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Darum schneidet die Garnier-Tuchmaske im Test nur "mangelhaft" ab

Autor: Lena Wenzel | Kategorie: Kosmetik und Mode | 23.01.2020

Garnier Skin Active Hydra Bomb Tuchmaske im Test: Das Produkt gehört zu den Gesichtsmasken, die durchfallen.
Foto: ÖKO-TEST

Gesichtsmasken versprechen eine kleine Auszeit für die Haut. Viele der Produkte, die wir getestet haben, können Sie sich bedenkenlos gönnen. Das gilt aber nicht für alle: Zehn Masken enttäuschen mit schlechten Gesamturteilen. Dazu gehört auch eine Tuchmaske von Garnier.

Umweltbelastende Kunststoffverbindungen und PEG sind umstrittene Substanzen, die wir im Gesichtsmasken-Test am häufigsten kritisieren. Die Gründe: Kunststoffverbindungen sind zum Teil schwer abbaubar, können das Abwasser belasten und mit Klärschlamm in der Umwelt landen. PEG-Verbindungen können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen.

Sowohl Kunststoffverbindungen in Form von synthetischen Polymeren als auch PEG sind in der Garnier Skin Active Hydra Bomb Tuchmaske enthalten. PEG bemängeln wir insgesamt 17 Mal im Test, lösliche Kunststoffverbindungen stecken in 20 Produkten. 

Garnier Skin Active Hydra Bomb Tuchmaske fällt durch 

An der Garnier-Tuchmaske kritisieren wir außerdem, dass uns Anbieter Garnier keine überzeugende, produktbezogene Studie zur Wirksamkeit seines Anti-Aging-Versprechens vorgelegt hat.

Wie die Gesichtsmasken der Marken Alterra, Eucerin, Judith Williams und Logona wirbt Garnier auf der Verpackung mit Anti-Age-Aussagen. So heißt es, ihre Produkte könnten Fältchen mindern und Linien glätten. Wir baten die Hersteller um Belege für diese Versprechen und wollten überzeugende Studien mit Ergebnissen für das jeweilige Produkt sehen. Das lieferte uns kein Hersteller.

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Weil lösliche Kunststoffverbindungen und PEG-Verbindungen in der Garnier Skin Active Hydra Bomb Tuchmaske stecken und uns zudem keine ausreichende Wirksamkeitsstudie für das Anti-Aging-Versprechen vorliegt, fällt das Kosmetikprodukt in unserem Gesichtsmasken-Test durch. Das Gesamturteil der Garnier-Maske lautet "mangelhaft". 

Sie zählt damit zu den zehn Produkten im Test, die durchfallen. Fünf Gesichtsmasken schneiden insgesamt "ungenügend" ab, fünf weitere "mangelhaft".

Wir haben insgesamt 51 Masken überprüft, viele sind empfehlenswert.
Wir haben insgesamt 51 Masken überprüft, viele sind empfehlenswert. (Foto: BLACKDAY/Shutterstock)

So setzt sich das Gesamturteil zusammen

Das Gesamturteil beruht auf dem Teilergebnis "Inhaltsstoffe". Lautet das Teilergebnis "Weitere Mängel" allerdings "mangelhaft" oder "ungenügend", verschlechtert sich das Gesamturteil um zwei Noten.

Da das Labor PEG-Verbindungen in der Garnier-Tuchmaske nachgewiesen hat, verschlechtert sich das Teilergebnis Inhaltsstoffe auf "befriedigend". Umweltbelastende Kunststoffverbindungen und die fehlende Wirksamkeitsstudie sind der Grund für sechs Noten Abzug im Teilergebnis "Weitere Mängel". Es lautet damit "ungenügend". Aus den Teilergebnissen Inhaltsstoffe und "Weitere Mängel" ergibt sich das Gesamturteil "mangelhaft".

Der Test zeigt: Wir können knapp die Hälfte der 51 Gesichtsmasken im Test empfehlen. Bei den "sehr guten" und "guten" Masken handelt es sich sowohl um Naturkosmetika als auch um konventionelle Produkte. Zehn Produkte enttäuschen aufgrund problematischer Inhaltsstoffe, darunter bekannte Marken wie Douglas, Neutrogena und Eucerin.

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