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Versicherungen für E-Bike und E-Scooter: Wo Sie Geld sparen

Eine Übersicht verschiedener Policen

ÖKO-TEST Juli 2019: Titelthema Mineralwasser | Autor: Uwe Schmidt-Kasparek | Kategorie: Geld und Recht | 03.07.2019

Versicherungen für E-Bike und E-Scooter: Wo Sie Geld sparen
(Foto: ÖKO-TEST)

Immer mehr Menschen fahren Pedelec. Nun sind auch E-Scooter in Deutschland erlaubt. Wichtig im Straßenverkehr: Ein Versicherungsschutz. Wir haben verschiedene Angebote geprüft und verglichen. Worauf zu achten ist.

E-Scooter dürfen in Deutschland mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu Tempo 20 auf Rad­wegen und Radfahrstreifen fahren. Fehlen solche Wege, müssen sie auf die Straße. Auf Gehwegen sind sie nicht erlaubt. 

Wer E-Scooter fahren möchte, sollte wissen, dass die Tretroller eine erhöhte Verletzungsgefahr bergen – da sind sich Experten einig. „Wir schätzen das Sicherheitsrisiko der E-Scooter-Fahrer höher als das von Rad- oder Pedelecfahrern ein“, warnt Christoph Hartmann von der Provinzial Rheinland. Aufgrund der kleineren Raddurchmesser wären E-Scooter anfälliger für Stürze, vor allem durch Schlaglöcher und Fahrbahn­unebenheiten. Eine echte Schadenstatistik haben aber die deutschen Versicherer noch nicht.

E-Scooter Versicherung: Private Haftpflicht reicht nicht aus 

Immerhin gibt es aber eine Pflichtversicherung für E-Scooter; eine private Haftpflicht reicht nicht aus. Wer ohne Versicherungsschutz „rollt“, muss nach dem Pflichtversicherungsgesetz mit Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr oder Geldstrafen rechnen. Der Versicherungsschutz lehnt sich an die Mofaversicherung an. Es gibt aber kein Versicherungskennzeichen, sondern eine selbstklebende Plakette, die mit einem fälschungssicheren Hologramm versehen ist.

Wer eine Versicherungsplakette hat, ist damit von allen Ansprüchen, die Dritte nach einem Schaden an ihn richten, befreit. Die Versicherung übernimmt alle Personen-, Sach- und Vermögensschäden.

Kostenunterschiede bei Versicherungen sind gravierend 

Die fehlende Schadenserfahrung zeigt sich in unserer Stichprobenuntersuchung zum Versicherungsschutz von E-Scootern bei zehn Kfz-Versicherern, darunter den Marktführern HUK-Coburg und Allianz. Die Kostenunterschiede sind gravierend: Während junge Fahrer unter 23 Jahren bei einer Versicherung 29 Euro für ein Jahr Kfz-Haftpflichtschutz zahlen, wollen andere 86 Euro und 74 Euro kassieren. 

Wer zur Pflichtversicherung eine Teilkaskopolice für sein Gefährt abschließt, kann dies als älterer Fahrer bei einer der geprüften Versicherungen für 35 Euro pro Jahr. Demgegenüber müssen Erwachsene bei anderen Anbietern 98 Euro und 94 Euro zahlen. Entscheidend für die Prämie ist beim Teilkasko­schutz der Wert des E-Scooters.

Auch bei den Leistungen gibt es Unterschiede. So ist bei einer Versicherung eine Neupreisentschädigung für den Akku enthalten. Bei einem anderen Anbieter genießen E-Scooter im Rahmen des E-Mobilschutzes eine Absicherung für Schäden durch Diebstahl, Vandalismus, Beschädigung durch Unfall sowie Feuchtigkeits- und Elektronikschäden an Akku, Motor und Steuerungs­geräten. 

Wir haben Sparpotiental beim Versicherungsschutz für E-Roller entdeckt. Den gesamten Artikel und eine vergleichende Tabelle lesen Sie im e-Paper. 

Pedelec Versicherung: Worauf Sie beim Elektrofahrrad achten sollten 

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 980.000 E-Bikes verkauft – ein Plus von 36 Prozent. Die meisten dieser E-Bikes sind „Pedal Electric Cycles“, kurz Pedelecs. Dabei handelt es sich um ein Fahrzeug mit einem Elektrohilfsantrieb, dessen Unterstützung aussetzt, sobald eine Geschwindigkeit von 25 Stunden­kilometern erreicht wird oder der Fahrer mit Treten aufhört. Für Pedelecs gibt es keine Versicherungspflicht. Trotzdem sollte der Fahrer sich unbedingt in zweifacher Hinsicht absichern.

Zum einen kann man – wie jeder Radfahrer – einen schweren Unfall verursachen. Kommen dabei Personen zu Schaden, kann es sehr teuer werden. Daher ist eine private Haftpflicht für Rad- und Pedelec-Fahrer unerlässlich. Grundsätzlich sollte diesen Schutz jeder haben. Da es auch passieren kann, dass man selbst durch andere verletzt wird, sollte die private Haftpflicht immer einen Forderungsausfallschutz inklusive Rechtsschutz enthalten. Er wirkt wie eine Personenvollkasko, falls der Schädiger nicht oder gering versichert ist.

Welche Versicherungen außerdem wichtig sind und worauf Sie achten sollten, lesen Sie im e-Paper. Dort finden Sie auch eine vergleichende Tabelle der unterschiedlichen Versicherungen. 

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