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Wechseljahre: Symptome, Selbsttest und die besten Medikamente

ÖKO-TEST Mai 2018 | Autor: Kai Thomas / Benita Wintermantel | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 26.04.2018

Wechseljahre: Symptome, Selbsttest und die besten Medikamente

In den Wechseljahren leiden viele Frauen an Symptomen wie Schlafstörungen, Hitzewallungen und Schweißausbrüchen. So erkennen Sie, ob Sie in den Wechseljahren sind. Plus: Wir haben 25 Medikamente gegen Wechseljahresbeschwerden getestet. Nur eins ist "gut".

Mit dem Alter verändert sich der weibliche Körper. Er produziert weniger Sexualhormone, die Eierstöcke entwickeln keine Eizellen mehr und die Menstruation bleibt aus. Dieser natürliche Wandel beginnt im Schnitt mit 51 Jahren. Manche Frauen erleben ihn positiv als neue Lebensphase. Andere sehen ihn eher als krisenhafte "Illusion eines neuen Lebens", wie die französische Feministin Simone de Beauvoir einst schrieb. Und viele leiden körperlich unter der Umstellung: Hitze- und Schweißattacken, Schlaf- und Stimmungsprobleme und kaum noch Lust auf Sex.

Was passiert in den Wechseljahren?

In den Wechseljahren neigt sich die Reserve der Eizellen dem Ende zu, die Eierstöcke produzieren nach und nach weniger Geschlechtshormone und der Eisprung wird seltener. Progesteron-, Östrogen- und Gestagenspiegel sinken, das FSH (Follikel stimulierendes Hormon) steigt an. Dadurch kommt es zu Zyklusstörungen, unregelmäßigen Blutungen – und irgendwann bleibt die Periode ganz aus. Dieser Zeitpunkt wird mit Menopause bezeichnet.

Selbsttest: Anzeichen für die Wechseljahre

Diese Anzeichen helfen Ihnen zu erkennen, ob Sie Sie in den Wechseljahren sind

  • Unregelmäßiger Zyklus
  • Hitzewallungen, Schweißausbrüche
  • Scheidentrockenheit
  • Zwischenblutungen
  • Müdigkeit und Schlafstörungen
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Depressive Verstimmungen
  • Konzentrationsprobleme
  • Veränderungen der Körperform
  • Hautalterung
  • Vermännlichungserscheinungen

Wichtig: Alle Symptome können auch auf ganz andere Krankheitsbilder hinweisen. Sprechen Sie Ihren Arzt in jedem Fall auf Ihre Beschwerden an. 

Wann macht ein Bluttest Sinn?

Der Frauenarzt kann mittels eines Bluttests untersuchen, wie hoch der Anteil der verschiedenen Hormone ist. Bei dem Test wird auf das Anti-Müller-Hormon (AMH) getestet. Fallen hier die Werte, ist das der Hinweis, dass der Vorrat an Eizellen fast aufgebraucht ist und die Periode bald ausbleiben wird. Ist der Wert hoch, deutet das darauf hin, dass die Periode in den nächsten Monaten noch nicht ausbleiben wird.

Ob eine Frau noch fruchtbar ist und verhüten sollte, dazu kann der Test nichts sagen. Die Messungen können aber bei der Entscheidung helfen, ob Wechseljahresbeschwerden behandelt werden sollten oder nicht. Die Krankenkassen zahlen den Hormontest meist nur beim Verdacht auf vorzeitige Wechseljahre (vor dem 40. Lebensjahr).

Dauer der Wechseljahre: Wie lange dauern die Wechseljahre?

Die Wechseljahre gehören unabänderlich zum Leben einer Frau dazu. Wann der Umbau des Hormonhaushalts beginnt und wie lange er dauert, ist aber ganz unterschiedlich. Im Schnitt beginnen die Wechseljahre zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr. Bei der Menopause, der allerletzten Regelblutung, sind die Frauen hierzulande durchschnittlich 51 Jahre alt.

Was tun bei Beschwerden in den Wechseljahren?

