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Staubsauger-Test: Die besten Bodenstaubsauger im Vergleich

ÖKO-TEST Jahrbuch für 2020 | Autor: Jörg Döbereiner/Kai Thomas | Kategorie: Bauen und Wohnen | 17.10.2019

Staubsauger-Test: Die besten Bodenstaubsauger im Vergleich
(Foto: Africa Studio/Shutterstock)

Wir haben zwölf Bodenstaubsauger mit und ohne Beutel getestet. Auf dem Prüfzettel: Saugtests, Handhabung und Umwelteigenschaften. Ergebnis: Vier der Sauger sind insgesamt „gut“. Der Günstigste fällt durch.

Aktualisiert am 17.10.2019; Einkauf Testprodukte Sep 2018 | Welcher Staubsauger ist kraftvoll, ökologisch, einfach zu bedienen und zugleich erschwinglich? Für die Antwort haben wir den roten Teppich ausrollen lassen. Nicht irgendeinen, sondern den besonderen Normteppich für Staubsaugertests, einen dicht gewebten Wilton aus Naturwolle.

Staubsauger-Test mit Miele, Bosch, Dirt Devil & Co. 

Im Test: Zwölf Bodenstaubsauger, die Hälfte ohne Beutel, müssen auf dem Normteppich zeigen, was sie können. Und das ist erst der Anfang einer ganzen Reihe von Tests: Die kabelgebundenen Geräte müssen sich in drei weiteren Saugprüfungen beweisen, zwei davon auf Hartboden.

Außerdem nehmen drei Testpersonen die Geräte in die Hand: Sie saugen und checken die Handhabung. Und schließlich wären wir nicht ÖKO-TEST, wenn wir nicht auch auf Energieverbrauch, Lautstärke und Feinstaubemission prüfen ließen.

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Deutliche Unterschiede auf Teppich und Böden

Die Saugleistung: Staub vom roten Teppich sowie von Hartboden saugen, Reis und Linsen von Hartboden aufnehmen und Tierhaare vom Teppich entfernen. Zusammen machen diese vier Disziplinen die Hälfte unserer Gesamtbeurteilung aus. Wer hier patzt, hat damit eine gute Note verspielt. So passiert beim günstigsten Modell im Test: Gesamturteil „mangelhaft“.

Besonders gravierende Unterschiede bringt das Saugen von Reis und Linsen hervor. Während manche Sauger mehr als 95 Prozent aufnehmen, schaffen andere nicht mal die Hälfte. Das liegt häufig an der Konstruktion der Düse. Sechs Mal heißt es in dieser Prüfung: „mangelhaft“!

Staubsauger mit Beutel im Test besser als ohne

Sauger mit Staubbeutel schneiden in unserem Test am Ende etwas besser ab als ihre beutellosen Kollegen. Die Beutellosen sind zudem weniger hygienisch: Man kommt unweigerlich direkt mit Staub in Kontakt, wenn es an das Leeren der Behälter geht.

Die grundsätzliche Entscheidung für oder gegen Beutel hängt daher auch von der eigenen Gesundheit ab: Hausstauballergiker werden zum Beutel greifen. Andere Haushalte können mit beutellosen Geräten weniger Müll produzieren und Folgekosten sparen. Beides – Hygiene und Nachhaltigkeit – sind wichtige Anliegen.

Handhabung bei Staubsaugern im Test oft "gut"

Die Handhabung: Zwei Prüferinnen und ein Prüfer haben mit den Maschinen gesaugt, sie gewartet, Tasten und Regler geprüft. Der Test Handhabung beim Saugen fällt im Schnitt für zehn Modelle „gut“ aus, für zwei „befriedigend“. Die Leistung elektronisch per Regler einzustellen, das ist an allen Geräten außer einem Modell möglich.

Probleme beim Zusammenbauen gibt es mit bei drei beutellosen Saugern im Test. Man braucht zu viel Kraft, um Teile miteinander zu verbinden, etwa um den Schlauch an das Gerät anzuschließen. Der Filterwechsel funktioniert meist passabel, bei einem Modell etwas schwieriger. Mit Ausnahme eines Modells im Test zeigen alle Geräte an, wann es Zeit dafür ist.

