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Zu viele Schadstoffe: Douglas-Gesichtsmaske fällt im Test durch

Autor: Lena Wenzel | Kategorie: Kosmetik und Mode | 13.01.2020

Douglas Aqua Focus Moisturising Snow Mask im Test: Das Produkt gehört zu den Gesichtsmasken, die im Test enttäuschen.
Foto: ÖKO-TEST

Mit Gesichtsmasken wollen Frauen und Männer ihrer Haut etwas Gutes tun. Doch sind die Inhaltsstoffe wirklich unbedenklich? ÖKO-TEST hat 51 Feuchtigkeitsmasken getestet. Das Ergebnis: Knapp 20 Prozent aller getesteten Produkte fallen durch, darunter auch eine Gesichtsmaske der beliebten Marke Douglas.

"Mit aufgefüllten Feuchtigkeitsspeichern ist Ihre Haut gegen schädliche Umwelteinflüsse exzellent gewappnet und behält lange Zeit Ihre Geschmeidigkeit." Das schreibt Douglas im Internet in den Produktdetails zur Douglas Aqua Focus Moisturising Snow Mask. Die Maske mag der Haut zwar Feuchtigkeit spenden, sie weist in unserem Test allerdings auch problematische Inhaltsstoffe auf, die schädlich für den Körper sein können. 

Douglas Aqua Focus im Test nur "ungenügend"

Im Gesichtsmasken-Test bewerten wir die Douglas Aqua Focus Moisturising Snow Mask nur mit dem Gesamturteil "ungenügend". Die Gründe in Kürze: Lilial, PEG-Verbindungen, halogenorganische Verbindungen sowie lösliches Plastik. Damit gehört die Douglas-Maske zu den zehn getesteten Produkten, die durchfallen. Fünf Gesichtsmasken schneiden insgesamt "ungenügend" ab, fünf weitere "mangelhaft".

Besonders ärgerlich: In der Douglas-Maske steckt der Duftstoff Lilial, der sich in Tierversuchen als fortpflanzungsschädigend erwiesen hat. Daher bewertet ihn auch das Verbraucherschutzkomitee für Kosmetik der Europäischen Union als nicht sicher. Wir sind der Meinung, dass Hersteller auf Lilial verzichten sollten. Der Duftstoff ist allerdings nicht nur in der der Douglas-Maske enthalten, sondern wurde im Test auch in drei weiteren Produkten nachgewiesen.

Gesichtsmasken-Test: Jetzt alle Ergebnisse gratis abrufen

An der Douglas Aqua Focus Moisturising Snow Mask bemängeln wir außerdem enthaltene PEG-Verbindungen, die die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können, und halogenorganische Verbindungen.  

Genauer gesagt, stecken in der Douglas-Maske mehrere perfluorierte Verbindungen (Fluorkohlenwasserstoffe), die unter anderem als Lösemittel fungieren. Diese Stoffe sind langlebig und in der Umwelt kaum abbaubar. Einige Verbindungen werden als hautreizend beschrieben. 

Lösliches Plastik in Douglas-Gesichtsmaske 

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte Gesichtsmasken ohne halogenorganische Verbindungen benutzen. Diese gehören nicht nur zu den Inhaltsstoffen der Douglas-Maske, sondern auch zu vier weiteren Feuchtigkeitsmasken im Test. PEG-Verbindungen beanstanden wir 17 Mal im Test. 

Wir haben insgesamt 51 Masken überprüft. Das Ergebnis: Viele sind empfehlenswert.
Wir haben insgesamt 51 Masken überprüft. Das Ergebnis: Viele sind empfehlenswert. (Foto: ViChizh/Shutterstock)

Lösliches Platik kritiseren wir am häufigsten im Gesichtsmasken-Test. Ganze 20 Produkte enthalten synthetische Polymere, darunter auch das Douglas-Produkt. Das Problem: Kunststoffverbindungen sind zum Teil schwer abbaubar, können das Abwasser belasten und mit Klärschlamm in der Umwelt landen.  

Die Wirkung der getesteten Gesichtsmasken haben wir in der Regel nicht überprüft. 

So setzt sich das Gesamturteil zusammen 

Das Geamturteil beruht auf dem Teilergebnis Inhaltsstoffe. Weil Lilial, PEG-Verbindungen und halogenorganische Verbindungen zu den Inhaltsstoffen der Douglas-Maske gehören, ziehen wir insgesamt sechs Noten ab. ÖKO-TEST bewertet allerdings nicht schlechter als "ungenügend". Damit lautet das Gesamturteil "ungenügend".  

Der Test zeigt: Wir können knapp die Hälfte der 51 getesteten Gesichtsmasken mit "sehr gut" oder "gut" empfehlen. Dabei handelt es sich sowohl um Naturkosmetika als auch um konventionelle Produkte. Zehn Produkte fallen aufgrund problematischer Inhaltsstoffe negativ auf, darunter bekannte Marken wie Douglas, Neutrogena, Eucerin und Garnier.

Jetzt gratis checken: Testergebnisse zu 51 Gesichtsmasken

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