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Ratgeber: Holzpelletheizungen

Spezial Energie
vom 06.10.2016

Ratgeber: Holzpelletheizungen

Holzheizung ohne Axt und Säge

Wer klimafreundlich mit Holz heizen will, ohne gleich zum Waldarbeiter zu werden, greift zu einem Ofen oder Kessel für Holzpellets.

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06.10.2016 | Pelletheizungen gibt es schon seit vielen Jahrzehnten, in Deutschland sind sie aber trotz vielfältiger öffentlicher Beachtung immer noch ein Nischenprodukt. Dazu hat sicherlich auch der aktuelle Preisverfall von Heizöl beigetragen, dem wichtigsten Konkurrenten unter den Energieträgern. Nur 16.000 Pelletkessel und 16.500 Pelletöfen wurden 2015 verkauft, ein deutlicher Rückgang gegenüber den schon mäßigen Jahren zuvor. Insgesamt werden nur vier von hundert neu verkauften Heizsystemen mit Bio-Masse, also vor allem Holz, betrieben.

So sieht der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) auch vor allem den niedrigen Ölpreis als Hauptursache, der früher bestehende Preisvorteil beim Brennstoff hat sich egalisiert beziehungsweise sogar umgekehrt. Sprich: Die fossile Energie Erdöl war zeitweise billiger als die Würstchen aus gepresstem Holzstaub, die vor allem aus Resthölzern und Sägerückständen hergestellt werden. Das ist bitter, denn der Preisvorteil beim Betrieb war für Hersteller und Händler in der Vergangenheit eines der Hauptargumente für den Kauf der Geräte, die in der Anschaffung immer noch deutlich teurer sind als die Verbrenner fossiler Brennstoffe wie Öl oder Gas.

Mit der aktuellen Förderung durch das Bafa relativiert sich der hohe Anschaffungspreis allerdings. Zumindest am Komfort kann die Zurückhaltung kaum liegen: Pellets sind vergleichsweise einfach zu transportieren und zu lagern und haben dem Heizen mit Holz zu einem bisher ungeahnten Komfort verholfen. Im Gegensatz zu Holzscheiten lässt sich die Verbrennung von Holzpellets fein dosieren. Zum Anzünden muss man nicht mit Anmachholz hantieren, sondern überlässt den Start einem elektrischen Heizelement. Ein Gebläse sorgt für eine geregelte Sauerstoffzufuhr mit dem Effekt niedriger Schadstoffwerte und sehr geringen Ascheaufkommens. Pellets setzen beim Verbrennen rechnerisch nur geringfügig mehr CO2 frei, als der Baum beim Wachsen aus der Atmosphäre aufgenommen hat. Alle Pelletheizsysteme benötigen einen Schornstein und müssen vom Schornsteinfeger genehmigt werden. Dieser kehrt auch den Schornstein und prüft die Funktion der Anlage.

Pellets lagern

Die niedrigsten Brennstoffkosten hat eine Pelletheizung, wenn die Presslinge per Silo-Lkw angeliefert werden. Damit kommt der Jahresbedarf auf einmal ins Haus - idealerweise im Sommer, wenn die Preise deutlich niedriger sind als während der Heizperiode. Gelagert werden sie in einem gesonderten Raum oder einem Sacksilo, das ist ein großer Plastiksack der in einem Gestell im Heizraum oder einem Nebenraum aufgestellt wird. Eine Förderschnecke oder ein Saugsystem transportieren die Pellets dann zum Kessel oder Ofen. Das Volumen des Lagers richtet sich nach dem Wärmebedarf und sollte von einem Fachmann vorab berechnet werden. Notwendig sind zwei belüftete Befüllstutzen in der Hauswand, durch die die Pellets vom Lieferlastwagen hineingeblasen werden und die Luft herausgesaugt wird. Zudem muss für eine ausreichende Belüftung gesorgt werde


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