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ÖKO-TEST Februar 2014
vom

Energiewende in Bürgerhand

Klar zur Wende!

Millionen Bürger haben mit der Energiewende eine Wandlung vollzogen: vom reinen Stromverbraucher zum Stromerzeuger, vom Gaskunden zum Wärmeproduzenten. Dafür sorgte das Erneuerbare-Energien-Gesetz mit seiner festen Einspeisevergütung. Es ist Garant dafür, dass die Energiewende gelingt: dezentral und mit Beteiligung der Bürger.

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24.01.2014 | Wirtschaftsbosse und ihre Lobbyisten mögen die Energiewende nicht. Sie mögen ihn nicht, den Wechsel von Riesenmeilern zu Windparks, Bio-Gasanlagen - zu Photovoltaikmodulen auf dem Dach. Denn damit bricht den großen vier - Eon, RWE, Vattenfall und EnBW - sowie denjenigen, die für sie die Großkraftwerke bauen, ein Geschäftsmodell weg. Und die größte Zumutung für Kraftwerksbetreiber und -bauer: die feste Einspeisevergütung des Erneuerbare-Energien-Gesetz. Denn Subventionen akzeptieren die Energiedinosaurier nur für Kohle, Atomstrom und Gas.

Welche Anstrengung die Wirtschaft bereits im Vorwahlkampf 2013 unternommen hat, die Energiewende - und vor allem die festen Einspeisevergütungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes - offensiv zu bekämpfen, zeigt sich beispielhaft an dem Interview, dass das Handelsblatt mit dem Eon-Chef Johannes Teyssen und dem damaligen Vorstandsvorsitzenden von Siemens, Peter Löscher, führte. Die Energiewende gehe "gerade so richtig schief", erklärten die Wirtschaftsspitzen. Löscher forderte "mehr Markt, Regulierung nur da, wo sie notwendig ist". Löscher betonte: "Die Erneuerbaren Energien müssen sich dem Markt stellen." Und Teyssen wusste: "Man muss einen Schnitt machen und sagen: "Die Musik ist aus."

Weiterspielen darf sie natürlich noch zu der Art und Weise, wie sich Kraftwerksbauer Siemens und Kraftwerksbetreiber Eon "dem Markt stellen": Wie ein im Oktober 2013 veröffentlichtes EU-Papier belegte, wird Kohle, Gas und Atomstrom EU-weit jährlich mit 100 Milliarden Euro gefördert, während die erneuerbaren Energien 30 Milliarden Euro erhalten.

Was waren das noch für Zeiten, als die Ethik-Kommission am 30. Mai 2011 unter dem Vorsitz des früheren Umweltministers und Chefs der UN-Umweltorganisation UNEP, Klaus Töpfer (CDU), ihren Abschlussbericht: Deutschlands Energiewende - Ein Gemeinschaftswerk für die Zukunft vorlegte. Unter dem Eindruck der Nuklearkatastrophe von Fukushima zwei Monate zuvor hatten die Kommissionsmitglieder diese Worte gewählt: "Die Ethik-Kommission betont, dass die Energiewende nur mit einer gemeinsamen Anstrengung auf allen Ebenen der Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft gelingen wird." Lange ist's her.

Bürger wollen 100 Prozent

Die gute Nachricht: Die Gesellschaft strengt sich an, um das von der alten Bundesregierung formulierte Ziel zu erreichen: Bis zum Jahre 2050 sollen überwiegend erneuerbare Energien die Energieversorgung in Deutschland gewährleisten. Laut Greenpeace Energy, der 1999 gegründeten En

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