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Staubsauger-Test: EU-Energielabel oft nicht richtig

Die Umwelteigenschaften: Auf ein Mindestmaß an Ökologie haben wir schon beim Einkauf geachtet: Es sind nur Geräte mit Energieeffizienzklasse A oder besser im Test. Das derzeit noch gültige EU-Energielabel reicht in der Kategorie Energieeffizienz von der Bestnote A+++ bis D. Im Test stellte sich heraus: Zwei sparsame Modelle verbrauchen umgerechnet weniger als 100 Wh für zehn Quadratmeter Hartboden. Ein Gerät, das immerhin Klasse A deklariert, braucht dagegen mehr als doppelt so viel.

Die Kategorie „Staubemission“ auf dem EU-Energielabel reicht – anders als die Energieeffizienz – von A bis G. Obwohl fast alle Geräte für die Staub­emission ein A ausloben, gibt es große Unterschiede. Die höchsten Emissionen in der Abluft zeigt ausgerechnet ein Produkt, das „Öko“ im Namen führt.  Auch diesen Sauger schmückt ein A, er kommt aber nach unseren Messungen nur auf ein C. Dagegen beurteilen wir die Feinstaubemission der besten fünf Geräte im Test als „gering“.

Getestete Bodenstaubsauger sind eher laut

Der leiseste Sauger im Test erreicht nur knapp 72 Dezibel. Der lauteste liegt zehn Dezibel darüber. Subjektiv empfunden ist er damit doppelt so laut, wenn man von möglichen störenden Geräuschanteilen wie einzelnen besonders unangenehmen Tönen absieht. Die übrigen Geräte finden sich zwischen diesen Werten, sind aber bis auf einen Sauger eher laut.

Die Testsieger, die Testtabelle sowie das gesamte Ergebnis im Detail lesen Sie im ePaper.

Diesen Test haben wir zuletzt im Ratgeber Bauen und Wohnen 5/2019 veröffentlicht. Aktualisierung der Testergebnisse/Angaben für das Jahrbuch 2020, sofern die Anbieter Produktänderungen mitgeteilt haben oder sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder wir neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt haben.

Weiterlesen auf oekotest.de:


Wir haben diese Produkte für Sie getestet

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Philips Performer Active FC8577/09, Copper Grey Philips
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Rowenta Silence Force Compact RO6361EA, blau
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Siemens Q 8.0 Autocontrol VSQ8AC342, red pepper
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Testverfahren

Wir haben zwölf kabelgebundene Bodenstaubsauger eingekauft, die mindestens Energieeffizienzklasse „A“ ausloben. Sechs haben Beutel, sechs sind beutellos. Das Testfeld ist preislich weit gestreut und reicht von 41,55 bis 329 Euro.

Wir schickten alle in ein für Staubsaugerprüfungen akkreditiertes Institut. Die Spezialisten saugten mit den Geräten Staub von Teppich und Hartboden sowie Reis und Linsen von Hartboden. Für die Tierhaarprüfung wurden Hunde- und Katzenhaare gleichmäßig auf einem Stück Teppich verteilt und eingearbeitet. Die Sauger mussten die Haare dann möglichst rasch entfernen. Zwei Prüferinnen und ein Prüfer checkten zudem die Handhabung: Wie gut lässt sich mit den Geräten saugen? Wie leicht lassen sich die Filter wechseln? Sind Schalter und Regler einfach zu bedienen?

Im Schadstofflabor schließlich analysierten Experten Teile, die man häufig anfasst, auf fortpflanzungsgefährdende Phthalate und krebserzeugende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

Die Saugprüfungen machen die Hälfte des Gesamturteils aus. Etwas geringer gewichten wir die Testergebnisse Handhabung und Umwelteigenschaften. Letztere können sich durch die Schadstoffprüfung verschlechtern.

