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Altbau energetisch sanieren

Tradition - aber mit Fortschritt

Zeitgemäßer Wohnkomfort in alten Mauern. Das hat beim Umbau eines alten Fahrzeug- und Geräteschuppens zum Wohnhaus gut funktioniert. Aber nur, weil Bauherren und Architekt Respekt vor der Vergangenheit hatten und auch ganz viel Neues wagten.

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06.10.2016 | Wie immer, wenn beim Bauen Tradition eine Rolle spielt, gibt es eine lange Vorgeschichte. So auch bei diesem Projekt. Denn immerhin seit dem Jahr 1802 bewohnt die Familie von Almuth Lange einen Bauernhof im friesischen Varel, der Ort liegt zwischen Wilhelmshaven und Bremerhaven am Jadebusen. Über mehrere Jahrzehnte lebten vier Generationen unter einem Dach, Almuth Lange arbeitete als Hauswirtschaftslehrerin und eröffnete später eine private Kochschule, ihr Mann Hans-Georg hat als Tierarzt seine Praxis ebenfalls auf dem Anwesen. Doch irgendwann waren Großmutter und Eltern verstorben, die beiden Söhne erwachsen und aus dem Haus. "Seit 1984 wohnten wir im Dachgeschoss ohne direkten Zugang zum Garten, vergleichsweise wenig Licht, dazu die vielen Treppen", erzählt Almuth Lange. Auch weil das große Haus für zwei Personen ziemlich leer wirkte, reifte der Plan, noch einmal neu zu bauen. Kompakter, komfortabler, mit ebenerdigem Zugang zum großen Garten und viel Tageslicht.

Der Anbau ordnet sich bewusst dem Altbau unter

Schnell in den Blick geriet die ehemalige Remise auf dem Grundstück. In dem Fahrzeug- und Geräteschuppen stand früher die Dreschmaschine, mit der der Vater von Almuth Lange seinen Lebensunterhalt verdiente. Später wurden seitlich zwei Garagen angebaut. "Wir wollten das Gebäude zuerst abreißen und an dem Platz neu bauen. Doch das geht im Außenbereich baurechtlich nicht", erinnert sich Hans-Georg Lange. Blieb also nur die Umnutzung zu einem Wohnhaus. Doch für eine moderne Wohnung war der aus traditionellem Ziegelmauerwerk errichtete Bau zu klein.

Die Lösung fand Uwe Oltmanns, Architekt aus Oldenburg. Durch Zufall hatte man sich bei einem Kochkurs in der Schule von Almuth Lange kennen- und schätzen gelernt. Es folgten zahlreiche Gespräche und mehrere Besuche auf dem niedersächsischen Tag der Architektur in von Oltmanns geplanten Häusern. "Schnell war klar, wenn wir bauen, dann mit Uwe Oltmanns", sagt Almuth Lange. Schon beim ersten Ortstermin war man sich einig, dass die Remise in ihrer Anmutung weitestgehend erhalten bleiben sollte. Zu viel Familiengeschichte steckte da drin. Um trotzdem das Raumprogramm unterzubringen, plante Uwe Oltmanns einen passenden Anbau mit einem ähnlichen Querschnitt, der deutlich schmaler als der alte Bau werden sollte. Die nachträglich an die Remise angebauten Garagen wurden dafür abgerissen. Eine vollständig verglaste Fuge verbindet beide Teile. Sie dient als Eingangsbereich und erschließt das Obergeschoss. Und obw

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vom 06.10.2016
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