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21 Haferflocken im Test

ÖKO-TEST November 2013
vom 25.10.2013

21 Haferflocken im Test

Zarte Flocken in Öl

Während die Politik in puncto Mineralöl in Verpackungen zumindest reagiert, bleibt das Thema Glyphosat weiter auf dem Abstellgleis. Zur Mineralölproblematik stellen wir nach unserem Test fest: Strengere und detaillierte Richtlinien sind überfällig, denn nahezu alle Produkte waren mit Rückständen belastet.

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25.10.2013 | Das Öl kommt aus dem Papier: Durch die Verwendung von Altpapier gelangt Mineralöl in Recyclingpapier. Altpapier besteht zum Beispiel aus Zeitungen und Katalogen, die mit Farben bedruckt werden, die Mineralöl enthalten. Mineralöl wird aus Erdöl gewonnen und stellt ein komplexes Gemisch dar, das hauptsächlich aus gesättigten und aromatischen Kohlenwasserstoffen besteht. Gesättigte Kohlenwasserstoffe können laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im Körper gespeichert werden und zu Schädigungen der Leber und der Lymphknoten führen. Bei aromatischen Kohlenwasserstoffen ist laut BfR nicht auszuschließen, dass sich darunter Substanzen befinden, die schon in geringsten Mengen Krebs hervorrufen können. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat daher Mitte des Jahres einen zweiten Entwurf der sogenannten "Mineralölverordnung" vorgelegt. Demnach soll ein Übergang von aromatischen Kohlenwasserstoffen auf Lebensmittel generell nicht mehr stattfinden.

Mineralöl migriert durch Frischfaser hindurch

Auch wenn das Thema Mineralöl in Verpackungen schon lange im Fokus der Öffentlichkeit steht und es sich zunächst nur um einen Gesetzesentwurf handelt: Der Gesetzgeber hat sich damit beschäftigt. Die Reaktionen der Hersteller auf unsere Testergebnisse zeigen zudem, wie schwierig es ist, festzustellen, auf welchem Weg Mineralöl in Lebensmittel gelangt. So betonen zahlreiche Anbieter, sie verwendeten Verpackungen aus Frischfasern ohne Mineralöl und ohne mineralölhaltige Druckfarben. Doch auch in den großen Transportverpackungen aus Recyclingkartons, in denen die Waren ausgeliefert werden, ist Mineralöl enthalten und kann auf diesem Weg in Frischfaser-verpackte Lebensmittel gelangen. "Die alleinige Nutzung von Frischfaserkartons als Primärverpackung ist somit keine Lösung der Mineralölproblematik", sagt die in Pharmakologie und Toxikologie promovierte wissenschaftliche Expertin Dr. Uta Verbeek.

Zumal das Mineralöl auch im Produktionsprozess über Maschinen in Produkte gelangen kann. Zudem geht es um die Frage, ob bei der Zeitungsherstellung auf minderwertiges Mineralöl in den Druckfarben verzichtet werden kann, damit die gesundheitsgefährdenden Öl-Komponenten gar nicht erst in den Papierkreislauf gelangen. Damit würde das Risiko für die Konsumenten insgesamt verringert. Laut WWF-Papierexperte Johannes Zahnen wäre eine Umstellung auf alternative Druckfarben auf Basis zertifizierter Pflanzenöle oder auf Aromaten-freie Mineralöle technisch problemlos möglich. Aufgrund der derzeit eingesetzten minderwertigen Mineralöle ist allerdings davon auszugehen, dass die Druckkosten beim Einsatz sauberer Öle etwas ansteigen - was eine Umsetzung in Zeiten krisengeschüttelter Verlage erschwert. Gefragt könnte hierbei die Politik sein. Will sie die Migration von Mineralöl aus Verpackungen in Lebensmittel verhindern, sind weitere Schritte notwendig.

Noch ganz am Anfang eines weiten Weges stehen Politik und Hersteller beim Thema Glyphosat


Wir haben 21 Produkte für Sie getestet
Ideal Köstlich-zarte Vollkorn-Haferflocken
Aldi Nord

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Knusperone Zarte Haferflocken
Aldi Süd

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Alnatura Haferflocken Feinblatt
Alnatura

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Basic Haferflocken Fein, Bioland
Basic

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Bauckhof Glutenfreie Haferflocken Kleinblatt
Bauck (Naturwarenladen)

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Campo Verde Bio Haferflocken Zartblatt, Demeter
Campo Verde

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Dennree Hafer Flocken Kleinblatt
Dennree

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Gut & Günstig Hafer Flocken extrazart
Euco (Edeka)

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Korrekt Haferflocken zart
Globus

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Granovita Vollkorn Haferflocken, zartes Kleinblatt
Granovita (Reformhaus)

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Holstenmühle Haferflocken zart
Holstenmühle

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K-Classic Zarte Haferflocken
Kaufland

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Kölln Blütenzarte Köllnflocken
Kölln

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Nordwaldtaler Haferflocken zart
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Tip Hafer Flocken zart
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Ja! Haferflocken zart
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Spielberger Mühle Haferflocken Zartblatt, Demeter
Spielberger (Naturwarenladen)

Spielberger Mühle Haferflocken Zartblatt, Demeter

Tegut Vollkorn-Haferflocken zart
Tegut

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Wurzener Haferflocken zart
Wurzener Nahrungsmittel

Wurzener Haferflocken zart

21 Haferflocken im Test
ÖKO-TEST November 2013 Seite 46
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ÖKO-TEST November 2013 Seite 49
ÖKO-TEST November 2013 Seite 50
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So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben 21 Packungen Haferflocken eingekauft: Sieben stammen aus kontrolliert biologischem Anbau, die restlichen Produkte sind konventionelle Marken sowie Eigenmarken der Discounter und Supermärkte. Bei der Auswahl entschieden wir uns für zarte Haferflocken, sogenannte Kleinblattflocken. Sie werden häufiger gekauft als kernige Großblattflocken, da sie vielfältig verwendbar sind, beispielsweise zum Backen.

Die Inhaltsstoffe
Aus Papier- und Kartonverpackungen kann gesundheitsgefährdendes Mineralöl in die Nahrung gelangen. Wir haben die Haferflocken darauf untersuchen lassen. Bereits im September 2012 hat ein ÖKO-TEST das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in Mehl, Brötchen und Haferflocken nachgewiesen. Das Herbizid steht unter Verdacht, zahlreiche negative Auswirkungen auf die Gesundheit zu haben. Wir ließen die Haferflocken daher auf Glyphosat und weitere Pestizide untersuchen.

Die Bewertung
Um die Belastung von Lebensmitteln mit Mineralöl zu verhindern, hat der Gesetzgeber schärfere Richtlinien formuliert. Demnach soll ein Übergang von aromatischen Kohlenwasserstoffen (MOAH) aus der Verpackung ins Produkt generell vermieden werden. Der Übergang gesättigter Kohlenwasserstoffe (MOSH) ist zu minimieren. ÖKO-TEST differenziert daher bei der Bewertung zwischen diesen beiden Stoffgruppen. Je höher die MOSH-Werte, desto schlechter die Note. Wurde MOAH nachgewiesen, werten wir grundsätzlich ab. Zudem führt der Einsatz von Pestiziden zur Abwertung, wenn die Werte die gesetzlich zulässige Höchstmenge um mehr als zehn Prozent ausschöpfen.

So haben wir getestet

Mineralöl gelangt aus Verpackungen in Lebensmittel und kann sogar aus den Umkartons stammen.