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Ratgeber: Trotzphase

Ratgeber Kleinkinder 2015
vom 11.09.2015

Trotzphase

Ich - will - aber!

Oft reicht ein kleiner Anlass und der Sprössling steigert sich in einen Wutanfall hinein. Wenn Kinder in die Trotzphase kommen, liegen bei Eltern häufig die Nerven blank. Doch für den Nachwuchs ist diese Periode des Abnabelns absolut wichtig.

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11.09.2015 | Ob an der Supermarktkasse vor dem Regal mit Süßigkeiten, frühmorgens beim Anziehen oder abends vor dem Zähneputzen: Wenn kleine Kinder ihren Willen nicht bekommen, können aus ansonsten fröhlichen Menschlein innerhalb von Sekunden wilde Furien werden. Das Gesicht läuft rot an, die Mundwinkel ziehen sich nach unten, die Füße stampfen wütend auf den Boden und ohrenbetäubendes Geheul ertönt: "Ich will aber!"

Was tun? Reagieren die Eltern beim ersten Wutausbruch ihres Sonnenscheins oft noch erschrocken über die lautstarke Vehemenz, lernen sie ziemlich schnell, dass rationale Argumente in solchen Situationen wenig fruchten. Wenn der Nachwuchs trotzt, helfen weder Appelle an die Vernunft noch gute Worte. Stattdessen: Tief durchatmen, kühlen Kopf bewahren und schauen, welche Lösung sich in der Situation am ehesten anbietet: nachgeben, einen Kompromiss suchen, geduldig und gleichmütig abwarten, bis der Sturm vorüber ist, oder versuchen, das Kind in den Arm zu nehmen und zu beruhigen. Keine leichte Sache, denn ungünstigerweise macht das Kind oft gerade dann Theater, wenn auch die Eltern unter Termindruck stehen oder gestresst sind.

Wenn die Nerven blank liegen, droht die Situation zu eskalieren. Doch Gebrüll macht alles nur noch schlimmer. Denn wenn das Kind seine schwierigen Minuten hat, geht es nicht um Machtkämpfe. Und auch wenn es manchmal so scheint, will das Mini-Rumpelstilzchen Mama oder Papa mit seinem Verhalten gar nicht gezielt zur Weißglut bringen. Vielmehr ist die berühmt-berüchtigte Trotzphase im Alter zwischen zwei und vier Jahren ein wichtiger, wenn auch anstrengender Entwicklungsschritt. Das Kind entdeckt nämlich gerade, dass es eine Persönlichkeit mit einem eigenen Willen ist. Wenn also die lieben Kleinen sich aus den nichtigsten Anlässen heraus auf den Fußboden werfen, brüllen oder einfach mitten in der Fußgängerzone zornig heulend sitzen bleiben, besteht kein Anlass zur Sorge. Es liegt nicht an einer falschen Erziehung und auch nicht am schwierigen Charakter des Sprösslings. Ganz im Gegenteil: Beunruhigend wäre es, wenn diese Phase ausbliebe. Schon im Alter von etwa einem Jahr können Kinder ärgerlich oder wütend sein, wenn ihnen etwas nicht passt. Aber in diesem Alter lassen sie sich meist leicht beruhigen oder ablenken. Doch wenn das Kind zwischen zwei und vier Jahren alt ist, erwacht sein Selbstbehauptungswille. Es beginnt, sich als Persönlichkeit zu erleben.

Das lässt sich auch daran festmachen, dass Kinder im Alter von etwa zweieinhalb Jahren sich selbst auf Fotos erkennen. Um den dritten Geburtstag herum sagen sie "ich", "mir" und "mein". Und sie entwickeln einen eigenen Willen. Eine gute Sache, denn wer will schon ein Kind, das sich gegen andere nicht durchsetzen will und auch mal kann. Nur leider sind die Wünsche des Kindes mit denen der Großen nicht immer kompatibel. Das Kind will weiter mit den Bauklötzen bauen, aber die Mama ruft zu Tisch. Es will ein Eis, doch Papa sagt: "Du hattest schon eins." Oder es will die bunte Ze

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Seite 154 - 156 im Ratgeber Kleinkinder 2015
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