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17 Tipps, um sicheres & gutes Spielzeug zu erkennen

Autor: Lino Wirag & Redaktion | Kategorie: Kinder und Familie | 03.09.2020

Sicheres Spielzeug erkennen - wir haben 17 Tipps für Sie.
Foto: Shutterstock/Ewelina Wachala; Olesia Bilkei

Kinder verbringen Tag und Nacht mit ihrem Spielzeug, gerade die Kleinen stecken vieles in den Mund. Eltern sollten die folgenden Hinweise kennen, um besseres von schlechterem Spielzeug – am besten vor dem Kauf – zu unterscheiden.

Erst im April kamen Rechtsmediziner der Uni Düsseldorf in einer Studie zu dem Schluss, dass viele Spielzeug-Pistolen (wie die der Marke Nerf) so gefährlich sind, dass sie schwere Verletzungen – vor allem an den Augen – verursachen können.

Diesen eher offensichtlichen Gefahren stehen Probleme gegenüber, die man auf den ersten Blick nicht wahrnehmen kann: (Zu) viele Spielzeuge enthalten Schadstoffe und Umweltgifte. Kinder können die bedenklichen Stoffe aufnehmen, wenn sie längere Zeit mit belasteten Spielwaren in Kontakt sind oder diese in den Mund nehmen. ÖKO-TEST hat in der Vergangenheit regelmäßig Spielzeugartikel untersucht: Fast immer fanden wir dabei Produkte, bei denen Grenzwerte nicht eingehalten wurden.

Sicheres und gutes Spielzeug erkennen

Wenn Sie sicher gehen möchten, dass Sie es beim Kauf mit unbedenklichen Spielwaren zu tun haben, empfehlen wir, die folgenden Merkmale zu berücksichtigen. In Summe stehen sie für kindgerechtes, sicheres und umweltverträgliches Spielzeug:

  • Das Spielzeug besteht aus langlebigen, möglichst natürlichen und schadstoffarmen Rohstoffen.
  • Es ist stabil und robust, Nähte und Verschlüsse halten, es weist keine scharfen Ecken oder Kanten auf.
  • Das Spielzeug verströmt keinen Chemiegeruch.
  • Lackiertes Spielzeug sollte speichelecht sein. Das erkennt man an der Kennzeichnung DIN 53160. Die Kennzeichnung DIN 71-1 hingegen weist darauf hin, dass Spielzeug besonders strapazierfähig ist.
  • Das Spielzeug trägt das GS- oder TÜV-Prüfzeichen.
  • Jedes Spielzeug in Europa trägt mindestens das CE-Zeichen. Wo diese Kennzeichnung fehlt, stimmt etwas nicht – solche Produkte auf keinen Fall kaufen.
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    • Auf Billigspielzeug verzichten, denn dort werden bei Tests am häufigsten gesundheitsschädliche Stoffe und Grenzwertüberschreitungen festgestellt.
    • Spielzeug für Kleinkinder unter drei Jahren darf keine kleinen Teile enthalten, die sich lösen können. Auf die Altersangabe auf der Packung achten. Sind verschluckbare Teile enthalten, steht auf der Packung der Vermerk "Für Kinder unter drei Jahren nicht geeignet".
    • Bei Kinderschminke zu zertifizierter Naturkosmetik greifen (NaTrue- oder BDIH-Siegel). Diese Schminke kommt ohne Paraffine, Silikone und viele andere chemisch-synthetische Zutaten aus.
    • Bei Spielsachen wie Spieluhren, die Musik oder Geräusche machen, die Lautstärke prüfen. Viele sind für empfindliche Kinderohren zu laut.
    • Handelt es sich um ein batteriebetriebenes Spielzeug, sollte man es mit wiederaufladbaren Akkus betreiben können.
    • Das Spielzeug sollte sich nach Möglichkeit reparieren lassen und recycelbar sein.
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      • Das Produkt ist nicht übertrieben verpackt.
      • Herstelleradresse oder der Importeur sind genannt. So ist bei eventuellen Schadensfällen der Ansprechpartner klar.
      • Wer Wert auf fair gehandelte Spielsachen legt, sollte sich in Weltläden umsehen. Dort gibt es Spielsachen mit Fairtrade-Label.
      • Das Spielzeug sollte dem Alter und den Fähigkeiten des Kindes entsprechen.
      • Es lässt sich für viele Spiele nutzen, regt die Fantasie an und lässt sich ergänzen oder ausbauen.

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