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29 Senf-Sorten im Test

Jahrbuch für 2015
vom 10.10.2014

Senf

Bitte ohne Gen-Technik!

Mit Senf lässt sich ausgezeichnet würzen. Doch aufgepasst: in unserem Test enthielten sechs Senfmarken Spuren von Gen-Technik.

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10.10.2014 | Das Wichtigste am Senf sind die Senfsaaten. Sie entscheiden darüber, wie die Würzpaste schmeckt, ob sie mild oder scharf ist und den Gaumen kitzelt oder in der Nase prickelt. Verantwortlich dafür ist das Senföl, das sich aus fetten und ätherischen Aromakomponenten zusammensetzt. Über eine besonders scharfe Mischung dieser Aromen verfügen braune und schwarze Senfsaaten. Sie sind daher der bevorzugte Rohstoff für scharfen Senf. Auch Dijonsenf enthält ausschließlich dunkle Saaten - so schreiben es europäische Leitlinien für die Herstellung dieser speziellen Zubereitung vor. In allen anderen Pasten steckt dagegen überwiegend gelbe Saat, die milder schmeckt.

Wir haben 29 Senfmarken ins Labor geschickt. Senf aus Braunsaat stand dabei besonders im Fokus.

Das Testergebnis

Gen-Raps steckt sechs Senfprodukten, meist in scharfem und Dijon-Senf. Aber auch ein mittelscharfer Senf ist betroffen. Fünf der sechs Produkte mit Gen-Raps enthalten Erbgut des nicht zugelassenen GT73. Da es sich jedoch um sehr geringe Spuren handelt, haben wir nicht als "nicht verkehrsfähig" bewertet, sondern nur den Nachweis kritisiert.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Die Auswahl der insgesamt 29 Produkte beschränkte sich auf die klassischen Senfsorten mittelscharf, scharf und Dijon.

Die Inhaltsstoffe
Im Mittelpunkt stand die Untersuchung auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO), da Senf mit gentechnisch verändertem Raps verunreinigt sein kann. Dabei geht es vor allem um zwei Linien an transgenem Raps: den für Lebensmittel zugelassenen MS8 und den aktuell nur für Öl und Lebensmittelzusatzstoffe zugelassenen GT73. Weiterhin ließen wir die Proben auf Sporen untersuchen, die den Senf zwar nicht verderben, aber auf die Qualität der Rohware schließen lassen. Tubensenf wurde zusätzlich auf Stoffe wie Aluminium und Bisphenol A geprüft, die aus dem Tubenmaterial stammen können.

Die Bewertung
Der Nachweis von Gen-Technik führte zur Abwertung, auch wenn die Hersteller für die Verunreinigungen primär nicht verantwortlich sind. Der Test zeigt erneut, dass sich Gen-Tech-Pflanzen - einmal in die Umwelt entlassen - nicht mehr daraus entfernen lassen und sich unkontrolliert ausbreiten können. Zu weiteren Abzügen führten Aromen und das Schönungsmittel Sulfit.

So haben wir getestet

Zum Verwechseln: Raps .....

So haben wir getestet

.....und brauner Senf.

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Bestellnummer: J1410
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