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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2014
vom

Gartenmöbel

Nix wie raus

Schöne, praktische und besondere Gartenmöbel in guter Qualität: Das geht! Wir stellen eine ganze Reihe empfehlenswerter Sitz-, Liege- und Abstellgelegenheiten vor. Nur einige wenige Modelle fallen wegen ihres hohen Schadstoffgehalts im Kunststoff durch.

1952 | 45
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11.10.2013 | Die umbrafarbenen Polyrattan-Sofalandschaften bekommen ernst zu nehmende Konkurrenz. Es darf wieder etwas bunter auf den Terrassen und Balkons zugehen. Wer sich in Einrichtungsgeschäften umsieht, kommt auch nicht an Metallmöbeln vorbei - mit matter Pulverbeschichtung, mal romantisch verschnörkelt im Kaffeehausstil, mal ganz modern.

Wir haben 17 Gartenmöbel eingekauft, viele davon aus Holz, aber auch aus Kunststoff und Metall. Wir ließen die Tische, Stühle, Liegen und Sonnenschirme auf ihren Schadstoffgehalt prüfen, bei Tropenholz prüften wir, ob das Holz aus einer kontrollierten Waldwirtschaft beziehungsweise kontrolliertem Holzeinschlag stammt.



Das Testergebnis

Wir haben neunmal die Note "sehr gut" und zweimal ein "gut" vergeben. So richtig schlecht abgeschnitten haben nur drei Produkte mit der Note "ungenügend".

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Schöne Gartenmöbel aus unterschiedlichen Materialien standen auf der Einkaufsliste: in erster Linie verschiedene Sitz- und Liegemöbel, aber auch Beistelltische und ein Sonnenschirm sollen die Ausstattung von Balkon und Terrasse ergänzen. Zusammen 17 Modelle in der Preisklasse zwischen 40 und 300 Euro aus Holz, Metall, Textil oder Kombinationen aus diesen Materialien, auch ein Kunststoffschalensessel ist dabei. Dabei bemühten wir uns, neben zertifiziertem Tropenholz auch europäische Hölzer einzukaufen.

Die Inhaltsstoffe
Jedes Material hat seine eigenen Eigenschaften, weshalb wir je nach Art des Produkts ganz unterschiedliche Schadstoffprüfungen durchführen ließen. So können beispielsweise Kunststoffe und synthetische Textilien gesundheitsschädliche Weichmacher und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten, Metalle und Hölzer mit problematischen Lacken und Lasuren behandelt und Textilien mit bedenklichen Stoffen gefärbt und ausgerüstet sein. Und wir ließen prüfen, ob Schrauben und Verbindungsmittel der Witterung standhalten.

Holz und Waldwirtschaft
Bei Holzmöbeln wollten wir wissen, ob eventuell bei der Angabe des Holzes gemogelt wurde. Handelte es sich um Tropenholz, wollten wir vom Anbieter die genaue Herkunft des Holzes wissen und ob es aus einer kontrollierten Waldwirtschaft stammt. Wenn schon Tropenholz, dann sollte zumindest das gewährleistet sein.

Der UV-Schutz
Ein Sonnenschirm und das Dach einer Hollywoodschaukel sollen vor intensiver Sonnenstrahlung schützen. Auch das ließen wir selbstverständlich messen.

Die Bewertung
Hohe Gehalte von Phthalat-Weichmachern und Dibutylzinn, die im Verdacht stehen, wie ein Hormon zu wirken, sehen wir besonders kritisch. Solche Produkte schneiden bestenfalls "mangelhaft" ab. Weitere Minuspunkte gibt es unter anderem für PAK-Verbindungen, Formaldehyd und Holzschutzmittel. Im Falle von Tropenholz verschlechtert sich das Testergebnis um bis zu drei Noten, falls kein oder kein ausreichender Nachweis zur Herkunft des Holzes und für eine kontrollierte Waldwirtschaft erbracht werden konnte. Die Hauptaufgabe eines Sonnenschirms ist der UV-Schutz, den wir in diesem Fall stärker gewichten als mögliche Schadstoffe im Material.

So haben wir getestet

Eine Xylothek: Proben noch und nöcher ermöglichen es Fachleuten, Art und Herkunft von Hölzern zu bestimmen.

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Bestellnummer: J1310
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