisse: 

  • Orangensaft gilt als effektiver Vitamin-C-Spender. Ein O-Saft im Test unterschritt jedoch den in den Leitsätzen für Fruchtsäfte empfohlenen Mindestgehalt an Vitamin C von 200 Milligramm je Liter. 
  • Einem anderen Produkt ohne Fruchtfleisch hingegen ist Vitamin C zugesetzt – was wir als überflüssig abwerten. In Orangen steckt ausreichend natürliches Vitamin C.
  • Eine gute Nachricht zum Schluss: Das von uns beauftragte Labor wies in keinem der Säfte Pestizide nach.

Für die Umwelt: Weg mit dem Verpackungsmüll 

Kommen wir auf die Verpackungen zu sprechen. Fast jeder zweite Frucht- und Gemüsesaft und -nektar in Deutschland ist in eine PET-Einwegflasche gefüllt. Bislang landeten sie größtenteils im Gelben Sack. Seit Juli 2021 ist die Pfandpflicht allerdings auf nahezu alle Einweggetränkeflaschen aus Kunststoff und Getränkedosen ausgeweitet.

Damit sollen sich die Raten in Sammlung, Sortierung und Verwertung erhöhen und die Entsorgung in der Umwelt reduzieren. Bisherige Ausnahmen von der Pfandpflicht, unter anderem für Fruchtsäfte und alkoholische Mischgetränke, fallen weg.

Nur wenige Orangensäfte in Glas-Mehrwegflaschen

Es gilt eine Übergangsfrist bis Juli 2022, für Milch oder Milcherzeugnisse bis 2024. Alle PET-Einwegflaschen im Test sind bereits pfandpflichtig oder werden es in Kürze sein, teilten die Anbieter mit.

Glas-Mehrwegflaschen stellen bei Frucht- und Gemüsesaft und -nektar laut Statistik des Fruchtsaftverbands (VdF) nur etwa zwölf Prozent. Dafür ist rund jeder dritte Frucht- und Gemüsesaft und -nektar in Deutschland ist in einer Kartonverpackung erhältlich. Bei Orangensaft liegt der Anteil an Kartons etwas höher.

Die Testsieger, die Testtabelle sowie das gesamte Ergebnis im Detail lesen Sie im ePaper.

Weiterlesen auf oekotest.de:

Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Testverfahren

Wir haben 20 Orangensäfte eingekauft und in die Labore geschickt, fünf davon sind Bio-zertifiziert. Alle Produkte enthalten 100 Prozent Fruchtsaft; acht sind Direktsäfte, die anderen sind aus Orangensaftkonzentrat. Ein Produkt muss kühl gelagert werden, da es sanfter pasteurisiert ist.

Wir haben alle Säfte in einer Aromenanalyse überprüfen lassen. Das Aroma in Orangensaft aus Konzentrat muss laut Fruchtsaftverordnung in seiner Zusammensetzung dem eines durchschnittlichen Orangendirektsafts entsprechen. Zudem beurteilten geschulte Sensoriker das Aussehen, den Geruch und den Geschmack der Säfte.

Labore untersuchten die Säfte auf Rückstände von Pestiziden und auf den Vitamin-C-Gehalt.

Doch nicht nur der Geschmack und die Inhaltsstoffe interessierten uns, sondern auch unter welchen Bedingungen die Arbeiter die Orangen, die meist aus Lateinamerika stammen, ernteten und in den Saftfabriken verarbeiteten. Um das herauszufinden, haben wir mit der Zertifizierungsorganisation Control Union Certifications Germany einen Fragebogen an die Hersteller entwickelt und uns bei der Auswertung beraten lassen.

Zudem schauten wir uns die Verpackungen an: Enthalten sie umweltschädliche chlorierte Verbindungen wie PVC? Gibt es die Möglichkeit einer Pfandrückgabe und wie hoch ist der Anteil an Recycelmaterial in Kunststoffflaschen?

Bewertungslegende 

Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Soweit nicht abweichend angegeben, handelt es sich bei den hier genannten Abwertungsgrenzen nicht um gesetzliche Grenzwerte, sondern um solche, die von ÖKO-TEST festgesetzt wurden. Die Abwertungsgrenzen wurden von ÖKOTEST eingedenk der sich aus spezifischen Untersuchungen ergebenden Messunsicherheiten und methodenimmanenter Varianzen festgelegt.