Bis vor wenigen Jahren schien Abhilfe einfach zu sein: Auf die erste Hitzewallung folgte der Gang zum Arzt, dort gab es Hormone auf Rezept. Klar, in der Apotheke waren auch allerlei rezeptfreie pflanzliche Mittel gegen leichte Symptome zu haben. Aber beim Arzt warteten auch schon Frauen weit vor dem Umbruch auf ihre Rezepte. Sie ließen sich vorbeugend Hormone verschreiben, so wie die Mediziner rieten. Die Hormontherapie war für Jahrzehnte nicht nur das Mittel der Wahl gegen die typischen Wechseljahresbeschwerden. Sie galt auch als die Anti-Aging-Waffe der Frau über 50: weniger Brustkrebs und Demenz, schöne Haut, starkes Herz, gesunde Knochen und Gelenke, bessere Nerven, besserer Sex.

Pro und Contra: Hormone in den Wechseljahren?

Im Jahr 2002 erhielt die Pilleneuphorie dann einen kräftigen Dämpfer. Eine umfassende Studie der amerikanischen Women's Health Initiative (WHI) offenbarte, dass die Hormongabe bei gesunden Frauen zu deutlich mehr Herzinfarkten, Schlaganfällen, Thrombosen und Brustkrebs führte. Über 65-Jährige erkrankten zudem öfter an Demenz, Gallenleiden und Inkontinenz. Die Studie, an der Zehntausende gesunde Frauen teilgenommen hatten, musste frühzeitig abgebrochen werden. Weitere Forschung bekräftigte die Ergebnisse. Millionen Frauen verzichteten fortan auf die Einnahme von Hormonen.

(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / jarmoluk)

Seit Ende 2017 herrscht nun wieder Wirbel um die Hormontherapie. US-Forscher präsentierten eine aufwendige, 18 Jahre lange Nachbeobachtung der Frauen aus der WHI-Studie. Mit ihren Ergebnissen trommelt die Pharmalobby nun wieder für die Hormontherapie. Denn sie klingen zunächst wie eine Entwarnung: Für Frauen, die Hormone über etwa fünf bis sieben Jahre eingenommen hatten, ergab sich zumindest keine erhöhte Sterblichkeit. Zudem wiesen die Daten darauf hin, dass sie seltener an Knochenbrüchen, Diabetes und Darmkrebs litten.

Doch tatsächlich überwiegen die Nachteile weiterhin: Am akuten und erhöhten Risiko durch die Hormontherapie schwerwiegend an Krebs, Infarkten, Hirnschlägen und Co. zu erkranken, ändert sich nichts. Experten raten Frauen in den Wechseljahren daher davon ab, sie vorbeugend gegen chronische Leiden einzusetzen. Wenn überhaupt, sollten Frauen bei starken Hitzewallungen Nutzen und Risiken individuell mit dem Arzt klären und die Mittel möglichst kurz und niedrig dosiert einnehmen.

Alternative: Pflanzliche Medikamente bei Wechseljahresbeschwerden

Doch wie lassen sich die Wechseljahre auf anderen Wegen erträglicher gestalten? Zum einen wären da natürlich die praktischen Tipps: sich nach dem Zwiebelprinzip anziehen, die Arme in kaltes Wasser legen und regelmäßig Sport treiben. Auch Wechselduschen, Saunieren, Akupunktur und gezieltes Ablenken können helfen. Und dann gibt es die rezeptfreien Präparate mit Extrakten aus Traubensilberkerze, Rhapontikrhabarber und pflanzlichen Hormonen aus Soja und Rotklee.

Mit ihnen setzte die Pharmabranche im Jahr 2017 laut den Marktforschern von IQVIA 30 Millionen Euro um. Vor einigen Jahren noch empfahl ÖKO-TEST Medikamente mit Traubensilberkerze fast durchweg mit "sehr gut". Die Forschungslage erschien eindeutig. Aber was bringen die zahlreichen pflanzlichen Mittel aus heutiger Sicht? Wir haben 25 Präparate überprüft.

25 Mittel gegen Beschwerden in den Wechseljahren im Test

Das Testergebnis macht wenig Hoffnung: Nur ein pflanzliches Medikament gegen Beschwerden in den Wechseljahren können wir mit "gut" empfehlen. Acht kommen mit dem Gesamturteil "befriedigend", eine mit "ausreichend" davon. Ein Medikament fällt mit "mangelhaft", eins mit "ungenügend" durch. Auch die bilanzierte Diät bewerten wir mit "ungenügend". Das Gros der Nahrungsergänzungsmittel rasselt mit "mangelhaft" und "ungenügend" durch.

