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Ratgeber: Photovoltaikanlage planen

Spezial Energie
vom 06.10.2016

Ratgeber: Photovoltaikanlage planen

Sorgfalt geht vor Niedrigpreis

Akzeptable Renditen wird es mit Photovoltaikanlagen an sonnenreichen Standorten weiter geben. Doch in schlechten Lagen oder bei Qualitätsmängeln sind auch Verluste möglich. Umso mehr kommt es auf gute Standards bei Technik und Montage an.

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06.10.2016 | Eine Photovoltaikanlage ist eine langfristige Investition. Damit sich die Ausgabe auch wirklich lohnt, sollten zukünftige Betreiber nicht einfach "ein Stück Solaranlage" bestellen. Mindestens 20 Jahre lang soll und muss eine Photovoltaikanlage zuverlässig und ohne größere Reparaturen funktionieren. Nur dann spielt sie die oft fünfstellige Investition und den erwarteten Gewinn ein. Eine konservative Kalkulation, die Wartungskosten und einen Puffer für Schäden enthält, sowie ein wachsames Auge auf die Qualität der Komponenten und der Montage lohnen sich deshalb.

Zu geringe Förderung: Hausbesitzer passen

Da Freilandanlagen von festen Einspeisetarifen auf Ausschreibungen umgeschrieben wurden und Bürgergenossenschaften so nur noch schwer zum Zuge kommen, ist ein geeignetes Dach für Privatleute die wichtigste Voraussetzung für den Bau einer Sonnenstromanlage. Anlagen bis 10 Kilowatt Leistung erhalten auch weiterhin die höchste Vergütung. Daher dürfte diese Anlagengröße für den normalen Hausbesitzer wie bisher die attraktivste sein. Etwa sieben bis acht Quadratmeter Fläche werden pro Kilowatt Leistung Peak (kWp) benötigt. Unterhalb von drei kWp ergibt eine Sonnenstromanlage heute wirtschaftlich meist wenig Sinn, da die Grundkosten für Planung und Montage ähnlich hoch wie bei größeren Anlagen sind. Attraktivere Renditen versprechen Anlagen ab circa fünf kWp, die immerhin rund 40 Quadratmeter Dachfläche benötigen. Vorausgesetzt, es steht genügend Fläche auf dem Dach zur Verfügung, dürfte im Privatbereich der Trend zu Anlagen nahe zehn kWp gehen, da Fix- und Montagekosten so pro Kilowatt am niedrigsten gehalten werden.

Da die Einspeisevergütung für Solarstrom jedoch stark sinkt, verzichten immer mehr Hausbesitzer darauf, die Sonnenenergie direkt ins öffentliche Netz einzuspeisen, sondern nutzen möglichst viel davon direkt im Haus. Das ist in vielen Fällen wirtschaftlicher, da sich Solarstrom hierzulande bereits für rund zwölf Cent pro Kilowattstunde erzeugen lässt, während Standardstrom aus der Steckdose derzeit 22 Cent netto kostet. Viele Unternehmen bieten inzwischen spezielle Solarsysteme zur Eigenversorgung an. Sie bestehen aus herkömmlichen Solarmodulen, intelligenten Wechselrichtern, die den Strom vom Dach bei Bedarf dem Haushalt zur Verfügung stellen oder ihn ansonsten ins Netz leiten, und sogenannten Energiemanagern. Diese Überwachungsgeräte zeigen auf einem Bildschirm, wie viel Strom die Module produzieren und wie groß der Stromverbrauch des Haushalts im Vergleich dazu ist. Die Technik ermöglicht Hausbesitzern, ein Drittel ihres Stroms vom Dach direkt selbst nutzen. Die Eigenverbrauchsquote lässt sich mit einem zusätzlichen Speicher sogar auf 60 bis 80 Prozent steigern, denn er stellt Strom auch abends oder nachts bereit, wenn die Sonne nicht scheint. Nachteil der Speicher: Die Technik steht erst am Anfang der Entwicklung und ist noch relativ teuer. Zu einer klassischen privaten Solaranlage mit fünf Kilowatt Leistung passende Lithium-Ionen-


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