Testergebnis Inhaltsstoffe: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) eine geminderte Aromenqualität in einem Direktsaft, die durch eine deutliche Abreicherung des typischen Aromastoffspektrums in einem Direktsaft gekennzeichnet ist; b) ein Vitamin-C-Gehalt, der den in den Leitsätzen für Fruchtsäfte empfohlenen Mindestgehalt von 200 mg/Liter unterschreitet. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) ein Gehalt an HMF (Hydroxymethylfurfural) über dem für Orangensaft festgelegten Qualitätsparameter für HMF von 10 mg/l (Code of Practice der European Fruit Juice Association); b) überflüssiger Zusatz von Vitamin C. Steht bei konkret benannten Analyseergebnissen "nein", bedeutet das "unterhalb der Bestimmungsgrenze" der jeweiligen Testmethode.

Testergebnis Sensorik: Unter dem Testergebnis Sensorik führt zur Abwertung um jeweils eine Note: a) fehlender Geruch und Geschmack "wie frisch gepresst"; b) "bräunliche Reflexe" in der Farbe des Orangensaftes und/oder ein "etwas dumpfer" Geruch.

Testergebnis Produktion und Transparenz: Das Testergebnis Produktion und Transparenz beruht auf einer maximalen Punktzahl von 37 Punkten für Lieferkette für die getestete Charge ausreichend belegt, unternehmerische Sorgfaltspflichten ausreichend belegt, faire und sichere Arbeitsbedingungen für Farm- und Fabrikarbeiter ausreichend belegt, existenz sichernde Löhne und Verbot hochgefährlicher Pestizide. Bei 37 bis 32 Punkten lautet das Testergebnis Produktion und Transparenz "sehr gut"; bei 31 bis 26 Punkten "gut", bei 25 bis 20 Punkten "befriedigend"; bei 19 bis 14 Punkten "ausreichend"; bei 13 bis 8 Punkten "mangelhaft; bei weniger als 8 Punkten "ungenügend". Im Einzelnen wurden folgende Punkte vergeben: Lieferkette für die getestete Charge: ausreichend belegt ("ja") = 3 Punkte; teilweise belegt ("teilweise") = 2 Punkte; wenig belegt ("wenig") = 1 Punkt; keine Angabe ("nein") = 0 Punkte.

Unternehmerische Sorgfaltspflicht belegt: ausreichend belegt ("ja") = 11 Punkte; "überwiegend" belegt = 10 bis 6 Punkte; "teilweise" belegt = 5 bis 1 Punkt. Darin enthalten: a) Verhaltenskodex für Lieferanten ausreichend vorhanden (umfasst mindestens soziale und ökologische Kriterien): nachgewiesen = 3 Punkte; teilweise nachgewiesen = 2 Punkte; im Fragebogen mit "ja" angegeben, aber nicht nachgewiesen = 1 Punkt; nein/keine Angabe = 0 Punkte; b) Kommunikation und Überwachung des Verhaltenskodex: externe Überwachung = 3 Punkte; interne Überwachung = 2 Punkte; Unterschrift des Lieferanten erforderlich = 1 Punkt; nein/keine Angabe = 0 Punkte; c) Risikoanalyse bezüglich Menschenrechtsverletzungen entlang der Lieferkette in ausreichender Qualität vorhanden (notwendige Bestandteile sind: Beschreiben der wichtigsten sozialen Risiken, bezogen auf das Produkt und das Ursprungsland, Angabe der Risiken unter Hinzunahme von externen Daten und Quellen, Priorisierung der Risiken): nachgewiesen = 3 Punkte; teilweise nachgewiesen = 2 Punkte ; im Fragebogen mit "ja" angegeben, aber nicht nachgewiesen = 1 Punkt; nein/keine Angabe = 0 Punkte; d) Vertragsgestaltung mit dem Ziel verantwortungsvoller Einkaufspraktiken wie Mindestpreise, Mindestabnahmemengen o.Ä.: nachgewiesen = 2 Punkte; im Fragebogen mit "ja" angegeben und beschrieben, aber nicht nachgewiesen = 1 Punkt; keine oder keine aussagekräftigen Angaben = 0 Punkte.

