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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2012
vom

Tagescremes, getönt

Angeschmiert

Heute mal wieder etwas fahl im Gesicht? Eine getönte Tagescreme zaubert einen frischen, leicht gebräunten Teint. Doch leider enthalten viele Testprodukte bedenkliche Stoffe. Wer eine gute Creme will, kann nur auf zertifizierte Naturkosmetik und wenige konventionelle Marken zurückgreifen.

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14.10.2011 | In nur einem Schritt sollen getönte Tagescremes Pflege und frisches Aussehen bringen. Wer es schnell, praktisch und natürlich liebt, kann damit auch leichte Hautunreinheiten oder Rötungen kaschieren.

Wir haben den schnellen Weg zu einem natürlichen, frischen Teint geprüft, 14 getönte Tagescremes in die Labore geschickt und auf bedenkliche und umstrittene Inhaltsstoffe testen lassen. Neben teuren Marken aus der Parfümerie und der Apotheke sind auch günstige Drogeriemarken im Test.

Das Testergebnis

Qualität ist Mangelware: Die Hälfte der konventionellen Cremes rauscht mit "mangelhaft" und "ungenügend" durch den Test. Die vier Produkte mit Labeln für zertifizierte Naturkosmetik schneiden durchweg mit "sehr gut" ab. Zwei konventionelle Marken waren ebenfalls "sehr gut".

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Getönte Tagescremes sind eine Alternative zu Make-up für alle Frauen, die gerne einen natürlichen Look haben, aber nicht ganz ungeschminkt aus dem Haus gehen wollen. Es gibt sie in weniger Farbnuancen, weil sie sich dem jeweiligen Hautton besser anpassen. Neue Produkte haben wir bevorzugt eingekauft, Klassiker wieder neu auf ihre Zusammensetzung geprüft.

Die Inhaltsstoffe
Getönte Tagescremes enthalten oft hauptsächlich Wasser. Weil sich Keime darin gut vermehren, müssen sie konserviert werden. Dazu dienen manchmal halogenorganische Verbindungen, nach denen wir zunächst auf der Deklaration fahnden ließen. Auch wenn dort keine Vertreter auftauchten, ließen wir die Cremes im Labor untersuchen. Denn auch die eingesetzten Rohstoffe können konserviert sein, was dann nicht deklariert werden muss. Konservierungsstoffe, die krebsverdächtiges Formaldehyd abspalten können, werden ebenfalls noch immer eingesetzt und standen deshalb auf dem Prüfprogramm. Weil alle Produkte Parfüm enthalten, haben wir sie sowohl auf allergisierende als auch auf künstliche, problematische Duftstoffe untersuchen lassen. Damit sich bestimmte Inhaltsstoffe der Cremes vermischen, braucht sie Emulgatoren. Polyethylenglycole und deren Abkömmlinge (PEG/PEG-Derivate) schaffen das ganz prima, können die Haut aber durchlässiger für Fremdstoffe machen.

Der Praxistest
Wie gut die getönte Tagescreme deckt und ob sie Feuchtigkeit spendet, haben wir bewusst nicht getestet. Denn jede Frau hat andere Bedürfnisse und kommt besser oder schlechter mit derselben Creme zurecht. Der Schwerpunkt unserer Beurteilung lag deshalb auch auf den Inhaltsstoffen.

Die Bewertung
An oberster Stelle steht der gesundheitliche Verbraucherschutz. Je kritischer ein Schadstoff - ob möglicherweise krebserregend, hormonell wirksam oder allergisierend - desto strenger unsere Bewertung. Mängel in der Verpackung, beispielsweise ein Umkarton, der kein Glas schützt, erfassten wir unter dem Testergebnis "Weitere Mängel”. Doch erst wenn mehrere weitere Mängel zusammenkamen, wirkte sich das auf das Gesamturteil aus.

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