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Hartwachsöle im Test: Die besten für Möbel und Parkett

Ratgeber Bauen und Wohnen 2019 | Autor: Christian Ippach | Kategorie: Bauen und Wohnen | 25.04.2019

Hartwachsöle im Test: Die besten für Möbel und Parkett
(Foto: ÖKO-TEST)

Pflege für Möbel und Parkett: Wir haben 15 Hartwachsöle geprüft. Sie sollen Einrichtungsgegenständen aus Holz neues Leben einhauchen. Empfehlen können wir leider nur drei Produkte.

Von Zeit zu Zeit handeln sich Böden und Möbel aus Holz Kratzer und Flecken ein. Mit etwas Arbeit können aber auch gebrauchte Holzmöbel und Parkettböden wieder fast wie neu aussehen. Neben Zeit, Geduld und Arbeit benötigen Sie dafür natürlich auch das richtige Beschichtungsmittel.

Hartwachsöle im Test: Hartwachsöle für Innen von Osmo, Hornbach, Bondex & Co. im Vergleich 

Hartwachsöle eignen sich vor allem für Oberflächen, die stärkerer Belastung ausgesetzt sind. Sie bestehen häufig aus Lein- und Rizinusöl oder Wachsen wie Carnauba- oder Candelillawachs, enthalten aber oft auch Harze, Trockenstoffe sowie Binde- und Lösemittel.

Die Ölanteile ziehen in die Holzporen ein und imprägnieren das Material von innen. Die Wachsanteile setzen sich als dünner Schutzfilm auf die Oberfläche. Anders als bei Lacken bleibt die Beschichtung trotzdem so durchlässig, dass das Holz weiter atmen kann.

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Nur wenige Hartwachsöle im Test empfehlenswert

Im Test: Wir haben 15 farblose Hartwachsöle getestet, die alle Lösemittel enthalten. Wir wollten wissen, wie viel flüchtige flüchtige organische Verbindungen (VOC) aus Ihnen in die Luft entweichen und ob sich darunter problematische Stoffe befinden. Auch haben Labore die Öle auf allergisierende Zusätze wie Kobalt untersucht. Zudem haben wir uns die Informationen der Verpackungen ganz genau angeschaut.

Das Ergebnis: Nur drei Hartwachsöle können wir mit „gut“ oder „sehr gut“ empfehlen. Vier fallen mit „ungenügend durch. Acht Produkte sind „befriedigend“ oder „ausreichend“. Die Hauptrobleme im Test: VOC, allergieauslösendes Kobalt und krebsverdächtiges Naphthalin.

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Getestete Öle dünsten oft schädliche Stoffe aus

13 Produkte werten wir wegen einer Belastung mit flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) ab. VOC entweichen aus allen Produkten: während der Verarbeitung und danach. Sie stammen vor allem aus Löse­mitteln, die dafür sorgen sollen, dass sich die Wachse und Öle gut verarbeiten lassen. VOC belasten aber die Raumluft und können etwa zu Müdigkeit und Kopfschmerzen führen.

Drei getestete Öle enthalten zudem jeweils auffällige Mengen aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz Aromaten. Das sind besonders problematische VOC-Verbindungen, die das zentrale Nervensystem und innere Organe schädigen können.

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Krebsverdächtige Stoffe in einigen Produkten

In insgesamt acht Produkten im Test bemängeln wir außerdem Kobalt. Kobalthaltige Trockenstoffe in den Ölen sorgen dafür, dass sie schnell auf Oberflächen trocknen. Kobalt kann allerdings Allergien auslösen. Besonders problematisch sind Kobaltstäube, die beim Schleifen gestrichener Oberflächen entstehen können. Sie sind als krebserregend eingestuft.

Vier Hartwachsöle kritisieren wir wegen Naphthalin, eines zusätzlich wegen Butanonoxim. Beide Stoffe sind krebsverdächtig. Naphthalin kann etwa durch Erdölkomponenten in die Produkte gelangen. Butanonoxim steckt meist in den Produkten, um zu verhindern, dass sich eine Haut auf der Oberfläche bildet.

Häufig fehlen Infos zum Atemschutz

Eine Atemschutzmaske schützt beim Schleifen davor, möglichst keine schädlichen Schleifpartikel einzuatmen. Leider verlieren neun Anbieter auf den Verpackungen kein Wort darüber. Zu wenig Infos für den Heimwerkerlaien, wie wir finden.

Unser Tipp: Tragen Sie Hartwachsöle möglichst in gut belüfteten Räumen auf, und verwenden sie dabei Arbeitshandschuhe, eine Schutzbrille und eine Atemschutzmaske.

Die Testsieger, die Testtabelle sowie das gesamte Ergebnis im Detail lesen Sie im ePaper.

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Hartwachsöle im Test: Die besten für Möbel und Parkett

6 Seiten
Seite 100 - 105 im Ratgeber Bauen und Wohnen 2019
vom 16.05.2019

Testverfahren

Hartwachsöle schützen Fußböden, Möbel und Treppen. Aber wo bleibt der Schutz für Gesundheit und Umwelt? Im Labor haben wir die 15 farblosen Testprodukte umfangreich auf Schadstoffe prüfen lassen.

Sie alle sind lösemittelhaltig. Deshalb lag ein Schwerpunkt auf flüchtigen organischen Verbindungen (VOC), die aus den Lösemitteln entweichen. Wir wollten wissen, wie viele VOC in den Hartwachsölen stecken und ob sich darunter problematische Substanzen befinden.

Weitere Akzente in unserem Schadstoffcheck: allergisierende Zusätze wie Kobalt. Denn Hersteller setzen häufig Kobaltverbindungen als Trockner ein.

Außerdem haben wir uns die Produktverpackungen ganz genau angeschaut. Informierten die Hersteller darauf nicht ausreichend, gab es Notenabzüge unter dem Testergebnis Deklaration.

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