Faire und sichere Arbeitsbedingungen für Farm- und Fabrikarbeiter: ausreichend belegt ("ja") = 15 Punkte; "überwiegend" belegt = 14 bis 7 Punkte; "teilweise" belegt = 6 bis 1 Punkt. Darin enthalten: a) geschützte und unabhängige Beschwerdemechanismen für Arbeiter auf Farmen vorhanden; b) geschützte und unabhängige Beschwerdemechanismen für Arbeiter in den Saftfabriken vorhanden; c) Versammlungsfreiheit und Gewerkschaften auf Farmen und in Fabriken; d) Bereitstellung von Schutzausrüstung; e) Schulungen zu Arbeitsschutz und Arbeitsrecht auf Farmen und in Fabriken: nachgewiesen = jeweils 3 Punkte; teilweise nachgewiesen = jeweils 2 Punkte; im Fragebogen mit "ja" angegeben, aber nicht nachgewiesen = jeweils 1 Punkt; nein/keine Angabe = jeweils 0 Punkte.

Existenzsichernde Löhne: bereits erreicht = 4 Punkte; in der Umsetzung ("in Umsetzung") = 2 Punkte; in der Planung ("in Planung") = 1 Punkt; keine Schritte erkennbar oder keine Angabe ("nein") = 0 Punkte. Verbot hochgefährlicher Pestizide: "ja" = 4 Punkte (alle Bio-zertifizierten Produkte); laut Verbotsliste Rainforest Alliance certified ("teilweise") = 2 Punkte; laut Positivliste "Prote-Citrus" (Citrus Protection Products), die in Brasilien für den Anbau von Zitrusfrüchten vorgesehen ist ("wenig") = 1 Punkt; keine oder keine aussagekräftigen Angaben ("nein") = 0 Punkte. Basis unserer Einordnung von hochgefährlichen Pestiziden ist die Verbotsliste des Pestizid-Aktions-Netzwerks Deutschland (PAN Germany), zuletzt aktualisiert im August 2021.

Testergebnis Weitere Mängel: Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils vier Noten: a) PET-Einwegflasche ohne Rezyklatanteil in der Flasche; b) PET-Einwegflasche mit ausgelobtem Rezyklatanteil in der Flasche, jedoch ohne Nachweis des Anteils für die getestete Charge. Zur Abwertung um zwei Noten führt: PET-Einwegflasche mit ausgelobtem und für die getestete Charge nachgewiesenem Rezyklatanteil in der Flasche. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung; b) Deklaration eines "natürlichen Orangenaromas" in der Zutatenliste, obwohl der Zusatz eines solchen Aromas laut Fruchtsaft- und Erfrischungsgetränkeverordnung in Orangensaft aus Orangensaftkonzentrat nicht erlaubt ist.

Das Gesamturteil beruht zu je 50 Prozent auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe und dem Testergebnis Produktion und Transparenz. Ein Testergebnis Sensorik, das "befriedigend" ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das "mangelhaft" ist, verschlechtert das Gesamturteil um zwei Noten. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das "ausreichend ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note. Testergebnisse Sensorik und Weitere Mängel, die "gut" sind, verschlechtern das Gesamturteil nicht. Ist das Testergebnis Produktion und Transparenz "mangelhaft", kann das Gesamturteil höchstens eine Note besser sein.

Testmethoden 

Pestizide: Pestizidscreening mit LC/MS/MS nach LFGB L00.00-113 : 2015-03 modifiziert (Einwaage, Miniaturisierung Reinigung). Perchlorat, Chlorat: LC-MS/MS. Refraktion, direkt gemessen: gemäß L 31.00-16 der ASU und per Biegeschwinger nach IFU-1A. Vitamin C (L-Ascorbinsäure): HPLC/UV nach IFU-17a. 5-Hydroxymethylfurfural (HMF): HPLC-UV gemäß IFU-69. Ethanol/Methanol: Headspace-GC-FID nach OIV MA-AS312-03. Untersuchung der Aromastoffe in Hinblick auf eine Übereinstimmung mit der Deklaration (Direktsaft oder Orangensaft aus Orangensaftkonzentrat) sowie auf den Zusatz von Fremdaromen: LRI-Kapillar-Gaschromatografie/Full-Scan MS und chirodifferenzierende Gaschromatografie/Full-Scan MS nach Destillation, Extraktion und Anreicherung entsprechend ASU L 00.00-106 modifiziert.

Sensorik: gemäß ASU § 64 LFGB L 00.90-22. Die Prüfungen erfolgten verdeckt und nach Personen getrennt. Auffällige Proben wurden wiederholt. Verkostung bei Raumtemperatur. Beschrieben wurden Aussehen, Geruch und Geschmack. PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung: Röntgenfluoreszenzanalyse.

Einkauf der Testprodukte: September 2021.

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