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Ratgeber: Wärmedämmverbundsysteme

Ratgeber Bauen und Wohnen 2014 mit CD
vom 09.05.2014

Ratgeber: Wärmedämmverbundsysteme

Brandgefährlich?

Sie sollen doch einfach nur die Wärme im Haus halten. Aber auf einmal scheinen Wanddämmplatten aus Polystyrol in Deutschlands Medien zu Feuermonstern mutiert zu sein, und unwirtschaftlich seien sie auch noch. Was ist dran an der Kritik, die den Sinn des Dämmens zum Teil grundsätzlich in Frage stellt?

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09.05.2014 | Dieter "Könnes kämpft". Unter diesem Motto engagiert sich der WDR-Reporter für Verbraucherrechte und gegen Ungleichbehandlung. Mit entschlossener Miene geht er in der "WDR Servicezeit" gegen echtes oder vermeintliches Unrecht vor, in der Sendung vom 7. Februar 2014 gegen "Wärmedämmung - die große Energiesparlüge". Da kommen Experten, wütende Rentner und ratlose Wohnungsbesitzer zu Wort. Der schlecht vorbereitete Geschäftsführer des Fachverbands Wärmedämmverbundsysteme redet sich um Kopf und Kragen und selbst Stephan Kohler, Medienprofi und Chef der Deutschen Energieagentur dena, ist den geschickten Fragen des Reporters nur bedingt gewachsen. Der entsprechende Schnitt der Bilder und zweifelnde Kommentare Könnes tun ein Übriges. Dazu dramatische Musik und noch dramatischere Bilder von brennenden Häusern und enttäuschten Hausfrauen. Am Ende bleibt beim Betrachter ein großes Unbehagen zurück: Gegenüber Wärmedämmverbundsystemen (WDVS), vor allem solchen aus Polystyrol, im Volksmund meist unter dem Markennamen Styropor bekannt. Aber auch gegenüber der Art von Journalismus, bei dem in einer halben Stunde Sendezeit ein Skandal aufgedeckt werden muss, koste es was es wolle.

Immerhin: Der WDR-Beitrag hebt sich letztendlich doch noch heraus aus einer ganzen Reihe von Beiträgen in Tageszeitungen und Fernsehsendungen über Wärmedämmverbundsysteme, die in reißerischer Aufmachung und unter beiläufiger Missachtung technischer Details, entlastender Fakten und einer differenzierenden Darstellung Urängste vor einem Wohnungsbrand wecken. Zuletzt befasste sich sogar die ehrwürdige Frankfurter Allgemeine Zeitung kritisch mit dem Dämmstoff Styropor. Von "verlorener Unschuld" und "dramatischen Vorfällen" war da die Rede. "Kein Wunder", so die FAZ, "dass die Debatte um den aufgeschäumten Kunststoff an den Hausfassaden bald in einen Glaubenskrieg um die Sinnhaftigkeit des Dämmens überhaupt gipfelte."

Die erfolgsverwöhnten Hersteller der Dämmsysteme, in denen zu rund 80 Prozent das Erdölprodukt Polystyrol als Dämmstoff zum Einsatz kommt, wurden von den Medienberichten kalt erwischt. Und obwohl rund 40 Millionen verbaute Quadratmeter WDVS pro Jahr für Milliardenumsätze und entsprechende kommunikative Ressourcen sorgen, kam eine Informationskampagne nur langsam in Gang. Widerstreitende Verbandsinteressen, fehlende Übung in Krisenkommunikation und wohl auch die Hoffnung auf ein Vorüberziehen des Sturms verhinderten lange eine sachliche und auch für Laien nachvollziehbare Auseinandersetzung. Das nutzte auch schnell die Konkurrenz, die Hersteller von Mineralfaser-Dämmstoffen: Ihre Produkte seien garantiert nicht brennbar, verkünden die aktuellen Werbespots von Steinwolle und Co. Zurück bleiben verunsicherte Hauseigentümer, Mieter und Hausgemeinschaften. Auch bei den Handwerkern wächst die Unruhe. Fortbildungen und Vorträge zu WDVS sind so gut besucht wie nie, auch weil der Beratungsbedarf der Kunden wächst.

Einige dieser Fragen greifen wir im Folgenden auf und versuchen, ve


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