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Staubsauger-Test: Die besten Bodenstaubsauger im Vergleich

Ratgeber Bauen und Wohnen 2019 | Autor: Jörg Döbereiner/Kai Thomas | Kategorie: Bauen und Wohnen | 20.05.2019

Staubsauger-Test: Die besten Bodenstaubsauger im Vergleich
(Foto: Africa Studio/Shutterstock)

Wir haben zwölf Bodenstaubsauger mit und ohne Beutel getestet. Auf dem Prüfzettel: Saugtests, Handhabung und Umwelteigenschaften. Ergebnis: Vier der Sauger sind insgesamt „gut“. Der Günstigste fällt durch.

Welcher Staubsauger ist kraftvoll, ökologisch, einfach zu bedienen und zugleich erschwinglich? Für die Antwort haben wir den roten Teppich ausrollen lassen. Nicht irgendeinen, sondern den besonderen Normteppich für Staubsaugertests, einen dicht gewebten Wilton aus Naturwolle.

Staubsauger-Test mit Miele, Bosch, Dirt Devil & Co. 

Im Test: Zwölf Bodenstaubsauger, die Hälfte ohne Beutel, müssen auf dem Normteppich zeigen, was sie können. Und das ist erst der Anfang einer ganzen Reihe von Tests: Die kabelgebundenen Geräte müssen sich in drei weiteren Saugprüfungen beweisen, zwei davon auf Hartboden.

Außerdem nehmen drei Testpersonen die Geräte in die Hand: Sie saugen und checken die Handhabung. Und schließlich wären wir nicht ÖKO-TEST, wenn wir nicht auch auf Energieverbrauch, Lautstärke und Feinstaubemission prüfen ließen.

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Deutliche Unterschiede auf Teppich und Böden

Die Saugleistung: Staub vom roten Teppich sowie von Hartboden saugen, Reis und Linsen von Hartboden aufnehmen und Tierhaare vom Teppich entfernen. Zusammen machen diese vier Disziplinen die Hälfte unserer Gesamtbeurteilung aus. Wer hier patzt, hat damit eine gute Note verspielt. So passiert beim günstigsten Modell im Test: Gesamturteil „mangelhaft“.

Besonders gravierende Unterschiede bringt das Saugen von Reis und Linsen hervor. Während manche Sauger mehr als 95 Prozent aufnehmen, schaffen andere nicht mal die Hälfte. Das liegt häufig an der Konstruktion der Düse. Sechs Mal heißt es in dieser Prüfung: „mangelhaft“!

Staubsauger mit Beutel im Test besser als ohne

Sauger mit Staubbeutel schneiden in unserem Test am Ende etwas besser ab als ihre beutellosen Kollegen. Die Beutellosen sind zudem weniger hygienisch: Man kommt unweigerlich direkt mit Staub in Kontakt, wenn es an das Leeren der Behälter geht.

Die grundsätzliche Entscheidung für oder gegen Beutel hängt daher auch von der eigenen Gesundheit ab: Hausstauballergiker werden zum Beutel greifen. Andere Haushalte können mit beutellosen Geräten weniger Müll produzieren und Folgekosten sparen. Beides – Hygiene und Nachhaltigkeit – sind wichtige Anliegen.

Handhabung bei Staubsaugern im Test oft "gut"

Die Handhabung: Zwei Prüferinnen und ein Prüfer haben mit den Maschinen gesaugt, sie gewartet, Tasten und Regler geprüft. Der Test Handhabung beim Saugen fällt im Schnitt für zehn Modelle „gut“ aus, für zwei „befriedigend“. Die Leistung elektronisch per Regler einzustellen, das ist an allen Geräten außer einem Modell möglich.

Probleme beim Zusammenbauen gibt es mit bei drei beutellosen Saugern im Test. Man braucht zu viel Kraft, um Teile miteinander zu verbinden, etwa um den Schlauch an das Gerät anzuschließen. Der Filterwechsel funktioniert meist passabel, bei einem Modell etwas schwieriger. Mit Ausnahme eines Modells im Test zeigen alle Geräte an, wann es Zeit dafür ist.

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Staubsauger-Test: EU-Energielabel oft nicht richtig

Die Umwelteigenschaften: Auf ein Mindestmaß an Ökologie haben wir schon beim Einkauf geachtet: Es sind nur Geräte mit Energieeffizienzklasse A oder besser im Test. Das derzeit noch gültige EU-Energielabel reicht in der Kategorie Energieeffizienz von der Bestnote A+++ bis D. Im Test stellte sich heraus: Zwei sparsame Modelle verbrauchen umgerechnet weniger als 100 Wh für zehn Quadratmeter Hartboden. Ein Gerät, das immerhin Klasse A deklariert, braucht dagegen mehr als doppelt so viel.

Die Kategorie „Staubemission“ auf dem EU-Energielabel reicht – anders als die Energieeffizienz – von A bis G. Obwohl fast alle Geräte für die Staub­emission ein A ausloben, gibt es große Unterschiede. Die höchsten Emissionen in der Abluft zeigt ausgerechnet ein Produkt, das „Öko“ im Namen führt.  Auch diesen Sauger schmückt ein A, er kommt aber nach unseren Messungen nur auf ein C. Dagegen beurteilen wir die Feinstaubemission der besten fünf Geräte im Test als „gering“.

Getestete Bodenstaubsauger sind eher laut

Der leiseste Sauger im Test erreicht nur knapp 72 Dezibel. Der lauteste liegt zehn Dezibel darüber. Subjektiv empfunden ist er damit doppelt so laut, wenn man von möglichen störenden Geräuschanteilen wie einzelnen besonders unangenehmen Tönen absieht. Die übrigen Geräte finden sich zwischen diesen Werten, sind aber bis auf einen Sauger eher laut.

Die Testsieger, die Testtabelle sowie das gesamte Ergebnis im Detail lesen Sie im ePaper.

Weiterlesen auf oekotest.de:


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Testverfahren

Wir haben zwölf kabelgebundene Bodenstaubsauger eingekauft, die mindestens Energieeffizienzklasse „A“ ausloben. Sechs haben Beutel, sechs sind beutellos. Das Testfeld ist preislich weit gestreut und reicht von 41,55 bis 329 Euro.

Wir schickten alle in ein für Staubsaugerprüfungen akkreditiertes Institut. Die Spezialisten saugten mit den Geräten Staub von Teppich und Hartboden sowie Reis und Linsen von Hartboden. Für die Tierhaarprüfung wurden Hunde- und Katzenhaare gleichmäßig auf einem Stück Teppich verteilt und eingearbeitet. Die Sauger mussten die Haare dann möglichst rasch entfernen. Zwei Prüferinnen und ein Prüfer checkten zudem die Handhabung: Wie gut lässt sich mit den Geräten saugen? Wie leicht lassen sich die Filter wechseln? Sind Schalter und Regler einfach zu bedienen?

Im Schadstofflabor schließlich analysierten Experten Teile, die man häufig anfasst, auf fortpflanzungsgefährdende Phthalate und krebserzeugende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

Die Saugprüfungen machen die Hälfte des Gesamturteils aus. Etwas geringer gewichten wir die Testergebnisse Handhabung und Umwelteigenschaften. Letztere können sich durch die Schadstoffprüfung verschlechtern.

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