Bewertungslegende 

Bewertung Testergebnis Saugen: Das Testergebnis Saugen setzt sich zu 35 Prozent aus dem Saugen von Staub auf Hartboden, zu 35 Prozent aus dem Saugen von Staub auf Teppich, zu 20 Prozent aus dem Saugen von Reis und Linsen auf Hartboden und zu 10 Prozent aus dem Saugen von Tierhaaren auf Teppich zusammen. Staubaufnahme von Hartboden und Saugen von Reis und Linsen auf Hartboden: 92 Prozent und mehr = sehr gut; 88 bis 91 Prozent = gut; 84 bis 87 Prozent = befriedigend; 75 bis 83 Prozent = ausreichend; weniger als 75 Prozent = mangelhaft. Die Prozentangaben sind auf ganze Zahlen kaufmännisch gerundet. Saugen von Staub auf Teppich: 15 Prozentpunkte oder mehr über dem tagesaktuellen Standardreferenzwert = sehr gut; 10 bis 14 Prozentpunkte über Referenzwert = gut; 5 bis 9 Prozentpunkte über Referenzwert = befriedigend; 3 Prozentpunkte unter bis 4 Prozentpunkte über Referenzwert = ausreichend; mehr als 3 Prozentpunkte unter dem Referenzwert = mangelhaft. Die Prozentangaben sind auf ganze Zahlen kaufmännisch gerundet. Saugen von Tierhaaren auf Teppich: Bewertet wird die benötigte Zeit, um eine Teppichfläche von 22 mal 88 Zentimetern von darin haftenden Tierhaaren zu befreien: 30 Sekunden oder weniger = sehr gut; 31 bis 50 Sekunden = gut; 51 bis 70 Sekunden = befriedigend; 71 bis 120 Sekunden = ausreichend; 121 bis 180 Sekunden = mangelhaft; mehr als 180 Sekunden = ungenügend.

Bewertung Testergebnis Handhabung: Dem Testergebnis Handhabung liegt die Note für die Handhabung beim Saugen zugrunde. Sie setzt sich zusammen aus der durchschnittlichen Bewertung von Schiebekraft, Manövrierbarkeit und Saugen unter Möbeln, jeweils auf Wilton-Teppich und auf Hartboden. Beim AEG LX8-2-Öko X Flexibility, recycled black und beim Dirt Devil Rebel 26 Reach DD2226-3, grau-rot lag diese Bewertung im „befriedigenden“ Bereich. Bei den anderen zehn Geräten im Test lag sie im „guten“ Bereich. Diese Note verschlechtert sich durch auffällige Handhabungsmängel. Zur Abwertung um jeweils eine weitere Note führen: a) Montage „eher schwierig“, „schwierig“ oder „sehr schwierig“; b) keine elektronische Leistungseinstellung und Nebenluftsteller scharfkantig; c) geringes Staubbehältervolumen von weniger als 1,5 Liter; d) keine Filterwechselanzeige; e) Filterwechsel eher schwierig.

Bewertung Testergebnis Umwelteigenschaften: Das Testergebnis Umwelteigenschaften ergibt sich aus Minuspunkten, die addiert und wie folgt in Noten umgerechnet werden: 0–1 Minuspunkte = sehr gut, 2–3 Minuspunkte = gut, 4–5 Minuspunkte = befriedigend, 6–9 Minuspunkte = ausreichend, mehr als 9 Minuspunkte = mangelhaft. Zur Abwertung um jeweils fünf Minuspunkte führen: a) eine auffallend hohe Staubemission von mehr als 0,08 % bis 0,20 % (entspricht Klasse C des Energielabels); b) ein sehr hoher kalkulierter Energieverbrauch von mehr als 180 Wh für 10 m² Hartboden. Zur Abwertung um vier Minuspunkte führt: Gerät ist laut (mehr als 80 dB[A]). Zur Abwertung um jeweils drei Minuspunkte führen: a) eine eher hohe Staubemission von mehr als 0,02 % bis 0,08 % (entspricht Klasse B des Energielabels); b) ein eher hoher kalkulierter Energieverbrauch von mehr als 140 bis 160 Wh für 10 m² Hartboden. Zur Abwertung um jeweils zwei Minuspunkte führen: a) ein moderater kalkulierter Energieverbrauch von mehr als 120 bis 140 Wh für 10 m² Hartboden; b) Gerät ist eher laut (mehr als 75 bis 80 dB[A]). Zur Abwertung um jeweils einen Minuspunkt führen: a) eine eher geringe Staubemission von mehr als 0,005 % bis 0,02 %; b) ein eher geringer kalkulierter Energieverbrauch von mehr als 100 bis 120 Wh für 10 m² Hartboden.

Bewertung Testergebnis  Weitere Mängel: Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um zwei Noten: ein Gehalt von in der Summe mehr als 1.000 μg/kg nicht als krebsverdächtig oder krebserregend eingestufter PAK. Zur Abwertung um eine Note führt: PVC/ PVDC/chlorierte Verbindungen im Produkt.

Das Gesamturteil beruht zu 50 Prozent auf dem Testergebnis Saugen, zu 30 Prozent auf dem Testergebnis Handhabung und zu 20 Prozent auf dem Testergebnis Umwelteigenschaften. Das Gesamturteil wird kaufmännisch gerundet. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ oder „ausreichend“ ist, verschlechtert das Testergebnis Umwelteigenschaften um eine Note.  