Traubensilberkerze: Wirkung bei Wechseljahresbeschwerden

Arzneien mit Traubensilberkerze sollen in den Wechseljahren Hitzewallungen mildern und die Stimmungslage verbessern. Die wissenschaftliche Beweislage dafür gilt aber heute nicht mehr als hieb- und stichfest. Wir bewerten die Wirksamkeit daher als nur teilweise belegt. Zwar bestätigen mehrere Studien positive Effekte der Heilpflanze. Und auch die oberste EU-Behörde für Arzneimittelsicherheit EMA bescheinigte durch Daten abgesicherten Rezepturen 2017 erneut einen medizinischen Nutzen. "Allerdings entsprechen viele der bislang veröffentlichten Arbeiten aus heutiger Sicht nicht den aktuellen wissenschaftlichen Qualitätsstandards", stellt unser Berater, Professor Manfred Schubert-Zsilavecz vom Institut für Pharmazeutische Chemie der Uni Frankfurt, fest. So legt eine aktuelle Übersichtsanalyse, die 16 neuere Studien auswertet, deutliche handwerkliche Schwächen offen. Bis heute ist zudem ungeklärt, welche Stoffe aus der Traubensilberkerze wie genau wirken.

Am besten sieht die Datenlage für ein Medikament aus, für die eine überzeugende Produktstudie vorliegt. Wir bewerten dies mit "gut".

Unser Fazit: Nicht wasserdicht!

Medikamente mit Rhapontikrhabarber bei Beschwerden in den Wechseljahren

Lediglich zwei kleine Arbeiten lassen positive Effekte von Extrakten aus Rhapontikrhabarber erkennen. Klinische Studien mit höheren Teilnehmerzahlen fehlen aber.

Unser Fazit: Wenig überzeugend!

Präparate mit Phytoöstrogenen im Test

Die Nahrungsergänzungsmittel (NEM) im Test enthalten häufig Isoflavone aus Soja und Rotklee. Diese pflanzlichen Stoffe, auch Phytoöstrogene genannt, ähneln in ihrer chemischen Struktur Östrogenen aus dem Körper. "Mit Blick auf die Datenlage ist der klinische Nutzen von Phytoöstrogenen aber mehr als fraglich", urteilt Professor Manfred Schubert-Zsilavecz. Auch höhere Dosierungen seien keinesfalls so effektiv wie eine Hormontherapie mit künstlichen Östrogenen. Forscher der Cochrane Collaboration stießen 2013 nach der Auswertung von 43 Studien, die den Effekt von Phytoöstrogenen auf wechseljahresbedingte Hitzewallungen und Schweißausbrüche untersucht hatten, auf keine überzeugenden Beweise. Auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit verbietet deshalb sämtliche Werbeversprechen mit Bezug auf Wechseljahre für Soja-Isoflavone.

Unser Fazit: Mehr als fraglich.

Fruchtauszüge und Kräuter

In vielen Nahrungsergänzungsmitteln stecken neben Isoflavonen weitere maßgebliche Inhaltsstoffe wie Extrakte aus Ananas oder Papaya, aus Kräutern wie Salbei und Melisse und aus Yamswurzel oder Pilzen wie Cordyceps und Maitake. Für einen positiven Nutzen in den Wechseljahren gibt es keine überzeugenden Belege. Fehlende genaue Angaben zu den pflanzlichen Inhaltsstoffen werten wir ab, ebenso wie einen aus pharmakologischer Sicht wenig sinnvollen Mix pflanzlicher Heilstoffe.

Unser Fazit: Wilder Mix!

Isoflavone für die Wechseljahre

Isoflavone gelten zwar für gesunde Frauen als sicher. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät jedoch Frauen, die wegen eines östrogenabhängigen Tumors in Behandlung sind oder waren, auf Nahrungsergänzungsmittel mit Isoflavonen zu verzichten. Bisher ist unklar, ob die Stoffe solche Tumore fördern. Auf neun Präparaten fehlt eine entsprechende Warnung.

Unser Fazit: Lieber verzichten!

