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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2012
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Dampfbügeleisen

Ein heißes Eisen

Für ein Dampfbügeleisen kann man 12,99 Euro ausgeben - oder mehr als das Fünffache. Lohnt sich die Investition? Unser Test zeigt: Einigermaßen glatt bügeln sie alle. Doch wer ein Modell sucht, das Falten mit ordentlich Bumms bekämpft, das nicht gleich angekratzt ist, wenn's mal über einen Reißverschluss ging und auf dessen ausgeglichene Temperatur Verlass ist, der sollte nicht zum Billigsten greifen.

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14.10.2011 | Fensterputzen, Staubwischen, Spülmaschine ausräumen - Hausarbeit hat viele unschöne Seiten. Doch nur bei einer Disziplin schlägt die Unlust bei den meisten Menschen in echten Hass um: dem Bügeln.

Da es so ganz ohne Bügeleisen nun mal nicht geht und etwa alle fünf Jahre ein Neukauf ansteht, haben wir uns angesehen, was so auf dem Markt zu haben ist. Wir haben neun Dampfbügeleisen eingekauft und testen lassen.

Das Testergebnis

Glatt machen sie alle. Einigermaßen zumindest. Mit den etwas teureren Geräten im Test kommt man allerdings etwas komfortabler zu schrankfertiger Wäsche - und einen Tick besser ist das Bügelergebnis auch. Drei Bügeleisen bekommen Abzüge, weil in ihren Griffen Schadstoffe stecken.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Dampfbügeleisen sind trotz des wachsenden Trends zur Dampfbügelstation noch immer der Normalfall in deutschen Haushalten. Die Zahl der marktbedeutenden Firmen hält sich in Grenzen. Wir haben neun Geräte eingekauft, die jeweils im mittleren Preissegment des Herstellers liegen.

Die technischen Prüfungen
Bei der Prüfung der technischen Eigenschaften hielt sich das beauftragte Labor an die Bügeleisen-Norm. Danach wird die Aufheizdauer bis zum Austritt von Dampf nach dem zweiten Heizintervall gemessen. Wie stark ein Bügeleisen dampfen kann, die sogenannte Dampfdosis, wird ermittelt, während das Gerät auf einem Gestell nach vorne und hinten bewegt wird - so wird das Bügeln simuliert. Neben der Dampfdosis interessierte uns auch der Dampfstoß, den man aktivieren kann, wenn eine Falte mal eine heftigere Behandlung braucht.
Heizt sich die Sohle gleichmäßig auf? Um das zu prüfen, stellten die Tester das Eisen auf ein Blatt Papier. Geprüft wurde auch, ob die Bügeleisen in den drei Einstellungen die nach Norm vorgegebenen Temperaturbereiche einhalten.
Die Kratzfestigkeitsprüfungen an den Bügelsohlen waren echte Härtetests. Die Sohlen wurden mit unterschiedlich harten Materialien bearbeitet - je weniger Kratzer sich zeigten, desto besser.

Der Anwendertest
Drei Testerinnen prüften die wesentlichen Funktionen der Bügeleisen. Ein Fragebogen gab vor, worauf zu achten war, etwa: Wie gut lässt sich Wasser einfüllen? Sind die Bedienelemente gut zu betätigen? Gebügelt wurde natürlich auch. Ein Experte beurteilte im Anschluss, wie gut ein Gerät Tischdecken und Kopfkissenbezüge aus Baumwolle und Herrenhemden mit Synthetikanteil glatt bekommt.

Die Materialprüfung
Etliche Bügeleisengriffe sind mit weichen Gummieinlagen versehen. Diese "Weichteile" ließen wir auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe sowie Weichmacher untersuchen. Alle Geräte wurden sowohl außen als auch innen auf Schwermetalle und bromierte Flammschutzmittel untersucht sowie auf PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe.

Die Bewertung
Die Bügelqualität, die ein Gerät erzielt, hat mit 40 Prozent einen hohen Anteil an der Beurteilung der praktischen Eigenschaften. Die Technik geht zu 30, die Handhabung zu 20, die Haltbarkeit zu zehn Prozent ein. Nicht alle Infos, die Sie in der Tabelle finden, haben wir bewertet. Bei Gewicht und Größe eines Bügeleisens etwa gehen die Vorlieben der Anwender auseinander. Auch den Stromverbrauch haben wir nicht berücksichtigt, denn hier kommt es vor allem auf die Bügeltechnik des Einzelnen an, weniger auf das Gerät. Kein Pardon gab es bei der Materialprüfung, die 30 Prozent des Gesamturteils ausmacht. Besser als das Ergebnis Praxisprüfung geht's allerdings nicht.

So haben wir getestet

Beim Philips GC 3640 heizt sich die Sohle gleichmäßig auf.

So haben wir getestet

Das Alaska-Gerät (rechts) hat so seine Schwierigkeiten.

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Bestellnummer: J1110
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