Testmethoden 

Staubaufnahme von hartem glattem Boden in Anlehnung an DIN EN 60312-1 (Kabelsauger): Aufsaugen von 50 g/m² Staub bei 0  g Befüllung mit 1 Doppelstrich (DS) (Angaben beziehen sich auf gesaugten Staub im Beutel/Behälter). Vorwärts und rückwärts beginnend: Jeweils Mittelwert aus 2 Messungen, bei auffälliger Streuung zusätzliche Prüfung. Für die Bewertung wurde der Mittelwert aus der vorwärts und der rückwärts beginnenden Prüfung gebildet. Grobgutaufnahme von hartem glattem Boden in Anlehnung an DIN EN 60312-1 (Kabelsauger): Aufsaugen von 60  g/m² Reis und Linsen bei 0 g Befüllung mit 1 DS (Angaben beziehen sich auf gesaugten Staub im Beutel/Behälter). Vorwärts und rückwärts beginnend: Jeweils Mittelwert aus 2 Messungen, bei auffälliger Streuung zusätzliche Prüfung. Für die Bewertung wurde der Mittelwert aus der vorwärts und der rückwärts beginnenden Prüfung gebildet. Staubaufnahme vom Teppich „Wilton“ nach DIN EN 60312-1: Aufsaugen von 125 g/m² Staub bei 0 g Befüllung mit 5 DS. Vergleich mit RSB-Standardreferenzwert. Mittelwert aus 4 Messungen. Das Ergebnis eines kalibrierten Referenzsaugers lag an Tag A bei 74,21 Prozent und an Tag B bei 74,63 Prozent gesaugten Staubs. Faseraufnahme von Teppich „Wilton“ mit Tierhaar: 0,5 g Tierhaare (50 % Hund, 50 % Katze) werden gleichmäßig auf eine Fläche von 22 x 88 cm auf einer Bodenplatte mit Teppich „Wilton“ aufgebracht, eingekämmt, mit einer Harke eingerollt und mit einer Walze eingewalzt. Das Prüffeld wird mit dem Sauger im Zickzack-Muster händisch abgefahren (maximale Saugkraft, 0 g Befüllung), bis alle Haare aufgesaugt sind. Messung der dafür benötigten Zeit und der Zeit für die anschließende händische Säuberung der Düse. Mittelwert aus 3 Prüfungen. Höchstes nutzbares Staubbehältervolumen: in Anlehnung an DIN EN 60312-1 mit Kunststoffgranulat, ohne Berücksichtigung von Maximal-Markierungen und Filterwechselanzeigen. Reemission: DIN  EN  60312-1. Geräusch: DIN EN 60312-1, Schallleistungspegel auf Hartboden. Energieverbrauch: DIN EN 60312-1, Leistungsaufnahme auf Wiltonteppich und Hartboden. Kalkulierter Energieverbrauch für 10 m² anhand Düsenbreite und Sauggeschwindigkeit von 0,5 m/s. Handhabung (2 Frauen, 1 Mann): Gebrauchsanweisung; Montage und Demontage; Griffe, Schalter, Tasten, Regler, Anzeigen; Handhabung beim Saugen auf Teppich: Beurteilung Schiebekraft bei maximaler Saugleistung; Beurteilung Manövrierbarkeit bei reduzierter Saugleistung (Schiebekraft 30 N); Saugen unter Möbeln; Handhabung beim Saugen auf Hartboden: Schiebekraft, Manövrierbarkeit, Saugen unter Möbeln jeweils bei maximaler Saugleistung; Filterwechsel, Entleerung Staubcontainer; Reinigung der Düsen. Schadstoffe (je nach Zusammensetzung des Produkts): PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen im Kabel: Röntgenfluoreszenzanalyse, in Anlehnung an DIN EN 62321. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK): GC-MS, AfPS GS 2014:01 PAK. Phthalate: GC-MS, DIN EN 62321-8.

Einkauf der Testprodukte: September 2018

Diesen Test haben wir zuletzt im Ratgeber Bauen und Wohnen 5/2019 veröffentlicht. Aktualisierung der Testergebnisse/Angaben für das Jahrbuch 2020, sofern die Anbieter Produktänderungen mitgeteilt haben oder sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder wir neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt haben.

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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2020
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