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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2014
vom

Heckenscheren

Ab durch die Hecke

Die Heckenschere ist eine Saisonarbeiterin. Meist kommt sie nur im Frühjahr und im Sommer zum Einsatz. Es lohnt sich dennoch, ein bisschen was zu investieren. Nicht nur um schneller und besser zum Ziel zu kommen. Billigheimer geben auch viel zu schnell den Geist auf.

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11.10.2013 | Der Frühjahrsputz im Garten fängt bei der Hecke an. Sie muss in Form gebracht werden, bevor die Pflanzen mit voller Kraft austreiben und sich Vögel für die Brutzeit ein Plätzchen in den Ästen suchen. Radikale Rückschnitte muss man vor dem ersten März erledigt haben, bis zum 30. September sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz nur noch schonende Form- und Pflegerückschnitte erlaubt.

Die meisten Hobbygärtner und Eigenheimbesitzer setzen auf normale Elektroheckenscheren. Diese sind ein ganzes Stück günstiger als Akkumodelle. Und wer nur den Samstag für Gartenarbeit hat und die Hecke am liebsten am Stück schaffen möchte, hat keine Lust, zwischendurch darauf zu warten, bis der Akku wieder aufgeladen ist. Die Investition in einen Zweitakku lohnt sich für die meisten Haushalte einfach nicht.

ÖKO-TEST hat sieben Heckenscheren eingekauft und durchtesten lassen. Für die günstigste zahlten wir 54 Euro - für die teuerste 244 Euro. Welche Heckenscheren schneiden nicht nur schnell, sondern auch gut? Und sind günstige Modelle so robust wie die teuren?

Das Testergebnis

Ein bisschen was muss man in ein gutes Gerät investieren. Die günstige Modell kostet zwar nur 54 Euro, dafür machte sie im Dauertest recht schnell die Biege. Unser Fazit: Für ein "gutes" Gerät muss man mit rund 150 Euro aufwärts rechnen.

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Weitere Informationen

So haben wir getestet

Der Einkauf
Im Test: Sieben Elektroheckenscheren mit einer Messerlänge von 55 bis 60 Zentimeter. Die günstigste kostete 54 Euro, die teuerste 244 Euro.

Der Praxistest
Technische Merkmale: Bei der Lautstärkenmessung im Labor wurde genau ermittelt, was am Ohr des Heimwerkers ankommt.
Heckenschneiden: Im Dauertest mussten die Geräte beweisen, dass sie nicht nur eine Saison durchhalten: insgesamt 250 Meter Buchenrundhölzer mit einem Durchmesser von acht Millimetern, zum Teil trocken, zum Teil gewässert, musste jede Heckenschere nach und nach herunterkürzen. Das macht über 18.000 Schnitte und entspricht, über den Daumen gepeilt, einer 330 Meter langen und 1,50 Meter hohen Hecke. Die Tester sahen sich genau an, wie sauber die Schnitte zu Beginn und am Ende des Dauertests aussahen und ermittelten, ab welcher Astdicke die Schnitte unsauber wurden. In freier Natur stutzten die Fachleute Dutzende Quadratmeter Thuja- und Kriechmispelhecke, um das Schnittergebnis der einzelnen Modelle beurteilen zu können - um zu sehen, welche Heckenscheren schneller zum Ziel kommen, wurde auch die Zeit genommen.
Handhabung: Beim Heckenschneiden beurteilten die Fachleute auch das Handling der Heckenscheren: Wie gut lassen sich vertikale und horizontale Flächen bearbeiten? Lässt sich das Gerät auch auf Dauer gut halten oder schmerzt es recht schnell im Arm? Funktioniert die Zugenlastung, mit der man die Steckverbindung zum Verlängerungskabel sichert und das Kabel sicher führt?

Die Inhaltsstoffe
Uns interessierte, ob die Griffe, mit denen man die Heckenscheren führt, Schadstoffe enthalten - vor allem polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Phthalate, die für weiches, griffiges Material sorgen, sind hier ein altbekanntes Problem.

Die Weiteren Mängel
Die wenigsten Geräte kommen ohne PVC oder andere chlorierte Verbindungen aus. Bei Geräten, die Platinen enthalten, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass hier bromierte Flammschutzmittel zum Einsatz gekommen sind. Wir ließen's überprüfen.

Die Bewertung
Eine empfehlenswerte Heckenschere sorgt für ein sauberes Schnittbild. Und sie ist so konstruiert, dass man mit ihr auch größere Hecken einigermaßen schmerzfrei bearbeiten kann. Wenn ein Gerät im Dauertest patzt, kann es am Ende nicht besser sein als "mangelhaft".

So haben wir getestet

Im Dauertest musste die Heckenscheren Buchenrundstäbe kappen. Über 18.000 Schnitte kamen pro Heckenschere zusammen.

So haben wir getestet

Nach dem Dauertest hatten sich bei der Mac Allister Schrauben gelockert. Das war's dann.

So haben wir getestet

So soll's sein: Ein richtig sauberer Schnitt durch Buchenrundholz.

So haben wir getestet

Sieht eher geknabbert als gekappt aus: Schnittergebniss der Mac Allister.

So haben wir getestet

Je unsauberer der Schnitt eines Astes, desto wohler fühlen sich Pilze.

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Bestellnummer: J1310
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