Vitamine und Mineralstoffe gegen Beschwerden in den Wechseljahren

Die meisten Anbieter peppen ihre Produkte zusätzlich mit Vitaminen und Mineralstoffen auf, obwohl ihr Mangel in Deutschland extrem selten ist. In einigen Fällen sind ihre Mengen überdosiert und bergen gesundheitliche Risiken. So sollte das Spurenelement Fluorid überhaupt nicht in Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sein, Eisen nur in eingeschränkter Menge. Laut BfR werden hohe Eisenaufnahmen mit Risiken für Herzkrankheiten, Krebs und Diabetes in Zusammenhang gebracht. Das BfR empfiehlt daher, Eisen nicht ohne ärztliche Kontrolle einzunehmen.

Unser Fazit: Unnötiger Zusatz.

Die Mär von den gesunden Hormonen

Seit die Hormontherapie in Verruf geraten ist, geistern die Versprechen rezeptpflichtiger, bioidentischer Hormone durch Arztpraxen. Bioidentisch meint, dass die Hormone denen, die der Körper selbst herstellt, strukturell und funktionell gleichen. Die Kunde geht, dass die aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellten Apotheken-Mischungen oder Fertigarzneien mit bioidentischen Hormonen verträglicher seien als klassische Hormonpräparate. Sie wirkten natürlicher und zeigten weniger Nebenwirkung.

Bioidentische Hormone

All das ist wissenschaftlich nicht haltbar. Seit Langem finden sich bioidentische Hormone unbeworben auch in vielen herkömmlichen Hormonarzneien. Weil sich die Wirkweise bioidentischer nicht von der künstlicher Hormone unterscheidet, gelten sie zudem als vergleichbar effektiv, aber durch ihre potenziellen Nebenwirkungen auch als ähnlich riskant. Eine Cochrane-Studie von 2016 zeigt, dass Sicherheit und Verträglichkeit bioidentischer Hormone bisher nicht ausreichend untersucht wurden.

Was hilft noch bei Beschwerden in den Wechseljahren?

Ein Patentrezept, das allen Frauen hilft, gibt es leider nicht. Manchen Frauen tut mehr Bewegung und Sport gut, andere kommen besser mit den auftretenden Beschwerden klar, wenn sie einen Gang runter schalten und sich mehr Ruhe gönnen. In jedem Fall wichtig ist ein gesunder Lebensstil.

  • Ausgewogene Ernährung
  • Viel Bewegung
  • Nicht rauchen, wenig Alkohol
  • Stress vermeiden

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Testverfahren

So haben wir getestet

1. Der Einkauf

Wir haben zwölf Arzneien und zwölf Nahrungsergänzungsmittel eingekauft. Die Tabletten und Kapseln richten sich speziell an Frauen in den Wechseljahren oder ihr Produktname legt es nahe. Auch eine ergänzend bilanzierte Diät findet sich im Test. Fündig wurden wir in Drogerien, Reformhäusern und Apotheken.

2. Die Wirksamkeitsbelege und der Nutzen

In den rezeptfreien Arzneien sollen Traubensilberkerze, Rhapontikrhabarber und Johanniskraut gegen Beschwerden der hormonellen Umstellung wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlaflosigkeit helfen. Ob die Heilpflanzen dabei wirklich empfehlenswert sind, hat Professor Manfred Schubert-Zsilavecz von der Universität Frankfurt anhand der Forschungslage begutachtet. Der Arzneimittelexperte beschäftigte sich auch damit, ob die Nahrungsergänzungsmittel Frauen in der Menopause nutzen können. Sie enthalten oft aus Soja oder Rotklee gewonnene Stoffe. Zudem stecken in den Mitteln auch Extrakte aus etwa Salbei, Melisse, Frauenmantel, Yamswurzel, Pflanzenpollen und chinesischen Heilpilzen. Ihre Vitamin- und Mineralstoffzusätze glichen wir zudem mit den Mengenempfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung ab.

3. Die weiteren Inhaltsstoffe/Hilfsstoffe

Stecken in den Produkten problematische Stoffe? Wir haben anhand der Deklarationen beispielsweise auf Farb- und Füllstoffe geachtet.

4. Die Weiteren Mängel

Ein Labor untersuchte die Verpackungen auf umweltschädliche PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen.

5. Die Bewertung

Die Wirksamkeit der pflanzlichen Arzneien und der bilanzierten Diät ist maßgeblich für unsere Bewertung. Minuspunkte gibt es für problematische Farbstoffe. An den Nahrungsergänzungsmitteln beklagen wir den fehlenden Nutzen für Frauen in der Menopause sowie Deklarationsmängel und Überdosierungen von Vitaminen und Mineralstoffen.

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