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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2012
vom

Gesichtsmasken

Extraportion

Feuchtigkeitsmasken versprechen, in nur wenigen Minuten wahre Wunder zu wirken. Die Haut soll glatt, weich und dadurch sogar jünger wirken. Einige Testprodukte können wir für eine Extraportion Pflege tatsächlich empfehlen. Alle anderen enthalten Schadstoffe.

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14.10.2011 | Vergangene Tests haben gezeigt, dass Gesichtsmasken jede Menge Schadstoffe enthalten. Wir haben deshalb 21 Masken - davon zehnmal zertifizierte Naturkosmetik - in die Labore geschickt und auf viele bedenkliche Stoffe untersuchen lassen.

Das Testergebnis

Zertifizierte Naturkosmetik hat wie immer die Nase klar vorn und schneidet ausnahmslos mit "sehr gut" ab. Am anderen Ende der Skala rauschen zwei Produkte durch den Test.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Viele Frauen klagen über trockene Haut. Nicht nur mit den Jahren, sondern auch nach einem langen Winter mit trockener Heizungsluft lässt die Spannkraft der Haut nach. Schnelle Hilfe versprechen Feuchtigkeitsmasken. Wir haben sie das letzte Mal vor mehr als fünf Jahren getestet. Inzwischen sind eine ganze Reihe Naturkosmetikmarken hinzugekommen. Weil das Interesse an Naturkosmetik kontinuierlich wächst, landeten auch vergleichsweise viele dieser Marken in unserem Einkaufskorb.

Die Inhaltsstoffe
Hauptbestandteil der Masken ist Wasser. Damit sich Keime darin nicht vermehren, enthalten die Rezepturen Konservierungsmittel. Hersteller von Naturkosmetika machen sich die konservierende Wirkung von ätherischen Ölen und Alkohol zunutze. In konventioneller Ware dienen zum Beispiel umstrittene Substanzen wie halogenorganische Verbindungen oder Butyl- und Propylparabene zum Konservieren, manchmal sogar bedenkliche Formaldehyd/ -abspalter. Wir spüren sie per Deklarationscheck oder durch Analysen auf. Weil alle Produkte Parfum enthalten, macht die Untersuchung auf Duftstoffe und mögliche weitere problematische Stoffe, die im Schlepptau auftauchen, einen weiteren Untersuchungsschwerpunkt aus. Alle Produkte brauchen Emulgatoren, die Wasser- und Fettphase der Produkte miteinander vermischen. Da in früheren Tests dafür oft umstrittene PEG/PEG-Derivate eingesetzt wurden, haben wir auch jetzt nach diesen Substanzen gefahndet.

Die Wirkung
Wie gut die Masken Feuchtigkeit spenden, wie sie sich auf der Haut anfühlen und ob sie Trockenheitsfältchen zumindest kurzfristig wirklich ausbügeln, haben wir nicht getestet. Messungen etwa zur Feuchtigkeitsanreicherung in der Haut sind zwar möglich und werden von den Anbietern auch zum Unterfüttern ihrer Werbeaussagen gemacht. Doch es handelt sich um kurzfristige Wirkungen. Wichtiger sind die mittel- und langfristigen Effekte, über die solche Tests keine Auskunft geben. ÖKO-TEST schaut sich daher die Rezepturen und Inhaltsstoffe genauer an. Denn langfristig kann Formaldehyd beispielsweise Falten verstärken, weil es Eiweiß in der Haut vernetzt. Daher wird die Chemikalie zur Ledergerbung verwendet.

Die Bewertung
Kosmetik soll der Anwenderin guttun und die Haut nicht stressen. Je kritischer ein Schadstoff, desto strenger ist deshalb unsere Abwertung. Problematische Formaldehyd/-abspalter haben in Gesichtsmasken nichts zu suchen. Umstrittene andere Konservierungsmittel werden entsprechend milder abgewertet. Auch was allergieauslösende oder möglicherweise hormonell wirksame Duftstoffe angeht, gibt es Abstufungen in der Beurteilung. Sie orientieren sich immer am neuesten Stand der Wissenschaft. Mängel in der Verpackung, beispielsweise ein Umkarton, der kein Glas schützt, fallen geringer ins Gewicht. Wir erfassen sie unter dem Testergebnis "Weitere Mängel".

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